Der Charakter James Bond ist ein Draufgänger, Frauenheld und gerade in den frühen Darstellungen das Klischee eines »echten Mannes« und dazu gehört nun mal volles Haar.
Damit konnte Sean Connery allerdings nicht dienen, da er bereits mit Anfang 20 an Haarausfall litt. Deswegen trägt er in jedem Film ein Toupet. Gefallen hat ihm das allerdings nicht.
007 braucht keinen Friseur
In einem Interview mit Barbara Walters im Jahr 1987 verrät der Schotte, dass er in jedem seiner James-Bond-Filme künstlerische Haare auf dem Kopf hat. Über seinen ersten Film 007 jagt Dr. No sagt er:
»Bei „Dr. No“ musste ich wegen der Rolle zwei Perücken tragen. Ich könnte niemals eine Perücke tragen, aber das ist eine persönliche Sache.«
Connery hat sogar einen sehr speziellen Grund, warum er Perücken nicht mag, und erklärt: »Wenn ich nicht arbeite, trage ich keine - selbst wenn ich arbeite. Das hat etwas mit der Resonanz der Stimme zu tun. Sie verschwindet, wenn man eine Perücke trägt. Und ich habe ständig das Gefühl, wenn ich rede und eine Perücke trage, dass der Klang irgendwie gedämpft ist.«
Zum Schluss scherzt er noch, dass er mit seinen Aussagen wohl der Perückenindustrie sehr geschadet hat, und fügt an, dass seine Abneigung nur eine persönliche Sache gewesen ist.
Ein grandioser Bond trotz Toupet
Sean Connery war der erste 007 und mimte den Geheimagenten in den ersten fünf Filmen: 007 jagt Dr. No (1962), Liebesgrüße aus Moskau (1963), Goldfinger (1964), Feuerball (1965) und Man lebt nur zweimal (1967).
Schaut man sich beispielsweise das Ranking der Bond-Filme von Rotten Tomatoes an, befinden sich auf den ersten drei Plätzen nur Connery-Filme.
Nachdem Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969) mit dem neuen Bond George Lazenby gefloppt war, lockte man Sean Connery mit der damals extrem hohen Gage von 1,25 Millionen US-Dollar erneut für Diamantenfieber (1971) zurück in den schwarzen Smoking.
Seinen letzten Auftritt als Bond hatte Sean Connery jedoch 1983 in Sag niemals nie, einer Neuverfilmung von Feuerball.
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