Worauf ihr beim Handykauf achten solltet
Nach meinen bisherigen Handy-Tests wird eines deutlich: Die Kamera-Qualität hängt von deutlich mehr ab als von der bloßen Megapixel-Angabe.
Hier sind die wichtigsten Kriterien, auf die ihr achten solltet:
- Sensorgröße und Pixelpitch: Ein größerer Sensor bedeutet größere Pixel, und größere Pixel fangen mehr Licht ein – das Ergebnis ist weniger Bildrauschen. Hersteller geben die Sensorgröße oft nicht an. Hier müsst ihr recherchieren oder in Tests nachlesen. Dabei gibt das Verhältnis von Pixelgröße zu Sensorgröße (Pixelpitch) die wahre Aussage ab. Ein 200-MP-Sensor auf einer winzigen Sensorfläche ist meist schlechter als 50 MP auf einem großen Sensor.
- Blende: Die Blendenöffnung bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Die Blendenzahl wird mit „f/" gekennzeichnet – und hier gilt: je kleiner die Zahl, desto größer die Öffnung. Eine f/1.7-Blende lässt mehr Licht durch als f/2.8. Das macht einen großen Unterschied, besonders bei Dunkelheit.
- Optischer Zoom: Ein optischer Zoom ist immer besser als Digitalzoom. Optischer Zoom nutzt tatsächliche Linsen und Brennweiten, Digitalzoom vergrößert einfach nur einen Bildausschnitt – mit sichtbarem Qualitätsverlust. Allerdings gibt es auch Hybrid-Zoom-Lösungen, bei denen nur ein Teil des Sensors genutzt wird (In-Sensor-Zoom) – das ist verlustfrei bis zu einem bestimmten Grad.
- Autofokus: Ein guter Autofokus ist essenziell, besonders bei schnellen Bewegungen. Hersteller nutzen dafür Phase Detection Autofocus (PDAF), Laser-Autofocus oder Dual Pixel-Technologie. Ein schneller Autofokus macht den Unterschied zwischen scharfem und unscharfem Bild aus.
- Mehrere Kameras: Eine 50-MP-Hauptkamera, ein spezialisierter Ultraweitwinkel (für Landschaften) und eine Telekamera (für Zoom) ermöglichen mehr Flexibilität.
- Optischer Bildstabilisierung (OIS): OIS ist ein großer Helfer, besonders bei Videos und bei Low-Light. Sie gleicht Handzittern aus und ermöglicht längere Verschlusszeiten ohne Verwacklung. Ohne OIS wird es bei Dunkelheit und Videos schnell problematisch.
Tipps für bessere Handyfotos
In den folgenden Artikeln geben wir euch Tipps, wie ihr mit einfachen Mitteln mehr aus euren Smartphone-Aufnahmen herausholen könnt:
- Ihr solltet einer der wichtigsten Regeln der Fotografie kennen, damit ihr sie auch brechen könnt
- So gelingen euch atemberaubende Sommerfotos - ganz ohne Profikamera
- iPhone: 3 Kamera-Tipps, mit denen ihr Zeit spart und keinen Moment verpasst
Fazit
Wer das beste Kamera-Handy aus meinen Tests sucht, findet sie in allen drei genannten Flaggschiffen: Honor Magic 8 Pro, Samsung Galaxy S26 Ultra und Pixel 10 Pro XL liefern allesamt ausgezeichnete Ergebnisse. Bei der Kaufentscheidung solltet ihr daher auch abseits der Kamera gucken, welches Modell euch am meisten anspricht.
Fairerweise sei noch einmal gesagt: Ein iPhone 17 Pro, Xiaomi 17 Ultra oder Vivo X300 Pro gehören sicher in diese Liste, ich konnte sie mangels Testmuster aber nicht beurteilen. Wer Kamera-Flaggschiffe sucht, sollte diese Geräte aber auf dem Schirm haben.
Allerdings zeigen meine Empfehlungen im Bereich unter 500 Euro auch, dass ihr eine gute Handykamera bereits für deutlich unter 1.000 Euro bekommt. Selbst wenn ihr viel und gerne fotografiert, müsst ihr also nicht zwangsläufig zu den teuren Spitzenmodellen greifen.





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