In den nächsten Tagen wird das Honor Magic V6 zurückgesetzt und geht an den Hersteller zurück.
Inzwischen Routine.
Der Abschied von dem Smartphone wiegt aber besonders schwer. Denn ich halte das neueste Foldable aus drei Gründen überaus gerne in meinen Händen:
- Die Verarbeitung ist absolute Spitzenklasse! Mit der texturierten Rückseite aus Kunstleder wirkt das Magic V6 wie ein Luxus-Accessoire.
- Zugeklappt liegt das Gerät wunderbar in der Hand. Das Display hat mit 6,52 Zoll eine angenehme Größe, die Ränder sind schmal und es schließt gut zum Gehäuse ab.
- Auch wenn Honor in puncto UI bei Apple abspickt: Die Software ist intuitiv, übersichtlich und bietet viele praktische Optionen für Multitasking.
Der Test zeigt, was außerdem für das Honor Magic V6 spricht und wo die Fallstricke liegen.
Transparenzhinweis: Honor hat mir das Magic V6 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Lieferumfang
Der Lieferumfang meines Honor-Magic-V6-Bundles fällt etwas großzügiger aus. Neben dem Handy liegen dem schicken Karton folgende Zubehörteile bei:
- USB-C-Kabel (USB-C auf USB-C)
- eine Schutzhülle mit identisch texturierter Rückseite und Standfuß
- SIM-Werkzeug
- eine Kurzanleitung.
Leider ist keine Schutzfolie auf dem Außendisplay angebracht. Ebenfalls verzichtet der Hersteller (wie viele andere auch) auf ein Netzteil.
Das Smartphone kann mit bis zu 80 Watt kabelgebunden sowie mit bis zu 67 Watt kabellos geladen werden. Hierfür ist natürlich ein leistungsstarkes Ladegerät (von Honor) erforderlich.
Inhaltsverzeichnis
Spezifikationen und Preise
| Kategorie | Spezifikation |
|---|---|
| Design | Farben: Gold, Rot, Weiß, Schwarz |
| Gewicht: 219 g (Weiß), 224 g (Schwarz, Gold, Rot) | |
| Dicke: 8,75 mm zugeklappt (Weiß), 9,0 mm (Schwarz, Gold, Rot) | |
| Schutzklasse: IP68 & IP69 | |
| Maße | Höhe: 156,7 mm |
| Breite: 145,6 mm (aufgeklappt) / 74,5 mm (zugeklappt) | |
| Tiefe aufgeklappt: 4,0 mm (Weiß) / 4,1 mm (andere Farben) | |
| Tiefe zugeklappt: 8,75 mm (Weiß) / 9,0 mm (andere Farben) | |
| Akku | Kapazität: 6.660 mAh (typisch), 6.510 mAh (nominal) |
| Technologie: HONOR Silicon-Carbon Battery | |
| Laden | Kabelgebunden: 80 Watt HONOR SuperCharge |
| Kabellos: 66 Watt HONOR SuperCharge | |
| Kabellose Rückladung: ja | |
| Prozessor & Speicher | Chipsatz: Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| RAM/ROM: 16 GB + 512 GB | |
| Display Innen | Größe: 7,95 Zoll, LTPO |
| Bildwiederholrate: 1–120 Hz | |
| Helligkeit: bis 5.000 Nits | |
| Auflösung: 2352 x 2172 Pixel (403 PPI) | |
| Farbraum: 1,07 Mrd. Farben, 100% DCI-P3 | |
| Stylus-Support: ja (Honor Magic-Pen, separat) | |
| Display Außen | Größe: 6,52 Zoll, LTPO |
| Bildwiederholrate: 1–120 Hz | |
| Helligkeit: bis 6.000 Nits | |
| Auflösung: 2420 x 1080 Pixel (406 PPI) | |
| Farbraum: 1,07 Mrd. Farben, 100% DCI-P3 | |
| Hauptkamera | 50 MP, f/1,6, 23 mm, OIS |
| Periskop-Tele | 64 MP, f/2,5, 1/2 Zoll, OIS |
| Ultraweitwinkel | 50 MP, f/2,2 |
| Frontkameras | 2x 20 MP (Innen & Außen), f/2,2 |
| Video | bis 4K (3840x2160 px), Front & Rück |
| Konnektivität | Bluetooth 6.0 (BLE, SBC, AAC, LDAC) |
| USB-C, USB 3.2 Gen1 | |
| WiFi 7 (802.11 a/b/g/n/ac/ax/be) | |
| NFC | |
| Netzwerk | 5G/4G/3G/2G, Dual-SIM + eSIM |
| Betriebssystem | MagicOS 10 auf Android 16 |
| Audio | Symmetrische Stereo-Lautsprecher |
| 24-bit HDR 3-Mic Stereo-Aufnahme | |
| Preis | Bis Ende Juli: 1.700 Euro |
So habe ich getestet
Ich habe das Honor Magic V6 drei Wochen lang als meinen täglichen Begleiter inklusive eSIM verwendet. Damit habe ich das Gerät fest in meinen Alltag integriert. Zur Messung der CPU-, GPU- und Akkuleistung habe ich diverse Benchmark-Programme genutzt. Die Ergebnisse findet ihr weiter unten im Text unter »Prozessor und Speicher«.
