Mietwagen: Überzeugter Nichtraucher muss 100 Euro Strafe zahlen, weil er 4 Mal innerhalb von 10 Minuten geraucht haben soll [Best of GameStar]

Ein Fall, der generelle Probleme mit den Rauchmeldern in Miles-Fahrzeugen nahelegt.

Genau das ist hier nicht passiert, aber gezahlt werden musste dafür trotzdem: das Rauchen im Auto. (Hintergrundbild: stock.adobe.com - thodonal) Genau das ist hier nicht passiert, aber gezahlt werden musste dafür trotzdem: das Rauchen im Auto. (Hintergrundbild: stock.adobe.com - thodonal)

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In Mietwagen gibt es meist ein striktes Rauchverbot. Das gilt auch für den Carsharing-Anbieter Miles Mobility mit Sitz in Berlin.

Zur Erkennung eines möglichen Rauchens werden in den entsprechenden Fahrzeugen oft Rauchmelder eingesetzt, in Bezug auf Miles vom Hersteller Bosch.

Doch bei dem Fall aus dem privaten Umfeld einer Webedia-Mitarbeiterin, um den es hier geht, hat der Rauchmelder gleich viermal falsch angeschlagen.

Die unangenehme Folge: Der Fahrer, der überzeugter Nichtraucher ist und dessen Name uns bekannt ist, musste 100 Euro Strafe zahlen. Ohne diese zusätzliche Gebühr hätte die Fahrt dagegen nur knapp vier Euro gekostet.

Die Abrechnung erfolgte über die gefahrenen Kilometer (hier waren es drei Kilometer).


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Die Reaktion von Miles

Der Fahrer hat sich an Miles gewendet und den Fall geschildert, jedoch ohne den erhofften Erfolg. Da Miles nicht bereit dazu war, die 100 Euro zurückzuüberweisen, hat er seine Mitgliedschaft gekündigt.

In der Begründung des Support-Mitarbeiters heißt es folgendermaßen:

Während deiner Miete hat einer [dieser] Detektoren eindeutig Rauch im Fahrzeug registriert [...]. Hierbei ist es nicht relevant, wer im Fahrzeug geraucht hat. Aus den genannten Gründen halten wir an der Forderung fest und hoffen auf dein Verständnis.

Dieses Verständnis hat der Fahrer nicht aufgebracht und das auch entsprechend gegenüber Miles geäußert.

Doch die Firma antwortete nur mit einer erneuten Betonung des Umstands, dass der Rauchmelder während der Fahrt ausgeschlagen hat, ergänzt um den Hinweis, dass Miles laut Mietbedinungen bevollmächtigt ist, entsprechende Kosten vom Konto einzuziehen.

Das Protokoll des Rauchmelders dazu sieht so aus:

Innerhalb von zehn Minuten ist es vier Mal zu klar erkennbaren Ausschlägen gekommen, wenn auch jeweils nur kurz. Innerhalb von zehn Minuten ist es vier Mal zu klar erkennbaren Ausschlägen gekommen, wenn auch jeweils nur kurz.

Der Rauchmelder soll dabei andere Partikel in der Luft (etwa von Deo) zuverlässig von Rauch durch Zigaretten-, E-Zigaretten und weitere Liquid- und Tabakverdampfer unterscheiden können.

Woher genau die auffällig kurzen Ausschläge im obigen Protokoll stammen, ist indes unklar.

Kein Einzelfall

Mit diesem Problem ist der Fahrer aus unserem Fall wohl nicht allein, wie die Bewertungsplattform Trustpilot nahelegt.

Dort finden sich immer wieder Stimmen, die sich über aus ihrer Sicht zu Unrecht abgebuchte Strafen für das Rauchen durch Miles Mobility beschweren.

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Im Zuge der Veröffentlichung dieses Artikels hat sich außerdem ein GameStar-Leser mit dem gleichen Problem an uns gewendet.

Sein Fall ist letztlich vor Gericht gelandet und hat ähnliche Reaktionen von Bosch und Miles wie in diesem Fall hervorgerufen: Sie verweisen jeweils auf die andere Partei zur Klärung weiterer Details.

Erneuter Ärger mit einem Miles-Fahrzeug wegen angeblichen Rauchens: Mietwagenkunde zieht vor Gericht

Die ausführliche Schilderung des zweiten Falls inklusive der Veröffentlichung fragwürdiger Sensormessungen und alle Details dazu findet ihr im oben verlinkten Artikel aus dem Oktober 2025.

Bereits im Zuge des ersten Falls aus diesem Artikel hatten wir Miles und Bosch kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten. Ihre (wenig erhellenden) Statements findet ihr auf der zweiten Seite.

Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr selbst schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht habt!

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Kommentare(116)
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