Konkurrenz für Google Chromebooks: Neue Gerüchte zu Apples MacBook mit iPhone-Chip nennen Display-Größe & Farben

Analysten bestätigen eine Veröffentlichung von Apples neuem Billig-MacBook mit iPhone-Chip im Frühjahr.

Es ist schon lange her, dass Apple ein MacBook mit 12 Zoll im Angebot hatte. (Quelle: Apple) Es ist schon lange her, dass Apple ein MacBook mit 12 Zoll im Angebot hatte. (Quelle: Apple)

Während Google mit seinem kommenden Aluminium-OS das Ende von ChromeOS einläutet und explizit auch in Premium-Gefilden wildern möchte, will Apple scheinbar das genaue Gegenteil machen. Wir hatten bereits über ein geplantes MacBook mit iPhone-Hardware berichtet. Bisher hat Apple weder bestätigt noch dementiert, dass an einem solchen Einsteiger-Notebook gearbeitet wird. 

Das ist nicht ungewöhnlich, da man in Cupertino schon traditionell keine Wasserstandsmeldungen zu noch nicht veröffentlichten Produkten abgibt. Wenn man den gewöhnlich gut informierten Analysten von TrendForce glaubt, soll die Einführung allerdings schon im Frühjahr erfolgen. 

iPhone-Hardware im MacBook

Mit dem neuen MacBook plant Apple offensichtlich einen aggressivsten Angriff auf das Laptop-Einstiegssegment. Wie TrendForce berichtet, scheint sich auch eine Displaygröße von 12,9 Zoll zu bestätigen.

Wie eingangs erwähnt, wird die größte Veränderung nicht das kleinere Display, sondern der verbaute Prozessor sein. Es halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Apple auf den A18-Pro-Chip aus dem iPhone 16 Pro zurückgreifen wird, um den Verkaufspreis niedrig zu halten. 

Damit würde Apple erstmals die strikte Trennung zwischen der A-Serie für Mobilgeräte und der M-Serie für Computer aufheben. Der A18 Pro, der in 3-Nanometer-Strukturbreite gefertigt wird, bietet eine Effizienz, die herkömmliche Prozessoren in diesem Preissegment alt aussehen lässt. 

Auf das hochwertige Alu-Gehäuse des alten 12-Zoll-Macbooks, werden wir beim A18-Modell wohl verzichten müssen. (Quelle: Apple) Auf das hochwertige Alu-Gehäuse des alten 12-Zoll-Macbooks, werden wir beim A18-Modell wohl verzichten müssen. (Quelle: Apple)

Laut den Kollegen von Notebookcheck liefert der Chip eine Rechenleistung, die im Single-Core 47 Prozent über Apples M1-Prozessor liegt, im Multi-Core ist die Leistung mit Apples M1 vergleichbar.

Zum Vergleich: Der aktuelle M4 rechnet deutliche 74 Prozent schneller als der M1. Damit dürfte das neue MacBook für alltägliche Aufgaben in Schule und Studium bestens gerüstet, ohne die Kosten der M-Serie zu verursachen.

Der Preis bleibt spannend

Das Design dieses kommenden MacBooks scheint eine Hommage an das mittlerweile legendäre 12-Zoll-MacBook zu sein, das 2019 eingestellt wurde. Mit einer Displaydiagonale von 12,9 Zoll zielt Apple auf maximale Portabilität ab.

Um den anvisierten Preispunkt zu erreichen, der laut einem Bericht der DigiTimes zwischen 599 und 799 US-Dollar liegen könnte, sind jedoch klare Kompromisse notwendig. Es soll kein Mini-LED-Display und kein ProMotion geben, stattdessen kommt wohl ein klassisches LCD-Panel zum Einsatz.

Auch bei der Konnektivität dürfte gespart werden: Da der A18 Pro nativ kein Thunderbolt unterstützt, müssen Nutzer laut Macworld mit herkömmlichen USB-C-Anschlüssen vorliebnehmen. Für die angepeilte Zielgruppe dürfte dieser Verlust allerdings verschmerzbar sein. 

Womit wir mit Sicherheit rechnen können, sind 8-GB-RAM beim Basismodell. Bei den aktuell durch die Decke gehenden Preisen für Arbeitsspeicher dürfte das auch niemanden wirklich wundern. 

Das hochwertige Unibody-Aluminium-Gehäuse ist mittlerweile quasi ein Markenzeichen der MacBooks, beim A18-Modell könnte das aus Kostengründen allerdings dem Rotstift zum Opfer fallen.

Beim günstigsten MacBook könnte Apple Mut zur Farbe beweisen

Besonders spannend ist die visuelle Positionierung, Apple soll hier mit der gewohnt kühlen Aluminium-Ästhetik der Pro-Modelle brechen und sich an der lebhaften Farbwelt des iMacs orientieren. Wie der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo mitteilte, stehen die Farben Silber, Blau, Pink und Gelb im Raum.

Apple möchte das Gerät offensichtlich gezielt als Lifestyle-Produkt und Bildungswerkzeug vermarkten. Der Hersteller positioniert dieses MacBook somit nicht gegen das MacBook Air, sondern definiert eine  neue Kategorie in seinem Notebook-Portfolio. Das Gerät dürfte auch die Antwort auf den wachsenden Erfolg von Chromebooks im Bildungssektor sein, den man in Cupertino sehr wohl registriert hat. 

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