Design und Verarbeitung
Der Rahmen des Magic V6 besteht aus verstärktem Aluminium. In Kombination mit der texturierten Kunstleder-Rückseite macht das Handy einen extrem edlen Eindruck – ich möchte es nicht mehr aus der Hand geben. Alternativ gibt es weitere Modelle mit einer Glasrückseite.
Das Scharnier besteht aus »Honor Super Steel«. Laut Hersteller soll es mindestens 500.000 Faltvorgänge überstehen. Mein Eindruck bleibt gleich, ganz egal ob das Smartphone zugeklappt oder aufgeklappt ist: Es wirkt sehr stabil, nichts klappert oder wackelt auffällig. Das ist besonders beeindruckend, da es aufgeklappt nur 4,1 Millimeter dick ist.
Die rote Rückseite gefällt mir besonders gut. Trotz des üppigen Kameraelements ist das Smartphone erstaunlich kompakt für ein Foldable. (Bilder: Patrick S./GameStar Tech)
Zugeklappt erreicht es eine Dicke von 9,0 Millimetern und bleibt damit nur knapp hinter dem iPhone 17 Pro Max mit 8,75 Millimetern zurück. Mit seinem Gewicht von 224 Gramm ist es aber leichter als das Apple-Smartphone.
Unterm Strich ist das Foldable in puncto Verarbeitung, Optik und Handling ein Vorzeigemodell.
Abgerundet wird das Gesamtpaket durch die IP69-Zertifizierung. Damit ist das Falt-Smartphone gegen Staub und Dampfstrahlwasser geschützt. Lediglich der große Kamerablock auf der Rückseite dürfte einigen negativ auffallen.
Dafür liegt das Smartphone fast wackelfrei auf dem Tisch.
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Display
Außen schaut ihr auf ein 6,52 Zoll großes LTPO-Display mit einer dynamischen Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz. Die Auflösung beträgt 2.420 x 1.080 Pixel (406 ppi). Laut Hersteller erreicht der Bildschirm eine maximale Helligkeit von 6.000 Nits.
Dies betrifft die lokale Spitzenhelligkeit im HDR-Modus, bei dem nur kleine Teile des Bildschirms hell aufleuchten.
Dennoch ist das Display schön scharf und bietet eine hervorragende Bildqualität, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung. Besonders gut gefallen mir die vergleichsweise dünnen Displayränder und die Nähe des Displays zum Scharnier. Dadurch wirkt es wie ein stinknormales Smartphone.
Das Innendisplay weist hingegen deutlich dickere Ränder auf und kommt auf eine Größe von 7,95 Zoll. Dank LTPO-Technik bietet es ebenfalls eine adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz.
Die Auflösung beträgt 2352 x 2172 Pixel (bei 403 ppi). Ebenso wie das Außendisplay unterstützt es laut Hersteller zu 100 Prozent den DCI-P3-Farbraum.
Wie sieht es mit der Falte aus? Schaut ihr von vorne auf das große Innendisplay, wird der Falz kaschiert. Von der Seite ist dieser allerdings nach wie vor deutlich erkennbar. Streicht ihr mit dem Finger über die Falte, werdet ihr sie zudem subtil wahrnehmen.
Prozessor und Speicher
Im Inneren des Magic V6 kommt der leistungsstarke Snapdragon 8 Elite Gen 5 zum Einsatz, dem 16 GB RAM und 512 GB interner UFS-4.1-Speicher zur Seite stehen.
In meinen Benchmark-Messungen erreicht das Magic V6 folgende Ergebnisse:
- Geekbench 6 Single Core: 3.479 Punkte
- Geekbench 6 Multi Core: 9.615 Punkte
- AnTuTu: 3.141.925 Punkte
In den reinen CPU-Benchmarks ordnet sich das Foldable hinter dem S26 Ultra (Single-Core) und dem Fold7 (Multi-Core) ein.
