Awol Vision hat auf der IFA 2026 seinen neuen Flaggschiff-Projektor vorgestellt: den weltweit ersten 4K-Ultrakurzdistanzprojektor (auch bekannt als Laser-TV) mit 120 Hz und optischem Lens-Shift.
Dadurch ist das Bild nicht nur gestochen scharf und ultraflüssig, sondern lässt sich auch in Echtzeit an die Leinwand anpassen, ohne an Schärfe zu verlieren – was zum Beispiel bei einer neuen Einrichtung hilfreich ist.
Der LuxVision kommt im Oktober 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 6.000 Euro auf den Markt und ersetzt bei entsprechender Wandfläche einen klassischen Fernseher komplett durch eine bis zu 200 Zoll große Leinwand.
Nachdem ich das Gerät live auf der Messe gesehen habe, war für mich klar: Dafür gibt es unseren Tech-Star-Award – nicht zuletzt wegen zwei Features, die im Alltag einen Unterschied machen können.
Vier Bilder gleichzeitig – das hat mich am meisten begeistert
Über das 4-Kanal-HDMI-Multiview lassen sich bis zu vier Quellen gleichzeitig in beliebiger Kombination auf die Leinwand bringen. Selbst Bild-in-Bild ist möglich.
Ich könnte damit Mario Kart World auf der Switch 2 spielen, während mein Sohn nebenbei eine Folge »Peppa Wutz« schaut. Oder ich gucke YouTube, während ich nebenbei noch einen GameStar-Tech-Stream laufen lasse. Das Ganze auf der riesigen Leinwand ist enorm beeindruckend.
Der Laser-TV bietet drei HDMI-2.1-Anschlüsse und ein DisplayPort, was für Konsolen, PC und Streaming-Boxen gleichzeitig reicht, ohne ständig Kabel umzustecken.
Im Video seht ihr das Ganze in Aktion:
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Awol LuxVision: Videoinputs aus 4 Bildquellen gleichzeitig im Video
Warum sich der LuxVision auch für Gaming eignet
4K bei 120 Hz bedeutet, dass der LuxVision knapp eine Milliarde Pixel pro Sekunde verarbeitet, was schnelle Szenen scharf und flüssig darstellen soll – egal ob Rennspiel oder Shooter. Auf der Messe konnte ich zwar nicht spielen, aber hektische Ballwechsel eines NBA-Matches bestaunen.
Dazu kommt eine Eingabeverzögerung von nur 1 ms, ALLM schaltet den Low-Latency-Modus automatisch zu, sobald eine Konsole erkannt wird, und VRR synchronisiert die Bildwiederholrate mit der Framerate des Spiels, was Tearing vorbeugt. Diese Kombination mag bei TVs mittlerweile Standard sein, ist bei Laser-TVs aber immer noch eine absolute Besonderheit.
Die erwähnten Ports sorgen dafür, dass ihr zwischen euren Konsolen oder PCs hin und herschalten könnt. Auch euer NAS-System könnt ihr anstöpseln.
Optischer Lens-Shift: das eigentliche Highlight
Apropos Aufstellung: Bei den meisten Ultrakurzdistanzprojektoren steht und fällt das Bild mit der exakten Position des Geräts. Steht er auch nur leicht schief oder zu nah an der Wand, muss die digitale Bildkorrektur ran – und die kostet spürbar Schärfe.
Genau hier setzt der LuxVision an: Der vertikale Lens-Shift verschiebt per Knopfdruck tatsächlich die Linse selbst, statt das Bild nur digital zu verzerren. Awol Vision bewirbt ihn deshalb als weltweit ersten 4K-120-Hz-Ultrakurzdistanzprojektor mit optischem Lens-Shift.
Mir wurde das Ganze auf der IFA demonstriert: Ihr könnt das Bild exakt positionieren, ohne einen einzigen Pixel an nativer 4K-Schärfe zu verlieren. Das Projektionsverhältnis liegt übrigens bei 0,18:1. So werden aus kürzester Distanz bis zu 200 Zoll Bilddiagonale.
Im Video seht ihr die Bildanpassung via Fernbedienung:
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Awol LuxVision: Optische Linsenkorrektur im Video
Design zum Anpassen statt Einheitsbrei
Auch optisch ist der LuxVision kein austauschbarer schwarzer Kasten. Awol Vision hat sich von der Säulenoptik des Parthenon inspirieren lassen und daraus eine modulare Form gebaut, die sich mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächen an den jeweiligen Raum anpassen lässt.
Soweit ich das verstanden habe, könnt ihr euch bei der Bestellung für eine Front und ein Gehäusematerial entscheiden. Der Laser-TV wird dann extra für euch zusammengesetzt.
Dadurch könnt ihr das Design euren Vorlieben anpassen. Im folgenden Video könnt ihr einen Blick auf die Möglichkeiten erhaschen:
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AWOL LuxVision: Die Designanpassungen für das Gehäuse im Video
6.000 ISO-Lumen und trotzdem an Grenzen
Die Helligkeit von 6.000 ISO-Lumen, erzeugt durch RGB-Dreifachlaser, sind zwar nicht die höchsten auf dem Beamer-Markt, in Kombination mit 4K und 120 Hz setzt der LuxVision aber neue Maßstäbe im für den privaten Heimkinobereich.
Fair bleiben muss man aber bei der Einordnung: Für einen hell ausgeleuchteten Wohnraum am Tag reichen 6.000 Lumen nicht aus. Selbst in der hellen Messehalle war der Kontrast nicht so hoch, wie er es in einem abgedunkelten Heimkinoraum wäre.
Der Kontrast lässt zudem spürbar nach, sobald man ein, zwei Meter zur Seite tritt. Das beste Bild bekommt ihr direkt vor der Leinwand.
Zum Thema: Die beste Alternative zu großen Fernsehern sind solche, die gar keinen Bildschirm besitzen
Dennoch hat mich der Awol LuxVision beeindruckt. Gestochen scharf, flexibel nutzbar und optisch anpassbar – das ist ein geniales Gesamtpaket. Die 6.000 Euro sind zwar kein Pappenstiel, aber weniger, als ein vergleichbar großer Fernseher kosten würde. Das honorieren wir mit unserem Tech Star Award. Der LuxVision soll ab Oktober verfügbar sein.

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