Erste Tests zeigen: Die schnellste Gaming-Grafikkarte der Welt hat gleich drei Besonderheiten, die sie von der Masse abheben, aber nicht nur positiv

Die Asus ROG Matrix Geforce RTX 5090 zeigt sich wenige Tage vor ihrem Verkaufsstart in ersten Tests. Drei Dinge fallen bei der 4.000-Euro-GPU auf.

Die sündhaft teure Asus ROG Matrix Geforce RTX 5090 zeigt sich in ersten Tests. Die sündhaft teure Asus ROG Matrix Geforce RTX 5090 zeigt sich in ersten Tests.

Vor wenigen Tagen hat Asus mit der »ROG Matrix Geforce RTX 5090« die schnellste Gaming-GPU der Welt vorgestellt. Anlass für diese auf 1.000 Einheiten limitierte Grafikkarte ist der 30. Geburtstag der hauseigenen GPU-Sparte.

Ab Anfang Dezember soll die ROG Matrix Geforce RTX 5090 im Handel erhältlich sein. Der Kostenpunkt: »läppische« 4.000 Euro. Vor dem Marktstart konnten erste Redaktionen und YouTuber sich die Luxus-GPU genauer ansehen und stellten dabei insgesamt drei Punkte fest, mit denen sich das Asus-Jubiläumsmodell vom restlichen Feld abhebt.

Video starten 1:17 4.000 US-Dollar für eine RTX 5090: Asus stellt besonderes Modell zum 30. Jubiläum vor

Asus darf selbst Nvidia-Grenzen sprengen

Die erste Besonderheit der ROG Matrix Geforce RTX 5090 zeigt sich bei unseren Kollegen von ComputerBase in der Leistungsaufnahme. Offiziell beschränkt Nvidia diese beim aktuellen Spitzenmodell eigentlich auf 600 Watt – für das Asus-Jubiläum macht man aber eine Ausnahme, denn die Matrix-GPU kann auf sündhafte 800 Watt zurückgreifen.

  • Selbst der in Verruf geratene 12V-2x6-Stecker schafft diese TDP nicht im Alleingang, ist der doch auf 600 Watt ausgelegt. Entsprechend wird für die volle Leistung der GC-HPWR-Stecker benötigt, der aktuell nur auf den proprietären ASUS-BTF-Mainboards zu finden ist.
  • Um ein solches Mainboard verwenden zu können, wird übrigens eine weitere proprietäre Asus-Lösung benötigt. Genauer gesagt: Auch das Gehäuse muss BTF-fähig sein, also die meisten Kabelanschlüsse auf die Rückseite wandern lassen.

Für Übertakter gibt es einige Gimmicks

Immerhin: Hat man die notwendigen Komponenten beisammen, schaltet die ROG Matrix Geforce RTX 5090 ihr wahres Potenzial frei, das sich insbesondere an Übertakter richtet. Dafür sorgt auch die zweite Besonderheit im Spiel:

  • Die »Memory-Defroster«-Technologie aktiviert sich automatisch bei Temperaturen um 0 Grad Celsius und stabilisiert den VRAM beim Flüssigstickstoff-Overclocking. Gleichzeitig wird die Stromverteilung durch eine Kupferschicht auf dem PCB optimiert.
  • Auf der Matrix-GPU selbst ist Flüssigmetall-Wärmeleitpaste zur Ableitung drauf. Asus kombiniert dies mit einer aus reinem Kupfer gefertigten Vapor-Chamber sowie vier statt der üblichen drei Lüfter mit neun statt sieben Blättern.
  • Die Kühlfinnen bestehen indes nicht aus Kupfer, sondern aus Aluminium – wohl auch, um ein wenig an Kosten einzusparen.

Dies erklärt der deutsche Tech-YouTuber Roman »der8auer« Hartung auf seinem Kanal, denn auch er durfte die ROG Matrix Geforce RTX 5090 vorab testen:

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Durch die zusätzliche Leistungsaufnahme kann die ROG Matrix Geforce RTX 5090 rund 10 Prozent mehr Leistung als eine »normale« RTX 5090 in der Founders Edition auf den Tisch bringen.

Allerdings erkaufen sich Käufer der Luxus-GPU dies mit der dritten und letzten Besonderheit: Im »P-Modus«, also gewissermaßen bei vollem Gaspedal, gibt es deutlich zu hörendes Spulenfiepen. Gemeint ist ein hochfrequentes, pfeifendes Geräusch, das entsteht, wenn die Spulen der Spannungsversorgung auf der Grafikkarte unter Last mechanisch vibrieren.

Immerhin zieht der Tech-YouTuber zur ROG Matrix Geforce RTX 5090 ein größtenteils positives Fazit: Sowohl das Design als auch die reine Performance können der8auer überzeugen. Minuspunkte gibt es indes für das Flüssigmetal, das bei Weitem nicht perfekt aufgetragen wurde.

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