Apple iPhone X - Japanisches Unternehmen klagt gegen Animoji

Die japanische Firma Emonster bietet seit dem Jahr 2014 eine App namens Animoji an, die animierte Emoji verschicken kann. Apple will den Begriff beim iPhone X nutzen.

von Georg Wieselsberger,
23.10.2017 10:11 Uhr

Das iPhone X bietet Animoji - ob sie so heißen dürfen, soll ein Gericht klären.Das iPhone X bietet Animoji - ob sie so heißen dürfen, soll ein Gericht klären.

Das japanische Unternehmen Emonster geht gerichtlich gegen Apple und die Nutzung des Begriffs Animoji vor. Emonster bietet unter diesem Begriff bei iTunes schon seit dem Jahr 2014 eine App zum Versenden animierter Emoji an.

Laut The Verge können diese Animoji von den Nutzern vor dem Versenden mit einem Skript den eigenen Wünschen angepasst werden. Apple verfolgt mit den animierten Emoji für das iPhone X einen anderen Ansatz und nutzt die Daten der 3D-Kamera, um die Bilder dem Gesichtsausdruck und den Bewegungen des Nutzers anzupassen.

Emonster wollte nicht verkaufen

Trotzdem will Emonster seinen schon lange genutzten Begriff Animoji gegen Apple verteidigen, immerhin handelt es sich in beiden Fällen um durch den Nutzer animierte Bilder. Laut der Klage war sich Apple durchaus bewusst, dass der Begriff bereits genutzt wurde, da die entsprechende App bei iTunes für 0,99 US-Dollar verkauft wird.

Schwerwiegender dürfte allerdings sein, dass Apple Emonster anscheinend angeboten hat, die Bezeichnung zu kaufen, damit aber keinen Erfolg hatte und sich trotzdem dazu entschlossen hat, den Begriff zu verwenden.

Apple will die Marke löschen lassen

Komplizierter wird der Fall aber dadurch, dass Apple gleichzeitig beantragt hat, die Marke Animoji, die seit 2015 auf Emonster eingetragen ist, löschen zu lassen. Der Grund ist, dass Emonster diese Marke wohl auf eine Filiale in Großbritannien und nicht auf das Hauptquartier in Japan hat eintragen lassen - und die Filiale in Großbritannien nicht existiert.

Laut Apple kann Emonster den Begriff also nicht besitzen. Emonster hingegen will von Apple Schadensersatz und vor allem vor Gericht ein Verbot für die weitere Nutzung seitens Apple erreichen.


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