Das kommende MacBook Pro M6 wird der größten Veränderungen seit Jahren bringen, aber nicht für alle Modelle

Das nächste MacBook Pro könnte mit OLED-Touchscreen und einem neuen Gehäuse überraschen.

Das MacBook Pro M6 markiert den nächsten großen Sprung bei Apples Laptops. (Quelle: Apple) Das MacBook Pro M6 markiert den nächsten großen Sprung bei Apples Laptops. (Quelle: Apple)

Wenn wir uns die jüngere Geschichte des MacBook Pro ansehen, markierte der Wechsel zu Apple Silicon im Jahr 2021 den letzten großen Wendepunkt. Nun zeichnet sich am Horizont der nächste wirklich relevante Umbruch ab.

Jüngste Berichte und Leaks, die unter anderem von Wccftech zusammengefasst wurden, zeichnen bereits ein detailliertes Bild der kommenden M6-Generation, die ganz offensichtlich weit mehr sein wird als das übliche jährliche Spec-Update.

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Kommt der OLED-Touchscreen?

Die wohl größte Neuerung dürfte dabei der Wechsel der Bildschirmtechnologie sein. Apple bereitet sich darauf vor, die bewährte Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung in Rente zu schicken und durch OLED-Panels zu ersetzen. 

Sehr wahrscheinlich werden wir die bereits aus dem aktuellen iPad Pro bekannten Tandem-OLED-Panels auch in der nächsten MacBook Generation sehen. Bei einem Tandem-OLED werden zwei übereinander gelagerte organische Schichten verwendet, wodurch im Vergleich zu herkömmlichen OLEDs eine deutlich höhere Spitzenhelligkeit und eine verbesserte HDR-Performance erreicht wird.

Durch die Aufteilung der Last auf zwei Schichten verlängert sich zudem die Lebensdauer der Panels, während der Energieverbrauch bei gleicher Helligkeit sinkt.

Die vermutlichen Neuheiten (Quelle: WCCF TECH) Die vermutlichen Neuheiten (Quelle: WCCF TECH)

Doch die eigentliche Sensation verbirgt sich in der Bedienung: Das MacBook Pro wird voraussichtlich zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Touchscreen erhalten. Damit bricht Apple mit einer jahrzehntelangen Philosophie des verstorbenen Steve Jobs, der Touch-Bedienung an vertikalen Bildschirmen stets skeptisch gegenüberstand.

Neues schlankeres Gehäuse

Um dieser neuen Bedienmöglichkeit gerecht zu werden, wird das Gehäuse vermutlich einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Ein verstärktes Scharnier soll sicherstellen, dass das Display bei Berührungen stabil bleibt und nicht nachgibt. Gleichzeitig soll der Wegfall der Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung eine Reduzierung der Gehäusedicke ermöglichen. 

Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, wird das nächste MacBook Pro damit spürbar schlanker und leichter, ohne dabei an Stabilität einzubüßen. Ein weiteres markantes Design-Merkmal betrifft die umstrittene Notch. Es verdichten sich die Hinweise, dass Apple die Aussparung am oberen Bildschirmrand zugunsten einer eleganteren Punch-Hole-Lösung für die Kamera opfert.

Apple M6 Prozessor ist gesetzt

Auf die aktuelle M5-CPU folgt logischerweise der M6-Chipsatz. Es wird erwartet, dass dies die erste Mac-Plattform ist, die auf dem fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren von TSMC basiert. Diese Architektur soll mehr Rechenleistung bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch liefern.

In Kombination mit den stromsparenden Eigenschaften der OLED-Panels könnten wir Akkulaufzeiten erleben, die selbst die bereits beeindruckenden Werte der aktuellen Generation deutlich hinter sich lassen. 

Neuerungen nicht für alle Modelle geplant

Offenbar werden aber nicht alle Käufer des kommenden M6-MacBooks in den Genuss der genannten Änderungen kommen. Es deutet vieles darauf hin, dass diese tiefgreifenden Neuerungen, angefangen vom OLED-Touchscreen bis zum ultradünnen Chassis, exklusiv den Modellen mit M6 Pro und M6 Max vorbehalten bleiben. 

Der Preis für die Neuerungen dürfte hoch ausfallen

Das Basismodell mit dem Standard-M6-Chip könnte hingegen weiterhin im vertrauten Design und mit klassischem Display erscheinen, um den Einstiegspreis relativ niedrig zu halten.

Die Kombination aus modernster Fertigungstechnologie und den teuren OLED-Komponenten wird sich Apple mit Sicherheit entsprechend bezahlen lassen. Experten rechnen jedenfalls mit einem spürbaren Aufschlag bei der Markteinführung, die für den Zeitraum zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 prognostiziert wird.

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