Apple hat einen cleveren Weg gefunden, sich vor der Speicherkrise zu schützen, indem es Schlüsselkomponenten einsetzt, die sowohl in iPhones als auch in Macs verwendet werden können

Die Speicherkrise trifft die Tech-Welt hart, doch Apple könnte gerade durch sein einzigartiges Ökosystem profitieren.

Das iPhone 16 und das MacBook Neo teilen sich mehrere Komponenten. (Bildquelle: Apple) Das iPhone 16 und das MacBook Neo teilen sich mehrere Komponenten. (Bildquelle: Apple)

Die Speicherkrise wirkt sich auf verschiedene Branchen und nahezu alle Hersteller aus. Apple könnte inmitten der Krise vom starken Fokus auf das eigene Ökosystem profitieren.

Apple nutzt gleichbleibende Komponenten

Apple hebt sich mit seinen iPhones und Macs teilweise stark von anderen Herstellern ab. Der Tech-Gigant setzt einerseits auf eigene Software, geht aber auch bei der Hardware oft eigene Wege. Während viele Hersteller auf schon existierende Komponenten setzen, designt Apple viel selbst oder lässt sich bestimmte Lösungen maßschneidern.

Das führt auch immer wieder zu Kritik, etwa wenn bestimmte Geräte nicht oder nur eingeschränkt mit den Apple-Devices funktionieren oder aufgrund der mangelnden Anpassbarkeit. Wer beim neuen MacBook Neo etwa mehr als 512 GB Speicher haben möchte, muss dafür schon ein Modding-Experte sein.

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Genau diese Besonderheiten könnten in der Speicherkrise aber auch zum Trumpf werden. So muss Apple in vielen Fällen überhaupt nicht mit anderen Herstellern um Komponenten konkurrieren, weil eben eigene Lösungen genutzt werden.

Zudem verbaut Apple seit geraumer Zeit dieselben Komponenten in verschiedenen Geräten. Beim angesprochenen MacBook Neo kommt etwa der A18-Pro-Chip der »iPhone 16«-Generation zum Einsatz. Modder haben zudem herausgefunden, dass noch mehr iPhone-Komponenten wiederverwendet wurden.

Auch der NAND-Speicherchip des iPhone 16 Pro passt theoretisch in das neue Budget-MacBook, wodurch ein Upgrade auf 1 TB mit viel Löten und Expertise theoretisch doch möglich wäre. Dieses »Komponenten-Recycling« ermöglicht es Apple, dynamisch auf Lieferengpässe zu reagieren.

Zulieferer müssen dadurch nicht extra neue Produktionslinien für jedes neue Produkt aufbauen und auch die Kosten pro Teil werden reduziert. Auch wenn es also nicht ausreichend Ressourcen für alle Geräte gibt, kann Apple die Produktion so anpassen, dass die größte Nachfrage schnell bedient werden kann.

Auch abseits davon weiß das MacBook Neo durchaus zu begeistern. Für unseren Notebook-Experten Sven ist es schon jetzt ein heißer Anwärter auf den Titel »Laptop des Jahres«.

Natürlich kann kaum jemand wirklich vorhersagen, wie sich die Speicherkrise in den kommenden Monaten entwickelt, und vielleicht wird auch Apple noch stärker davon betroffen sein. Stand jetzt scheint sich die Strategie des Unternehmens aber auszuzahlen.

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