Steam-Hit packt Trick 17 aus und ich liebe es: Entwickler mit cleverem Schachzug, der ihnen jede Menge Ärger erspart haben könnte

Manchmal kann es eine gute Idee sein, eine Option erst gewisse eine Zeit nach Release eines Spiels zu veröffentlichen.

Keine schlechte Idee, was die Entwickler von Arc Raiders mit den Cinematic-Settings gemacht haben, sagt Tech-Autor Nils. Keine schlechte Idee, was die Entwickler von Arc Raiders mit den Cinematic-Settings gemacht haben, sagt Tech-Autor Nils.

Diskussionen über die (schlechte) Performance von PC-Spielen sind ein alter Bekannter.

Durch die – gelinde gesagt – nicht immer ganz reibungslose Etablierung der technisch fordernden Unreal Engine 5 und Faktoren wie das Upscaling und KI-generierte Bilder hat das Thema zuletzt aber meinem Eindruck nach stark Fahrt aufgenommen.

Arc Raiders zählt seit Wochen zu den meist gespielten Titeln auf Steam und hat in dem Zusammenhang nun einen meiner Meinung nach cleveren Schachzug unternommen: Die neuen höchsten Grafiksettings wurden erst jetzt per Patch ins Spiel integriert.

  • Wenn ein Spiel erscheint, ist es nur logisch, sich die Performance auch mit den höchsten Grafiksettings anzuschauen.
  • Das Problem dabei: Gerade die höchsten Stufen verbessern die Optik oft nur noch geringfügig, fordern aber gerne vergleichsweise viel Leistung.
  • Die Folge im schlechtesten Fall ist Ärger über hohe Hardware-Anforderungen, der vermeidbar gewesen wäre.

Ärger in dieser Form hat sich Arc Raiders möglicherweise auf eine gesunde Art und Weise erspart.

Video starten 1:12 Weihnachtliche Endzeit-Stimmung in Arc Raiders: Beim großen neuen Winter-Event lootet ihr gegen die Kälte an

Die Basis stimmt

Man muss dazu sagen, dass die Performance von Arc Raiders generell auf einem sehr guten Niveau liegt. So erreicht Kollegin Petra mit einer betagten RTX 3080 in WQHD auch auf der neuen höchsten Stufe immer noch sehr flüssige FPS-Werte zwischen 70 und 80 Bildern pro Sekunde.

Doch die Einstellungen fordern ihren Tribut: Laut dsogaming.com ist mit einem FPS-Verlust im Bereich von etwa 30 Prozent zu rechnen. Bei Petra liegt er eher im Bereich von 10 bis 20 Prozent.

Vor allem die Schattendarstellung verbessert sich durch die neuen Settings sichtbar, wie ihr auf dem folgenden Vergleichsbild sehen könnt. Achtet beispielsweise auf den kleinen Baum neben der Spielfigur oder den Schornstein im Hintergrund:

Epic Cinematic Epic Cinematic

In einem zweiten Vergleichsbild sticht die bessere Schattendarstellung nochmal schneller ins Auge.

Hier sind vor allem der Schatten des Zauns im Vordergrund und des Baums im Hintergrund relevant:

Epic Cinematic Epic Cinematic

Insgesamt werdet ihr optisch aber wohl nur geringe Unterschiede bemerken, die im eigentlichen Spielgeschehen in den Hintergrund rücken.

Die Option ist also nur ein Bonus für Spieler mit schneller Hardware und kein Must-Have.

Umso klüger finde ich es, sie erst eine gewisse Zeit nach Release des Spiels zu veröffentlichen.

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Eine große Verlockung verhindern

Ich bin selbst jemand, der erstmal alle Grafikeinstellungen auf Anschlag stellt, um ja nichts zu verpassen.

Doch ich weiß, dass das eine schlechte Angewohnheit ist, weil der FPS-Verlust die grafische Verbesserung auf den höchsten Stufen oft nicht wert ist.

Aber das ist nicht jedem bewusst und kann so zu unnötigem Frust führen. In gewisser Weise haben die Entwickler von Arc Raiders also manche Spieler vor sich selbst geschützt.

Das hier ist gleichzeitig kein Appell an alle Entwickler, die beste Optik künstlich zurückzuhalten. Und ein Spiel möglichst gut zu optimieren ist weiterhin sehr wichtig (und ein schwieriges, komplexes Unterfangen).

Doch da Arc Raiders so oder so eine gute Performance bei ausreichend schicker Optik zu bieten hat, finde ich ihre Herangehensweise sehr clever und sinnvoll.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr über die nachträglich hinzugefügten Cinematic-Settings von Arc Raiders denkt und ob ihr bereits eigene Erfahrungen im Hinblick auf Optik und Performance damit gemacht habt!

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