Was braucht man schon, wenn man am Schreibtisch sitzt?
- Maus und Tastatur
- Einen oder zwei gute Monitore
- Einen ergonomischen Schreibtischstuhl
Diese Liste würde ich noch um eine ordentliche Lampe erweitern – und damit meine ich keine popelige Schreibtischlampe.
Die Screenbar Halo 2 von BenQ klemmt ihr einfach an den Monitor und habt sofort besseres Licht – sowohl auf dem Schreibtisch als auch in der Umgebung.
Das kostet 180 Euro, aber nach 6 Monaten im Betrieb kann ich euch versichern, dass die Leuchte jeden Cent wert ist.
Transparenzhinweis: BenQ hat mir die Screenbar Halo 2 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
BenQ Screenbar Halo 2: Verarbeitung und Installation
Ihr habt es bereits rausgelesen: Mein größtes Manko mit der Bildschirmlampe ist der Preis; 180 Euro sind kein Pappenstiel.
Hier kommt die gute Nachricht: Die Optik und Haptik dürften einen Großteil des Preises ausmachen.
- Sowohl bei Lampe als auch Fernbedienung kommt Aluminium zum Einsatz.
- Genau so bei der Fernbedienung: ein schwerer, modern aussehender Puck, den ich schlichtweg gerne angefasst habe.
Die Optik ist recht utilitaristisch, sprich: zweckorientiert. Dunkles Grau und Schwarz dominieren, das Aussehen von sowohl Puck als auch Lampe sind funktional und weniger stylisch. Das ist kein Negativpunkt, aber die Lampe dürfte sich nicht in jedes Schreibtischdesign einfügen.
Die Installation ist extrem simpel. Man muss lediglich die Lampe auf den oberen Rand des Monitors setzen. Durch ein zuschnappendes Scharnier klemmt sich die Leuchte hinten ans Chassis. Dadurch, dass sich das meiste Gewicht an der Schnappvorrichtung befindet, steht (oder sitzt) die Screenbar wie eine Eins.
Erwähnt sei an dieser Stelle, dass ich mein Testgerät an einem wenige Millimeter dünnen OLED-TV angebracht habe. Das ist sicherlich eine absolute Ausnahme, aber obwohl die Leuchte ein wenig gewackelt hat, konnte ich sie einwandfrei verwenden.
In der Bildergalerie oben seht ihr jeweils die beiden Lichtquellen (vorne und hinten) sowie ein Bild, wie die Screenbar Halo 2 an meinem Schreibtisch aussieht.
- Das Vorderlicht dient logischerweise dazu, beim Tippen auf der Tastatur besser zu sehen. Hier gibt’s keine Überraschungen, das ist ein echter Zugewinn im Vergleich zu einer normalen Schreibtischlampe.
- Das Rücklicht strahlt gegen die Wand und schafft ein gemütlicheres Umgebungslicht. Das funktioniert ähnlich wie Ambilight, nur punktierter. Da man beide Lichter unabhängig voneinander steuern kann, dient das Rücklicht als passive Lichtquelle, auch, wenn man nicht am Schreibtisch sitzt.
Mein persönliches Highlight ist die Steuerung. Die Fernbedienung ist ein kleiner Puck mit Touchbedienung und einem Drehrad. Im Video nachstehend zeige und erkläre ich euch im Detail, wie sie funktioniert.
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BenQ Screenbar Halo 2: Eine ausführliche Demonstration der Bedienung
Für die, die das Video nicht schauen möchten oder können, erkläre ich die Funktionen in aller Kürze schriftlich.
- Ein- und ausschalten
- Automatische Erkennung, ob ich vor dem Display bin.
- Automatische Anpassung des Lichts an die Umgebung
- Favorisierte Einstellung
- Wechsel zwischen Vorder- und Rücklicht
- Helligkeit einstellen
- Lichttemperatur einstellen (zwischen 4.000 und 6.500 Kelvin)
Über das Rad lässt sich dann in Prozentangaben granular einstellen, wie hell oder wie warm/kühl das Licht sein soll.
BenQ Screenbar Halo 2: Was bringt sie?
