Wie bei neuen Speicherstandards üblich, dauert es eine Weile, bis die zuständige Organisation JEDEC die finalen Spezifikationen festlegt. Doch die ersten Speicherhersteller experimentieren bereits mit ersten DDR5-Chips, die nach den aktuellen, aber nur vorläufigen Angaben gefertigt wurden.
Wie der Hersteller Cadence (via Computerbase) auf seiner Webseite bekanntgibt, hat das Unternehmen die ersten DDR5-Chips beim Auftragshersteller TSMC mit dessen 7-Nanometer-Verfahren produzieren lassen.
37,5 Prozent schneller als DDR4-3200
Dieser Prototyp erreicht laut den Angaben 4400 Megatransfers pro Sekunde und entspricht damit der Leistung von DDR4-4400. Offiziell ist laut JEDEC aber schon bei DDR4-3200 Schluss, auch wenn es natürlich übertakteten und schnelleren DDR4-Speicher gibt. Geht man aber nur nach dem offiziellen Standard, dann ist der Testchip von Cadence schon jetzt 37,5 Prozent schneller als DDR4.
DDR5 soll aber laut den vorläufigen Angaben sogar 6400 Megatransfers pro Sekunde erreichen und wäre demnach doppelt so schnell wie DDR4. Der neue DDR5-Standard ist allerdings Anfangs nur für Server und Rechenzentren interessant und dürfte erst im Laufe der nächsten Jahre langsam Einzug in private Rechner halten.
In privaten PCs wohl frühestens 2020
Die finalen Spezifikationen werden laut Computerbase erst dieses Jahr von der JEDEC festgelegt und die ersten finalen DDR5-Chips dürften erst im Jahr 2019 hergestellt werden. Die bisherigen Planungen von AMD und Intel sehen für ihre kommenden Prozessoren im Jahr 2019 aber laut aktuellen Roadmaps weiterhin DDR4 als Speicher vor.
Daher wird DDR5 wohl erst ab 2020 eine wirkliche Rolle spielen. Außerdem dürfte der neue Standard zumindest anfangs auch relativ teuer sein und noch nicht als DDR5-6400 angeboten werden.
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