»Du schaffst das, Natalie! Das sind maximal noch drei Kapitel, so viel länger kann es gar nicht sein! …. Hoffe ich …« Schon lange musste ich mich nicht mehr mit Rocky-Musik und positiven Affirmationen vor dem Badezimmerspiegel motivieren, ein Spiel weiterzuspielen. Dabei haben mich die ersten sieben Spielstunden von Beast of Reincarnation total umgehauen!
Ich habe mich auf Anhieb verknallt in die wunderschöne Postapokalypse, das spaßige und cool durchchoreografierte Kampfsystem und die vielversprechende Story. Aber kleiner Spoiler: Die rosarote Brille wurde mit jeder Spielstunde trüber, bis sie irgendwann zerbrach.
Weil sich Beast of Reincarnation schon mit seinen 13 Kapiteln plus Epilog zieht wie guter Gratin-Käse, schauen wir uns in meinem Test kurz und knapp an, was das Monster-Verklopp-Spiel fantastisch macht, wieso es dann ins Straucheln gerät – und für wen sich die rund 30 Spielstunden überhaupt lohnen.
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Beast of Reincarnation: Pokémon-Studio Game Freak wagt sich an sein erstes AAA-Spiel ganz ohne Taschenmonster
Eine wunderschöne Hülle
Im neuen Spiel der Pokémon-Macher tauche ich in die schönste Postapokalypse seit langem ein! Die Menschheit steht zwar am Rande des Aussterbens, doch die Erde sieht aus, als wäre sie aus einem Märchenbuch entsprungen. Wuchtige Bäume sprengen den alten Asphalt, knallige Blumen überwuchern die Ruinen des gefallenen Japans und grazile Kreaturen stolzieren majestätisch durch die dichten Wälder. Doch die malerische Idylle trügt: Genau diese atemberaubenden Biester verbreiten eine tödliche Seuche, die die Welt langsam, aber sicher ausrottet.
Mittendrin steckt Emma – eine von der Seuche gekennzeichnete Läuterin. Gemeinsam mit ihrem Hund Kuu (ja, ihr könnt ihn streicheln!) hat sie einen klaren Auftrag: In unterschiedliche Regionen reisen, die Gebiets-Bosse – die sogenannten Nushi – besiegen und ihre Seuche in sich aufnehmen, um die Region vom Verfall zu säubern. Das ultimative Ziel? Die ferne Hauptstadt erreichen und der geheimnisvollen Bestie der Wiedergeburt gegenübertreten.
In den ersten sieben Stunden sitze ich mit heruntergeklappter Kinnlade vor dem Bildschirm, schmachte dieses unverbrauchte Setting an – und meinen Finger nehme ich ohnehin gar nicht mehr von der Screenshot-Taste.
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