Geekbench CPU Single Core
Honor Magic V6
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Bei der Gesamtperformance macht das Honor Magic V6 eine solide Figur. Hier spielen unter anderem auch die Grafikeinheit, der Arbeitsspeicher und der Gerätespeicher eine Rolle. Das Gerät ordnet sich unterhalb des Poco F8 Pro ein, erreicht aber nicht die Performance der Top-Smartphones wie dem S26 Ultra, dem Honor Magic 8 Pro oder dem Redmagic 11 Pro.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Im Alltag werdet ihr das Smartphone trotzdem nur schwer an seine Grenzen bringen. Alles läuft völlig reibungslos, selbst grafikintensive Spiele wie »Where Winds Meet« stellen für das Gerät kein Problem dar.
Bei längeren Sessions wird das Gerät deutlich wärmer, driftet dabei allerdings nicht ins Unangenehme ab. Wenn ihr also ein Foldable zum Spielen sucht, wird euch das Magic V6 nicht enttäuschen.
Akkulaufzeit
Mit Hinblick auf die Akkulaufzeit zeigt sich, dass ein größerer Akku nicht gleich mehr Laufzeit bedeutet. Im Benchmark kommt das Gerät gerade einmal auf »schmale« 17:13 Stunden, wenn ihr nur das Außendisplay nutzt.
Verwendet ihr theoretisch hingegen nur das Innendisplay sinkt die Laufzeit logischerweise drastisch und das Gerät kommt auf 11:17 Stunden.
PCMark Akku-Benchmark
Honor Magic V6
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Zumindest beim Außendisplay habe ich mir etwas mehr erhofft. Immerhin verbaut Honor einen stolzen Akku mit 6.660 mAh. Soweit zu den Zahlen. Im Alltag komme ich problemlos durch den Tag. Meistens habe ich das Handy erst am zweiten Tag gegen Nachmittag oder Abend wieder an die Steckdose gehängt.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Freude spendet zudem das Schnellladen mit bis zu 80 Watt. Vorausgesetzt, ihr verwendet ein entsprechend zertifiziertes Netzteil des Herstellers.
Kamera
Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zum Vorgänger müsst ihr die Änderungen am Kamera-Setup mit der Lupe suchen. Seid ihr besonders spitzfindig, sticht euch vermutlich ein einziges Detail ins Auge.
Honor hat offenbar bei der Ultraweitwinkelkamera ein kleines Downgrade zum Vorgänger vorgenommen. Statt mit einer Blende von f/2.0 kommt sie beim Magic V6 nur noch auf f/2.2.
Theoretisch schießt ihr mit dem Vorgängermodell also minimal hellere Bilder mit weniger Rauschen als mit dem Magic V6. In der Praxis dürfte das jedoch kaum ins Gewicht fallen, wenngleich die Änderung einige Fragezeichen aufwirft.
Ähnlich wenig hat sich am üppigen Kameraelement auf der Rückseite getan. Dahinter verstecken sich neben der Ultraweitwinkelkamera auch die Haupt- sowie die Telekamera:
- Hauptkamera: 50 Megapixel, f/1.6, 23 mm, optischer Bildstabilisator
- Periskopkamera: 64 Megapixel, Blende f/2.5, 1/2 Zoll, optischer Bildstabilisator
Und jetzt komme ich endlich zur guten Nachricht: Das Kamerasetup liefert in der Summe schöne Bilder und ist dank seiner drei Linsen sehr flexibel.
Wie beim Vorgänger sind die Aufnahmen der Hauptkamera scharf, kontrastreich und detailreich, wenn die Lichtverhältnisse stimmen. Hier gibt es nichts zu bemängeln, aber auch nichts außerordentlich zu bejubeln.
Besonders schön finde ich, dass ich in den Einstellungen zwischen mehreren Brennweiten wählen und so fest mit 28 Millimetern fotografieren kann. Zudem landen die RAW-Fotos jetzt endlich direkt in der Foto-App des Smartphones. Letztes Jahr musste ich sie noch aus dem DCIM-Ordner fischen.
Die Periskopkamera ist mit ihrem 1/2-Zoll-Sensor eine gute Telekamera, mit der ansehnliche Bilder gelingen. Im Alltag eignet sie sich besonders gut für Schnappschüsse aus der Ferne und für auch für Kleintiere. Im Vergleich zu den anderen beiden Kameras wirken die Farben etwas knalliger, was mir aber gefällt.
Die Ultraweitwinkelkamera ist in meinen Augen das schwächste Glied in der Dreierkette. Die Fotos wirken auf mich blasser und weniger kontrastreich.
