Seite 2: Die besten Grills 2026: Wir verraten euch, welche Grills sich dieses Jahr wirklich lohnen!

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

25% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

GameStar Plus ist das Online-Abo für Gamer, denen gute Spiele wichtig sind. Schon ab 5,99€ im Monat. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle exklusiven Tests, Guides, Videos und Reportagen von GameStar
Jede Woche ein exklusiver Podcast und zwei exklusive Newsletter
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Wissenswertes rund ums Grillen

Natürlich wollen wir euch nicht nur neue Grills empfehlen, hinter denen wir wirklich stehen, sondern euch auch hilfreiches Wissen an die Hand geben.

Einen Grill richtig einbrennen und ausbrennen

Beide Begriffe kursieren häufig rund um Grills und ihre Grillroste. Zwischen beiden Begriffen gibt es entscheidende Unterschiede: Während das eine einen Grill reinigt, soll das andere zukünftige Verschmutzung eindämmen.

Ausbrennen: Hier geht es darum, Dinge zu entfernen. Durch größtmögliche Hitze werden Produktionsrückstände bei neuen Grills oder Fett und Essensreste bei gebrauchten Grills zu Asche verbrannt. Diesen Prozess nennt man auch Pyrolyse.

Einbrennen: Hier geht es darum, eine Schutzschicht hinzuzufügen. Durch die Kombination aus Fett und hoher Hitze entsteht eine natürliche Schutzschicht, die auch als Patina bezeichnet wird. Sie schützt das Material vor Rost und fungiert als natürliche Antihaftbeschichtung. Das spielt insbesondere bei Grillrosten, Pfannen, Planchas und Co. eine Rolle.

Warum sollte jeder neue Grill vor dem Gebrauch ausgebrannt werden?

Egal, wie teuer oder hochwertig ein Grill ist: Es gibt immer Rückstände aus der Herstellung. Auf den Brennern, im Garraum und an den Rosten haften oft noch Spuren von Maschinenöl, Fetten, Polierpasten, Lösungsmitteln oder Staub.

Diese Chemikalien verdampfen und verbrennen bei hohen Temperaturen und das möchte man nicht an seinem Essen haben.

Wie brennt man einen Gasgrill, Kohlegrill, Smoker oder Kamado richtig aus?
  1. Grill nach Anleitung vom Hersteller auf- und zusammenbauen
  2. Grill beheizen
    • Bei Gasgrills alle „normalen“ Brenner auf höchste Stufe aufdrehen
    • Bei Kohlegrills eine eher große Menge an Kohle anheizen
    • Bei Elektrogrills, Pellet-Smokern & Co. höchste Temperatur einstellen
  3. Mit aufgelegten Rosten und bei möglichst geschlossenem Deckel alles auf eine hohe Temperatur kommen lassen
  4. Nach etwa 20–30 Minuten sollten chemische Gerüche, Rauch und Qualm verflogen sein
  5. Den Grill im Anschluss langsam abkühlen lassen

Sonder- und Seitenbrenner bei Gasgrills: Innenliegende Keramik- oder Heckbrenner können beim Ausbrennen ausgeschaltet bleiben. Außenliegende Seiten- und Keramikbrenner können durch normalen Betrieb (ohne Grillgut) für 15-20 Minuten ausgebrannt werden.

Achtung bei Kamado und Keramikgrills! Auch die Keramikteile müssen ausgebrannt werden, aber sie müssen dafür langsam auf Temperatur gebracht werden, um Risse zu vermeiden.

Hierfür etwa ein Kilogramm Holzkohle bei offenem Deckel nach Anleitung entzünden, später den Deckel schließen und die Luftzufuhr nur leicht öffnen. Der Kamado sollte so für gut eine Stunde konstant über 100 bis maximal 150 Grad gehalten werden. Danach die Luftzufuhr stückweise öffnen und so die Temperatur stufenweise auf 260–280 °C für etwa 15 bis 30 Minuten anheben. Im Anschluss den Keramikgrill ausgehen und langsam abkühlen lassen

Muss jede Art von Grillrost eingebrannt werden?
  • Unbeschichtete Gusseisenroste müssen zwingend eingebrannt werden
  • Bei Edelstahlrosten ist das Einbrennen möglich, aber optional
  • Emaillierte Roste müssen nicht eingebrannt werden

Gusseisen ist offenporig und extrem rostanfällig. Ohne Patina klebt das Fleisch sofort an und der Rost rostet nach dem ersten Regen.

