Ich habe schon etliche Gaming-Mäuse getestet. Nur wenige schaffen es noch, echte Begeisterung in mir hervorzurufen. Die BenQ Zowie FK2-DW ist eine davon.
Das liegt vor allem an der gelungenen Verschmelzung aus Einfachheit und Funktionalität. Je nachdem, wo die persönlichen Vorlieben liegen, könnten manche sich aber an einzelnen Aspekten der Maus stören. Ich zeige euch, welche das sind und für wen die Zowie FK2-DW dennoch eine gute Wahl sein kann.
Transparenzhinweis: BenQ hat mir die Zowie FK2-DW für den Test kostenfrei als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Eine zuverlässige, unkomplizierte Partnerin
Wie schon bei der Zowie U2 (Test) können sowohl DPI als auch Hertz und Verbindung auf der Unterseite der Maus per Taste und Umschalter eingestellt werden. Wir brauchen keine Software, kein Konto, einfach nur die Maus. Und das ist großartig. Bei vielen anderen Herstellern ist ein gegensätzlicher Trend zu beobachten. Kaum etwas lässt sich überhaupt noch vollkommen frei von einer Software einstellen.
1:53
Um die perfekte ESport-Maus zu entwickeln, hat ZOWIE mit Sportwissenschaftlern zusammengearbeitet
Anders als bei der Zowie U2 hat die FK2-DW etwas mehr Power unter der Haube. Die DPI können wir zwischen 400, 800, 1.000, 1.200, 1.600 und 3.200 wählen. Über der DPI-Taste ist eine LED integriert, die per Farbwechsel Aufschluss über den aktuell ausgewählten Wert gibt.
Für die Abtastrate reicht der FK2-DW ebenfalls eine Einzeltaste aus. Die darüber stehen Ziffernwerte könnten manch einen aber zunächst verwirren. Obwohl die Maus bis zu 4.000 Hertz mitbringt (wählbar in den Stufen 125, 500, 1.000, 2.000 und 4.000), stehen dort bloß die ersten drei Zahlen. Sobald wir über 1.000 Hertz auswählen, geht aber eine zusätzliche Anzeige auf dem Enhanced Receiver an. Diese bildet die beiden Werte ab 1.000 ab und leuchtet grün.
Der Enhanced Receiver ist ein spezielles Zowie-Highlight. Er sorgt dafür, dass unsere Funkverbindung möglichst zielgerichtet ausgesandt wird, also geradlinig. Das macht ihn weniger störanfällig. Insbesondere, wenn wir auch noch andere Funkgeräte in der näheren Umgebung benutzen, kann sich das auszahlen. Ein einfacher Dongle liegt aber selbstverständlich zusätzlich mit im Paket, falls man lieber auf diese Art verbinden möchte, ebenso wie Kabel.
Um direkt bei dem Enhanced Receiver zu bleiben: Mit diesem können wir nicht nur die Verbindung optimieren, er fungiert auch als Ladestation. Anders als bei vielen anderen Geräten legen wir die Maus nicht magnetisch auf ein Podest
, das dann beim Abnehmen oft zu leicht ist und die Tischhaftung verliert, sondern klippen einfach nur die Spitze der Maus vorne an die Sensoren.
Das ist ziemlich praktisch, wenn man sich konsequent angewöhnt, die Maus jedes Mal dort anzusetzen, wenn man seinen Schreibtisch kurz verlässt. So hält der Akku im Grunde unendlich lang.
Beim Spielen war ich in meinem bevorzugten Fingertip-Grip zufrieden mit der Maus. Für meine mittelgroßen Hände hätte sie in diesem Griffstil aber ruhig noch etwas kürzer sein dürfen. Wirklich gelungen empfand ich vor allem den abgeflachten Maus-Buckel. Dieser sorgt dafür, dass im Claw- und Fingertip-Grip wenig Kontakt zur Handinnenfläche entsteht. Das wiederum ist für diese Griffarten wichtig, um reibungslos navigieren zu können.
