Egal, ob Steam Deck, ROG Ally oder Legion Go: Kaum ein Handheld kommt bei intensiven Spielen länger als zwei Stunden ohne Steckdose aus. Daher ist eine Powerbank eines der empfehlenswertesten Accessoires, die ihr euch zuerst kaufen solltet.
Aber nicht jede ist für Steam Deck und Co. geeignet. Es gibt ein paar wichtige Dinge, die ihr bei der Auswahl beachten solltet.
Hinweis: Falls es schnell gehen muss, findet ihr weiter unten im Artikel eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten und eine Affiliate-Box mit drei Powerbanks, die wir für Handhelds und Laptops weiterempfehlen. Als Plus-Nutzer- oder -Nutzerin, oder bei Verwendung eines Ad-Blockers, ist die Box eventuell ausgeblendet.
1. Leistung ist nicht gleich Leistung
Das allerwichtigste Merkmal ist die Wattleistung: Noch wichtiger als die Kapazität ist die Ladeleistung der Powerbank. Viele Handhelds benötigen mindestens 45 bis 65 Watt Power Delivery, um auch unter Volllast euren Handheld zu laden.
Wir empfehlen euch, direkt zu einem Modell mit 65 Watt oder mehr zu greifen. Damit seid auch für die Zukunft gerüstet.
Vorsicht beim Laden von mehreren Geräten:
- Viele Powerbanks liefern die maximale Leistung nur, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist und oftmals ausschließlich über den USB-C-Anschluss.
- Wird zusätzlich etwa ein Handy geladen, sinkt die Leistung für den Handheld oft drastisch. Prüft am besten über die Bedienungsanleitung, wie sich eure Powerbank beim Anschließen von mehreren Geräten verhält.
2. Das Kabel entscheidet mit
Das USB-Kabel ist auch wichtig: Leider ist USB-C bis heute ziemlich unübersichtlich. Nicht jedes Kabel eignet sich für euren Handheld, um ihn auch unter Volllast zu laden.
Für 65 Watt oder mehr braucht ihr ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, das 5 Ampere schafft. Achtet also beim Kauf einer Powerbank darauf, ob ein kompatibles Kabel beiliegt oder ob ihr euch eines zusätzlich kaufen müsst. Am einfachsten haltet ihr Ausschau nach Kabeln, die PD 3.0 oder höher unterstützen.
Billige Kabel können die Leistung auf 60 Watt oder weniger begrenzen und schon lädt der Handheld nicht mehr im Spielbetrieb.
Tipp: Kürzere Kabel reduzieren Spannungsverlust und Wärmeentwicklung.
3. Kapazität & Flugregeln kennen
Im Flugzeug gelten klare Grenzen: Sie sind im Aufgabegepäck verboten und im Handgepäck dürfen sie eine maximale Kapazität von 100 Wh nicht überschreiten. Die Gesamtkapazität von Powerbanks wird jedoch meistens in mAh angegeben.
Kapazität in Wattstunden berechnen:
mAh × Volt / 1000 = Wh
Beispiel: 27.000 mAh × 3,7 V / 1000 = 99,9 Wh
Wenn ihr mit eurer Powerbank also auch reisen wollt, solltet ihr darauf achten, dass sie höchstens eine Kapazität von 27.000 mAh hat.
4. Laden während des Spielens – auf Effizienz achten
Nicht jede Powerbank kann den Handheld gleichzeitig versorgen und den Akku aufladen. Bei manchen sinkt der Akkustand trotzdem langsam.
Der Grund liegt oft im Wirkungsgrad: Das ist der Anteil der gespeicherten Energie, der nach Spannungswandlung, Kabelwiderstand und Abwärme tatsächlich beim Handheld ankommt.
- Gute Powerbanks schaffen etwa 85-90 Prozent Effizienz.
- Billige Modelle liegen teils nur bei 70 Prozent oder weniger. Das merkt ihr daran, dass sie heiß werden und die Laufzeit deutlich kürzer ist als erwartet.
So erkennt ihr effiziente Modelle:
- Auf Markenzellen achten (etwa LG, Samsung oder Panasonic: oft findet ihr den Zelltyp im Datenblatt oder auf der Herstellerseite).
- PD 3.0 oder 3.1-Unterstützung spricht für moderne, effiziente Elektronik.
- In Tests und Reviews auf die gemessene reale Kapazität achten (Wh-Wert).
- Wird die Powerbank bei hoher Last nur handwarm, ist das ein gutes Zeichen.
Praxis-Tipp: Erwartet nicht, dass eine »20.000 mAh«-Powerbank in der Realität auch 20.000 mAh ans Gerät liefert. 17.000 bis 18.000 mAh sind bei guten Modellen normal.
5. Größe, Gewicht & Mobilität
Für das Sofa oder den Schreibtisch ist die Größe und das Gewicht der Powerbank fast egal, aber unterwegs zählen sie umso mehr. Manche 65-Watt-Powerbanks sind erstaunlich kompakt, andere wiegen über ein halbes Kilo.
Achtet beim Kauf also nicht nur auf die technische Ausstattung, sondern auch darauf, ob der Formfaktor zu euch passt.
6. Sicherheit
Überhitzungs- und Überspannungsschutz, geprüfte Akkuzellen (etwa von LG, Samsung, Panasonic) und CE-Zertifizierung sind Pflicht.
Ohne diese Zertifikate riskiert ihr im schlimmsten Fall den Handheld oder die Powerbank selbst.
Kurz-Checkliste für den Kauf
- Mindestens 65 W USB-C Power Delivery (PD 3.0 oder höher)
- USB-C-Kabel mit PD 3.0 oder höher
- Maximale Kapazität von 27.000 mAh (100 Wh) für Flugreisen
- Hoher Wirkungsgrad (85 bis 90 Prozent)
- Größe und Gewicht, das zu eurem Nutzungsszenario passt
- Schutzfunktionen und CE-Zertifikat
Welche Powerbank nutzt ihr mit eurem Handheld? Schreibt uns eure eigenen Empfehlungen gerne in die Kommentare!



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