Zu den Seiten hin verlieren sie an Schärfe, was bei Smartphone-Linsen aber keineswegs ungewöhnlich ist. Bei wenig Licht macht sich das schwächere Objektiv besonders bemerkbar – hier leisten die anderen beiden Linsen den besseren Job.
Bei den Selfie-Kameras gibt es ebenfalls keine nennenswerten Änderungen. Nach wie vor verbaut der Hersteller zwei Kameras (außen und innen) mit jeweils 20 Megapixeln. Beide liefern die typischen Selfiebilder mit leicht weichgezeichneten Gesichtern.
In puncto Videoaufnahmen stehen euch 4K bei bis zu 60 FPS zur Verfügung. Das Magic V6 kann Slow-Motion in 1080p bei bis zu 240 FPS aufnehmen.
Lautsprecher und Konnektivität
Honor hat in seinem Foldable Stereo-Lautsprecher verbaut, die bei mittlerer Lautstärke sehr warm, voluminös und satt klingen. Dreht ihr die Lautstärke allerdings auf, ändert sich das schlagartig: Der Sound driftet ins Verzerrte und Zischelige ab.
Für YouTube-Videos beim Frühstück oder eine Podcast-Folge in gemütlicher Atmosphäre sind die Lautsprecher jedoch ausreichend. Beim Spielen würde ich Kopfhörer verwenden.
Via Bluetooth 6.0 (mit BLE, SBC, AAC und LDAC) könnt ihr das Smartphone mit anderen Lautsprechern, In-Ears und Ähnlichem verbinden. Ohnehin ist das Gerät in puncto Konnektivität sehr gut aufgestellt und entsprechend State of the Art.
- 5G
- WiFi 7
- NFC
- USB 3.2 Gen1
- Dual-SIM mit eSim-Support
- Honor RD Enhanced Chip C1 (für Funkverbindung)
Betriebssystem und Updates
Das Honor Magic V6 wird mit MagicOS 10 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Der Hersteller orientiert sich hier an Apple und verleiht seiner Benutzeroberfläche einen vom »Liquid Glass«-Design inspirierten Look. Überraschenderweise sagt mir dieser Stil ziemlich zu.
Die Schaltflächen heben sich gut vom Hintergrund ab und das Design zieht sich glücklicherweise nicht durch das gesamte Betriebssystem – ihr findet es vorrangig bei den Schnelleinstellungen und den Benachrichtigungen. Wer absolut keine Lust darauf hat, kann diesen Transparenzmodus in den Einstellungen auch komplett deaktivieren.
Soweit zur Optik. Abseits der Oberfläche stecken im Betriebssystem jede Menge clevere Funktionen. Besonders praktisch im Alltag ist die Seitenleiste für favorisierte Apps.
Damit greife ich blitzschnell auf den Taschenrechner oder andere Anwendungen zu und ziehe sie bei Bedarf direkt auf den Bildschirm. Die Apps landen dann entweder als schwebendes Fenster im Vordergrund, füllen den gesamten Screen oder teilen sich den Platz.
Bis zu drei Apps lassen sich so flexibel neben- oder untereinander platzieren, in der Größe anpassen und austauschen. Clou an der Sache: Diese App-Gruppe lässt sich direkt in der unteren Taskleiste abspeichern.
Ich kann das Multitasking-Gespann also jederzeit schließen und später mit einem Klick genau dort weitermachen, wo ich aufgehört habe, ohne das Fenstermanagement von vorn beginnen zu müssen. Genau das macht den Vorteil von Foldables aus!
In Sachen Multitasking darf Magic Portal nicht unerwähnt bleiben. Anstatt Texte umständlich zu kopieren, die App zu wechseln und den Inhalt dort wieder einzufügen, reicht hier eine einfache Wischgeste.
Ich markiere beispielsweise eine Adresse in einer Mail oder ein Bild im Browser und ziehe es an den Bildschirmrand. Das System schlägt mir daraufhin die passenden Apps am Rand vor, etwa Google Maps für eine Routenplanung oder die Notizen-App bei Texten.
So wandern Inhalte schnell und intuitiv mit einer fließenden Bewegung von A nach B.
Zu kritisieren an der Software von Honor bleibt die vorinstallierte Bloatware. Nach der Ersteinrichtung musste ich zunächst einige Minuten damit verbringen, kräftig auszumisten.
Weitere KI-Features in Hülle und Fülle
Wie für Smartphones im Jahr 2026 üblich, setzt Honor im Bereich der KI-Features große Geschütze ein. Dazu gehören unter anderem:
- Magischer Text: Extrahiert Text aus Bildern.