Spezifikationen
- Sensor: 3950 Optical
- Verbindung: Kabellos via 2,4 GHz-Funk (Dongle oder Enhanced Receiver) oder mit Kabel
- Abtastrate: 125 / 500 / 1.000 / 2.000 / 4.000 Hertz
- DPI: 400, 800, 1000, 1200, 1600, 3200
- Akkulaufzeit: 24 / 30 / 80 Stunden bei 4.000 / 2.000 / 1.000 Hertz
- Software/Treiber: Keine
- Tasten und Schalter: 7
- Beleuchtung: Nein, aber LED-Indikatoren für Modi und Batterie
- Ergonomie: Rechtshänder
- Gewicht: 65 Gramm
- Lieferumfang: Maus, Enhanced Receiver, 2 x Ersatzgleitfüße, Funkempfänger, USB Drahtlosempfänger, USB Typ-C Adapter, USB-C auf USB-A Kabel
Preis und Verfügbarkeit
- Release: Bereits erfolgt (30. September 2024, verfügbar in Deutschland seit Dezember)
- Preis: 150 Euro (UVP)
So habe ich getestet
Ich hatte die BenQ Zowie FK2-DW ungefähr vier Wochen lang im Einsatz. Während dieser Zeit habe ich mit der Maus acht Stunden täglich meine Büroarbeit erledigt und nach Feierabend sowie an den Wochenenden gespielt. Darunter waren viele kleinere Point and Click-Indie-Titel, der Shooter Metal: Hellsinger und ein paar Runden in Counter-Strike 2.
Ebenfalls gelungen ist die Verarbeitung der Maus. Alle Flächen sitzen fest aneinander. Nichts klappert oder hat zu viel Spiel. Manche könnten sich jedoch an der zwar matten, aber dennoch glatten Oberfläche stören. Im Eifer des Gefechts können derartige Oberflächen das Gameplay fördern und fließende Bewegungen unterstützen. Es kann aber auch passieren, dass die Maus einem entgleitet.
Außerdem entstehen hier schnell glänzende Flächen auf den Haupttasten. Bei der FK2-DW ließen sich diese während des Testzeitraums aber problemlos abwischen. Es handelt sich also nicht um eine Beschichtung, die sich löst, sondern lediglich um eine Fläche, die Fingerabdrücke aufnimmt.
Bei mir als High-Sense-Gamerin machen sich die nur
3.200 DPI natürlich bemerkbar. Je nach konkreter Spielweise und Genre reichen diese aber locker aus und dürften manchen vielleicht sogar schon zu viel sein.
Der DPI-Wert gibt an, wie viel Strecke wir mit der Maus auf dem Mauspad zurücklegen müssen und wie viel sich der Mauszeiger auf dem Bildschirm dadurch bewegt. Je höher der DPI-Wert ist, desto sparsamere Bewegungen mit der Maus reichen aus. High-Sense-Gamer mögen das, Low-Sense-Gamer hingegen bevorzugen ausuferndere Bewegungen.
Solltet ihr euch die BenQ Zowie FK2-DW kaufen?
Die BenQ Zowie FK2-DW lohnt sich für euch, wenn ihr ...
- ... im Claw- oder Fingertip-Grip spielt.
- ... es leid seid, eure kabellose Maus ständig laden zu müssen.
- ... E-Sports-affin seid und euch 3.200 DPI ausreichen.
Alternativen zur BenQ Zowie FK2-DW
- BenQ Zowie U2 (Test), wenn ihr eine Maus mit dem gleichen Zubehör, aber in etwas voluminöser möchtet.
- Logitech G Pro X Superlight 2 Dex (Kurzvergleichstest), wenn ihr mehr DPI und eine etwas höhere E-Sports-Maus wollt.
- Razer Viper V3 Pro (Test), wenn ihr eine leichtere Hochleistungsmaus mit mehr DPI sucht.
Die BenQ Zowie FK2-DW konnte mich komplett überzeugen. Sie ist sogar noch einen Tick besser als die Zowie U2, die mir zuvor schon gefiel. Der Preis von rund 150 Euro mag auf einige abschreckend wirken, ist angesichts zahlreicher Besonderheiten wie dem Wireless-Receiver aber angemessen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass die FK2-DW eine Maus fürs Leben oder zumindest für sehr viele Jahre ist. Deshalb haben wir uns entschieden, der Maus unseren Herausragend
-Award zu verleihen.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.