Vorgang: Zuerst den sauberen, trockenen Rost von allen Seiten dünn mit einem hitzebeständigen Öl einreiben. Dafür können etwa Rapsöl, Erdnussöl in einem gefalteten Stück Küchentuch oder Fetttrennspray verwendet werden.
Den Grill dann samt Rost auf ca. 250 °C aufheizen. Wenn das Öl anfängt zu rauchen, ist die nötige Temperatur erreicht und kann nun für 10-15 Minuten gehalten werden. Wenn der Rauch nachlässt, ist der Vorgang abgeschlossen. Für eine robustere Beschichtung sollte der Prozess zwei- bis dreimal wiederholt werden, bis eine glänzende, dunkelbraune bis schwarze Schicht entsteht.

Eine Reinigung eines eingebrannten Rostes mit Spülmittel und anderen stark fettlösenden Reinigern greift die „Beschichtung“ an. Im Alltag reicht in der Regel ein Abbrennen grober Verschmutzungen direkt nach dem Grillen und die Verwendung einer ordentlichen Grillbürste aus.

Welches Grill-Zubehör braucht man wirklich?

Heutzutage gibt es für so gut wie alles „die passende Lösung“ – selbst wenn es vorher gar kein Problem gab. Dabei braucht man sich längst nicht jede Spielerei zuzulegen, nur weil man ordentlich grillen möchte. Bevor wir hier in Zukunft auf spezielles Zubehör für bestimmte Grills eingehen, möchten wir die Grundlagen abdecken. Dieses Zubehör braucht man wirklich:

Es gibt ein weiteres Zubehör, das wir persönlich empfehlen: Grill- oder Fleischthermometer.

Grillthermometer: Die besten Fleischthermometer mit und ohne App

Wenn ihr die Kunst der Fleischzubereitung wirklich meistern wollt – nicht nur auf dem Grill – dann braucht ihr unserer Meinung nach ein gutes Grill-, Braten- oder Fleischthermometer. Alle Begriffe meinen in der Regel dieselben Produkte und diese hier können wir wirklich empfehlen:

ThermoMaven F1 Turbo
ThermoMaven F1 Turbo
Einstichthermometer
  • Preiswerte Lösung
  • Extrem schnelle Anzeige der Temperatur
  • Keine Überwachung aus der Ferne
24,99 €
ThermoPro TempPro
ThermoPro TempPro
Kabelloses Funkthermometer mit App
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Große kabellose Reichweite
  • App nur Englisch
42,99 €34,71 €
MEATER Pro / 2 Plus
MEATER Pro / 2 Plus
Kabelloses Funkthermometer mit App
  • Mehrere hochpräzise Messpunkte
  • Berechnung der Garzeit anhand von Kern- und Umgebungstemperatur
  • hoher Preis
118 €

Alles zum Thema Smoker: „Low and Slow“ ist DER Grilltrend

Schon als ich das erste Mal etwas in meinem Leben aus einem Smoker (aka Räucherofen) gegessen habe, war ich angefixt. Echter Rauchgeschmack schafft eine zusätzliche Geschmacksdimension, die einfache Kohle- oder Gasgrills so nicht bieten können.

Haben da etwa die Schoschonenn den Klappstuhl ausgegraben? Meine Nachbarn sehen bei uns immer häufiger Rauchzeichen. Haben da etwa die Schoschonenn den Klappstuhl ausgegraben? Meine Nachbarn sehen bei uns immer häufiger Rauchzeichen.

Mittlerweile habe ich selbst einen Smoker daheim und bin schwer verliebt. Vor allem die „Long-Jobs“ haben es mir angetan und sind geschmacklich eine echte Hausnummer. Hier möchte ich euch eine Einführung in die Welt des Räucherns geben und teile meine Erfahrungen mit euch.

Was ist ein Smoker und was unterscheidet ihn von herkömmlichen Grills?

Ein Smoker oder Räucherofen ist eine Unterart von Grill. Die Hitze wird hier in der Regel nicht direkt in der Grillkammer erzeugt, sondern in einem eigenen Abteil, um von dort indirekt das Grillgut zu garen. Vor allem aber wird bei diesen eher niedrigen Temperaturen viel mehr Rauch erzeugt, der gezielt durch die Garkammer zum Auslass geleitet wird.

Während ihr beim Gasgrill das Steak auf den Grill schmeißt, um es in Minuten fertig zu braten, geht es beim Smoker um Zeit. Man könnte pauschal sagen: Grill = Braten, Smoker = Garen. Aber natürlich hat das viele Dimensionen.

Welche Arten von Smokern gibt es überhaupt?