- Untertitel: Transkription und Übersetzung von Medienaudio und Gesprächen in Echtzeit. Eine ähnliche Funktion gibt es auch für Anrufe.
- Schreibfunktionen: Die KI greift bei Überarbeitung, Schreiben und Lesen von Texten unter die Arme.
- KI-Radierer: Damit lassen sich wie bei Apple, Google und Samsung einzelne Elemente aus Bildern entfernen.
- AI Deepfake- und Betrugserkennung: Ein Sicherheits-Feature, das bei eingehenden Video- und Sprachanrufen im Hintergrund läuft. Die KI analysiert demnach Stimmen und Bildmaterial in Echtzeit, um vor manipulierten Deepfakes oder bekannten Mustern des Telefonbetrugs zu warnen.
Apple Interconnection und Standby-Modus
Abschließend möchte ich noch zwei weitere praktische Funktionen erwähnen.
Mit Honor Workspace könnt ihr den Bildschirm schnell und einfach mit dem Mac teilen und erweitern. Bei Bedarf könnt ihr auch auf Dateien des Smartphones zugreifen. Einmal eingerichtet, funktioniert das äußerst einfach.
- Ruft dazu die Schnelleinstellungen des Smartphones auf und wählt eines der Geräte aus.
- Im Magic Ring schließlich die jeweilige Aktion und das Zielgerät auswählen. Fertig.
Jetzt könnt ihr Fotos, Videos und andere Dateien vom Smartphone auf den Mac kopieren – ganz ohne Kabel oder andere Hilfsapps.
Weniger praktisch, aber ähnlich clever ist der Standby-Modus. Wenn ich das Gerät im 90-Grad-Winkel auf den Tisch lege, zeigt das Display Informationen wie Uhrzeit, Datum, Wochentag oder Kalendersprüche an.
Updates
Honor garantiert ab den Modellen aus dem Jahr 2025 sieben Jahre lang sowohl Android-Versions-Updates als auch Sicherheitsupdates.
Wenn ihr das Honor Magic V6 kauft, werdet ihr bis 2033 mit neuen Updates versorgt.
Für wen lohnt sich das Honor Magic V6?
Das Honor Magic V6 lohnt sich für euch, wenn ihr …
- … eines der besten Foldables auf den Markt haben wollt.
- … bei Falt-Smartphones viel Wert auf das äußere Display legt.
- … von Multitasking-Features nicht genug bekommt.
- … hohe Kosten für ein Smartphone nicht scheut.
Das Honor Magic V6 lohnt sich nicht für euch, wenn ihr …
- … für das Geld auch mit die beste Kamera auf den Markt erwartet.
- … den Falz in der Mitte einfach nicht ertragen könnt.
- … einen großen Sprung zum Vorgänger erwartet.
- … ein Betriebssystem scheut, das an iOS erinnert.
Mögliche Alternativen zum Honor Magic V6
- Galaxy Z Fold7: Samsungs Foldable aus dem letzten Jahr ist nach wie vor eine gute Wahl. Zwar erreicht das Gerät nicht die beeindruckende Dicke des Magic V6, in vielen Belangen kann es aber problemlos mithalten.
- Pixel 10 Pro Fold: Zwar erreicht Googles faltbares Smartphone nicht die Dicke und Leistung des Z Fold7 oder Magic V6, dafür kommt es aber mit den praktischen Google-Features an Bord. Wenn ihr auf der Suche nach einem Falt-Handy seid, solltet ihr euch das Pixel 10 Pro Fold unbedingt näher anschauen.
- Honor Magic V5: Wie im Text erwähnt, sind die Unterschiede zum Vorgänger stellenweise marginal. Wenn ihr nicht zwingend das neueste Smartphone braucht, könnt ihr bedenkenlos zum Vorgängermodell greifen und dabei noch Geld sparen.
Fazit
Das Honor Magic V6 ist das Foldable, an dem sich die Konkurrenz im Jahr 2026 messen muss. Das teure Smartphone besticht durch seine hochwertige Verarbeitung, den idealen Formfaktor, die cleveren Softwarefunktionen und die zeitgemäße Leistung.
Die Kamera ist für ein Falt-Smartphone zwar sehr gut, der Hersteller hat aber leider keine nennenswerten Änderungen im Vergleich zum Vorgänger umgesetzt. Wenn ihr bereit seid, aktuell 1.700 Euro auszugeben, werdet ihr lange Freude an dem Gerät haben.






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