Das Fallout-Universum bedient sich der US-amerikanischen Kultur und dem Lebensgefühl der 1950er und 1960er Jahre und Vorstellungen der Zukunft aus dieser Zeit.
Während wir heute auf gebogenen Monitoren mit OLED-Panel in hohen Auflösungen und mit dreistelligen Bildwiederholraten samt HDR-Unterstützung spielen, sah die damalige Welt noch ganz anders aus, auch mit Blick auf die Bildschirme.
Das ist auch der Grund, warum die Monitore in Fallout ein grünes Bild zeigen:
- Während wir längst das Spielen und Arbeiten mit modernen Techniken wie LC-Displays oder OLED-Monitoren gewohnt sind, kam damals noch die CRT-Technik zum Einsatz.
- Die Abkürzung steht für
Cathode Ray Tube
, zu DeutschKathodenstrahlröhre
. Aufgrund der Größe der für die Bilderzeugung entscheidenden Röhre sind diese Monitore wesentlich ausladender und schwerer als moderne Bildschirme. - Neben der Aussendung, Beschleunigung und Bündelung von Elektronenstrahlen, spielt dabei eine Phosphorschicht auf der Innenseite des Bildschirms eine wichtige Rolle, die auch die grüne Farbe bei den Fallout-Monitoren erklärt.
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Eine Frage der Effizienz
Grundsätzlich muss die Phosphorschicht bei einem CRT-Monitor nicht grün sein. Grüner Phosphor war aber aus verschiedenen Gründen damals das Mittel der Wahl.
- Es leuchtet vergleichsweise hell.
- Der Stromverbrauch war geringer als bei anderen Farben.
- Der Verschleiß war relativ gering.
- Es eignete sich gut für die Darstellung von möglichst scharfen Texten.
- Es erzeugte nicht so viel Bildflimmern
Daher wurden bei den ersten Computern oder, besser gesagt, Terminals primär Monitore mit ebendieser Farbwahl genutzt, statt auf eine andere einfarbige Variante zu setzen.
Weil Fallout sich sehr an der damaligen Zeit orientiert, ist es also nur konsequent, auch die Bildschirme in den Spielen und der Serie entsprechend darzustellen.
CRTs haben sich lange gehalten
Wer schon ein paar mehr Gaming-Jahre auf dem Buckel hat, kann sich noch an die Zeiten erinnern, zu denen man auf CRT-Bildschirmen gespielt hat.
Sie haben gegenüber LC-Displays potenzielle Vorteile, etwa die sehr niedrige Reaktionszeit und die flexible Darstellung verschiedener Auflösungen mit hoher Schärfe.
Allerdings waren sie trotz meist deutlich kleinerer Bildfläche im Bereich von 15 Zoll viel größer und schwerer bei einem vergleichsweise hohen Stromverbrauch.
Letztlich war es daher wohl unvermeidlich, dass sie durch die modernere Technik ersetzt wurden. Nicht nur, aber vor allem für Freunde von LAN-Partys ist das ein echter Segen.

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