Bis vor wenigen Jahren habe ich Smoker immer mit wahnsinnig viel Arbeit und Aufwand verbunden. Mittlerweile hat sich das Thema aber deutlich weiterentwickelt:

Offset-Smoker: Der Klassiker

Der klassische Smoker in Fassform mit riesigem Grillrost - so einen bekommt ihr schon relativ günstig. Der klassische Smoker in Fassform mit riesigem Grillrost - so einen bekommt ihr schon relativ günstig.

Der Offset-Smoker sieht in den meisten Fällen aus wie eine liegende Tonne mit seitlicher Feuerbox. In der Feuerbox verbrennt Holz oder Holzkohle. Hitze und Rauch ziehen anschließend durch den Garraum und verlassen den Smoker über den Schornstein. Es dürfte die Variante sein, die wohl die meisten beim Wort „Smoker“ im Kopf haben.

Pro
  • Intensivstes Raucharoma möglich
  • Preislich schon ab unter 300€
  • Große Auswahl
Kontra
  • Aufwändiges Heizen
  • Temperatur schwer kontrollierbar

Pellet-Smoker: Die entspannteste Art zu Räuchern

Ich bin großer Fan von Pelletsmokern: einschalten, warten, genießen. Die unterschiedlichen Pelletsorten sind ein riesiger Pluspunkt! Ich bin großer Fan von Pelletsmokern: einschalten, warten, genießen. Die unterschiedlichen Pelletsorten sind ein riesiger Pluspunkt!

Ein Pellet-Smoker geht das größte Problem der klassischen Räucheröfen an: den Arbeitsaufwand. Das Prinzip stammt aus der Heizungstechnik, führt aber dazu, dass man hier trotzdem ohne Stress und über Stunden hinweg mit echtem Holzrauch arbeiten kann.

Anstatt Holz oder Kohle werden hier 100% Holzpellets verwendet, die aus einem Tank per Förderschnecke in die Brennkammer transportiert werden. Per Temperaturfühler hält der Grill damit automatisch die eingestellte Temperatur. So kann man also auch über Nacht mal räuchern, ohne große Vorarbeit oder regelmäßiges Nachheizen. Sie sind in meinen Augen die praktikabelste Lösung für die meisten von euch.

Pro
  • Einfach Temperatur einstellen & fertig
  • Sehr intensives Raucharoma
  • Extrem viele Holzsorten zur Auswahl
Kontra
  • Teurer als klassische Smoker
  • Pellets etwas teurer als Holz(-kohle)

„Kalträuchern“ im Smoker mit großem Kamin

Der große Kamin sorgt dafür, dass ihr auch ohne große Hitze im Garraum räuchern könnt. Der große Kamin sorgt dafür, dass ihr auch ohne große Hitze im Garraum räuchern könnt.

Diese Art von Smoker versetzt das ganze Thema von der Horizontalen in die Vertikale. Hier habt ihr in den meisten Fällen sogar zwei Garrräume: einmal den, wie man ihn von klassischen Smokern kennt, andererseits noch einen Kamin.

In der zweiten, vertikalen Kammer sind Rauch und Luft schon stark abgekühlt, sodass ihr hier nicht bei der klassischen Hitze räuchert, sondern eben „kalt“.

Pro
  • Preislich in der Mittelklasse
  • Extrem intensives Raucharoma möglich
Kontra
  • Schwierige Temperatureregelung
  • Erfordert Einarbeit

Gas- und Elektro-Smoker: Die Zwischenlösung mit Räucherbox

Auch mit kleinen Elektrogrills lässt sich räuchern. Der Ninja Woodfire hat sogar eine eigene Box für Räucherchips. Auch mit kleinen Elektrogrills lässt sich räuchern. Der Ninja Woodfire hat sogar eine eigene Box für Räucherchips.

Nicht jeder kann oder darf einen Smoker betreiben, denn die Rauchentwicklung wäre auf dem Balkon eine ziemliche Zumutung für die Nachbarn. Daher gibt's auch gewisse Zwischenlösungen, die zumeist bei kleineren Tischgrills oder Gasgrills Einzug finden: Hier wird kein Holz verbrannt, sondern nur erhitzt. Die Räucherchips in der Smokebox schaffen schon leichtes Raucharoma, sind aber im Kern natürlich deutlich weniger geschmacksintensiv.

Pro
  • Auch auf dem Balkon praktikabel
  • Geht auch mit dem bisherigen Grill
Kontra
  • Geringstes Raucharoma von allen Lösungen

Worauf muss man beim Kauf von Smokern achten?

Die Preisspanne ist bei Smokern wie auch bei Grills im Allgemeinen recht breit. Klein und günstig geht schon unter 100€ los, High-End wird schnell vierstellig. Abgesehen von der Budgetfrage solltet ihr euch als Erstes beantworten, mit welchem Brennstoff ihr arbeiten wollt. Wollt ihr selbst das Feuer schüren? Das gibt in der Regel das intensivste Raucharoma.

