Foto überlistet Gesichtserkennung - Bei mehr als einem Drittel getesteter Smartphones

Eine niederländische Verbraucherorganisation hat die Sicherheit der Gesichtserkennung verschiedener Smartphones getestet. Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel ließ sich mit einem einfachen Portraitfoto aushebeln.

von Sara Petzold,
14.01.2019 18:47 Uhr

Apple ist mit den aktuellen iPhones einer der wenigen Hersteller, deren Gesichtserkennung die Tester nicht mit simplen Fotos überwinden konnten.Apple ist mit den aktuellen iPhones einer der wenigen Hersteller, deren Gesichtserkennung die Tester nicht mit simplen Fotos überwinden konnten.

Wer derzeit ein Smartphone von Sony oder Nokia besitzt und dieses für gewöhnlich mithilfe der Gesichtserkennung entsperrt, sollte sich lieber nach einer anderen Sicherungsmethode umsehen. Denn wie Heise berichtet, lassen sich die Face-Lock-Systeme der beiden Hersteller ganz einfach mit einem Portraitfoto des Besitzers umgehen.

Die niederländische Verbraucherschutzorganisation Consumentenbond testete insgesamt 110 Smartphones auf die Sicherheit ihrer Gesichtserkennungsmechanismen. 42 Geräte fielen durch, allerdings hat Consumentenbond einige Modelle in unterschiedlichen Speicherausführungen in die Liste aufgenommen.

Sony und Nokia fallen durch, Samsung und Huawei teils sicher

Während die Tester die Gesichtserkennung bei allen getesteten Sony- und Nokia-Smartphones mithilfe eines Fotos überlisten konnten, hing der Erfolg im Test bei anderen Herstellern vom jeweiligen Modell ab. Das Huawei P20 und das Samsung Galaxy A8 beispielsweise fielen durch, während das Huawei Mate 20 und das Samsung Galaxy A9 sich nicht knacken ließen. Drei getestete LG-Geräte bestanden den Test erst, sobald die Nutzer eine sicherere Variante der Gesichtsentsperrung aktiviert hatten.

Neben Wiko, Oppo und OnePlus ging Apple mit dem iPhone als einziger Hersteller unbeschadet aus dem Test hervor, allerdings sind in der Liste von Consumentenbond lediglich die aktuellen Modelle iPhone XS, XS Max und XR gelistet. Sicherheitsforscher empfehlen wegen der mangelnden Sicherheit der Entsperrung von Smartphones per Gesichtserkennung weiterhin den Gebrauch von Passwörtern und PINs.

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