In erster Linie natürlich, dass ich besser sehe. Ich arbeite auf einem 48-Zoll-TV mit Ambilight, was im Grunde eine Displayleuchte die Screenbar Halo 2 obsolet machen sollte.
Falsch gedacht.
Obwohl ich es gewohnt bin, genug auf der Tastatur zu sehen, und ein indirektes Licht zu haben, hat die Screenbar mein Arbeiten und Spielen am PC noch einmal maßgeblich verbessert.
Zwei Erkenntnisse hatte ich darüber hinaus:
- Durch das passive, warme Licht ist der Platz an meinem Schreibtisch schlichtweg gemütlicher. Ja, im Dunkeln ist gut munkeln, aber warmes Licht von oben will ich nicht mehr missen; es macht das Arbeiten einfach angenehmer.
- Ich kann länger ohne Anstrengung auf den Bildschirm schauen. Mein Displaybild ist ohnehin warm eingestellt, durch das zusätzliche Licht von oben und hinten werden meine Augen nicht so schnell müde.
Ja, klar, es handelt sich hier nur um Licht, aber das macht am Ende des Tages viel aus, vor allem bei Menschen wie mir, die täglich stundenlang in deinen Bildschirm schauen. Ob man dafür 180 Euro ausgeben will, steht freilich auf einem anderen Blatt.
So habe ich getestet
Die BenQ Halo Screenbar 2 stand rund ein halbes Jahr auf meinem Schreibtisch.
Spezifikationen
- Farbwiedergabe: CRI Ra ≥95 (Frontlicht)
- Farbtreue: Rf ≥96 (Frontlicht)
- Maximale Beleuchtungsstärke: Über 1.000 Lux (bei 50 cm Abstand)
- Ausleuchtungsfläche: 85 x 50 cm bei 500 Lux
- Farbtemperatur: Warm- bis Kaltweiß
- Stromversorgung: USB Type-C (5 V / max. 3 A)
- Leistungsaufnahme: Maximal 15 Watt
- Bedienung: Kabelloser Controller mit integriertem Akku (USB-C)
- Abmessungen (Lichtleiste): 50 x 14,3 x 10,9 cm
- Abmessungen (Controller): 7,4 x 7,4 x 3,95 cm
- Gewicht: 0,8 kg
- USB-Kabellänge: 150 cm
- Material: Aluminiumlegierung und PC-/ABS-Kunststoff
- Farbe: Dunkelgrau
Preis und Verfügbarkeit
Ihr könnt die Screenbar Halo 2 für rund 180 Euro online oder im Fachhandel kaufen.
Die Screenbar Halo 2 ist für euch, wenn …
- … euch eine schnöde Schreibtischlampe nicht genügend Licht spendet.
- … ihr euren Schreibtisch für angenehmeres Arbeiten und Spielen ausleuchten möchtet.
- … ihr die Atmosphäre am Schreibtisch angenehmer gestalten wollt.
Mögliche Alternativen zur Screenbar Halo 2:
- Mi Lightbar (Amazon): Optisch und in der Funktionsweise ist die Version von Xiaomi recht ähnlich (sogar der Controller ist ein Puck), allerdings müsst ihr mit weniger Einstellungen klarkommen. Kostenpunkt: 64 Euro.
- ASUS ROG Aura Monitor Light Bar ALB01 (Amazon): Auch ein waschechter Gaming-Hardware-Hersteller hat eine Lichtleiste im Programm. Mit 133 Euro ist die günstiger und kommt, natürlich, mit RGB-Beleuchtung, stellt sich bei jedem Start aber wohl auf Werkseinstellung zurück.
Ich kann Beleuchtung am Schreibtisch oder hinter dem Display nur empfehlen. Meine Zehen hatte ich mit einem Ambilight-OLED-TV als Monitor schon ins Wasser getaucht, dass die Screenbar Halo 2 das Erlebnis aber noch mal spürbar anhebt, hätte ich nicht gedacht.
Beim Arbeiten bin ich dank des hellen Lichts konzentrierter, beim Spielen und Lümmeln ist’s schlichtweg gemütlicher. Ob man die 180 Euro dafür ausgeben möchte, ist freilich jedem selbst überlassen, die Flexibilität der Leuchte hat mich jedenfalls überzeugt.

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