Die in meinen Augen beste Lösung ist da aktuell der Pelletgrill: Er übernimmt das schwierige Temperaturregelungsthema für euch und arbeitet mit echtem Holzrauch.

Wichtig bei Smokern ist übrigens auch die Dichtigkeit der Konstruktion. Wenn der Rauch schon an allen Enden und Ecken herausströmt, kommt weniger beim Gargut an. Mit nachgerüsteten, feuerfesten Dichtungen kann man in vielen Fällen einfach und kostengünstig nachhelfen.

Ein Stückchen weiter geht dann die Materialstärke. Je dicker das Material, desto besser hält der Smoker die Temperatur. Vor allem die sehr günstigen Smoker sparen hier an der Qualität, sodass ihr hier einerseits deutlich mehr Hitze verloren geht und ihr dementsprechend eine größere Hürde bei der Temperatur habt. Sobald es kälter wird, werdet ihr hier viel mehr Material verbrennen.

Welche Holzsorten bringen welchen Geschmack?

Beim Smoken ist eine der spannendsten Eigenarten, dass unterschiedliches Holz anderen Rauchgeschmack erzeugt. Hickory ist als Klassiker bekannt. Aber es gibt noch viel, viel mehr. So viel sei verraten: Der Unterschied im Geschmack ist wahrnehmbar, aber nur in seltenen Fällen so deutlich, dass er das gesamte Gericht verändert. Mesquite ist schon sehr intensiv. Aber zwischen Apfel, Birne und Kirsche schmecken nur erfahrene Münder einen Unterschied.

Fun Fact: Ich habe für meinen Pelletsmoker auch Pellets aus alten Whiskeyfässern besorgt. Sobald ich die mal ausprobiert habe, werde ich berichten.

Holzsorten für den Smoker: Geschmack, Intensität und passende Lebensmittel

Die unterschiedlichen Holzsorten
Intensive Hölzer
HolzsorteRauchgeschmackIntensitätPasst besonders gut zuEher vorsichtig bei
Hickorykräftig, rauchig, baconartigStarkRibs, Pulled Pork, Rind, Bacon BombFisch, zartem Geflügel
Mesquitesehr kräftig, herb, intensivSehr starkRind, Steaks, kurze Räucherzeitenlangen Garzeiten, Geflügel, Fisch
Walnussherb, nussig, trockeneher starkRind, Wild, dunkles FleischGeflügel, Fisch, lange Räucherzeiten
Weinrebefruchtig, würzig, aromatischMittel bis starkLamm, Rind, Geflügel, Gemüsesehr langen Sessions, kann dominant werden
Mittelstark im Geschmack
HolzsorteRauchgeschmackIntensitätPasst besonders gut zuEher vorsichtig bei
Buchemild, klassisch rauchigMittelSchwein, Rind, Geflügel, Gemüse, Käsesehr feinem Fisch
Eichekräftiger als Buche, leicht erdigMittelRind, Brisket, Wild, SchweinGeflügel, Fisch
Pekanussnussig, süßlich, runder als HickoryMittelSchwein, Rind, Geflügel, RibsFisch, wenn nur dezenter Rauch gewünscht ist
Kirschefruchtig, leicht süß, schöne FarbeMild bis mittelRibs, Pulled Pork, Ente, Hähnchensehr kräftigem Rind allein oft zu mild
Pflaumesüßlich, fruchtig, rundMild bis mittelSchwein, Geflügel, Käse, Gemüsesehr kräftigen Cuts
Orange/Zitrusfrisch, fruchtig, leicht süßMild bis mittelGeflügel, Fisch, Schwein, Gemüsekräftigem Rind, wenn BBQ-Aroma im Vordergrund stehen soll
Mildes Raucharoma
HolzsorteRauchgeschmackIntensitätPasst besonders gut zuEher vorsichtig bei
Apfelmild, fruchtig, leicht süßlichMildSchwein, Geflügel, Ribs, Gemüsegeht immer
Ahornmild, leicht süß, weichMildGeflügel, Schwein, Gemüse, KäseBrisket, wenn kräftiges Aroma gewünscht ist
Erlesehr mild, leicht süßlichSehr mildFisch, Lachs, Geflügel, Käsegeht immer

Wir werden diese Kapitel Stück für Stück erweitern, schreibt uns also eure Fragen in die Kommentare! Welches Zubehör empfehlt ihr zum Grillen, was würdet ihr lieber nicht mehr so machen? Erzählt es uns.

2 von 2



Kommentare(11)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.