Habt ihr eigentlich schon mal drauf geachtet, welche Handys Charaktere in Filmen benutzen? Dann ist euch bestimmt aufgefallen, dass in Streifen, die von Sony produziert wurden, Sony Handys (und weitere Technik von Sony) zum Einsatz kommen.
Das macht auch vor Animationsfilmen nicht halt: Der Überraschungshit KPop Demon Hunters auf Netflix wurde von Sony produziert – und im Film nutzen die Charaktere die ikonischen eckigen Handys à la Sony Xperia.
Eine Marke ist in Filmen allerdings verboten, zumindest für die Bösewichte. Bevor wir euch verraten, welche, ratet ihr doch mal, welche das ist.
Ein kleiner Disclaimer: Ab hier besteht potenzielle Spoilergefahr. Mit dem Wissen um besagte Marke erkennt ihr womöglich den großen Plot-Twist im letzten Akt, bevor er stattgefunden hat – und das nur anhand des Handys, welches bestimmte Charaktere nutzen.
Falls euch die Geschichte hinter diesem Fakt nicht interessiert, ist hier die Antwort. Spoiler anklicken auf eigene Gefahr!
Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler
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Die Marke, um die es sich dreht, heißt Apple.
Ein Hersteller sieht seine Technik nicht gerne bei Bösewichten
Filme sind ja auch immer irgendwie Zeitkapseln, nicht wahr? Wenn im ersten Mission:Impossible noch auf archaischen Laptops getippt wird, ist das aus heutiger Sicht einfach interessant zu sehen.
Oder in James Bond 007: Casino Royale nutzt Daniel Craig bei seiner Ankunft in Nassau ein altes Sony Ericsson K800i mit neuester GPS-Technik – nur ein Jahr, bevor das iPhone offiziell vorgestellt wurde.
So, genug Zeit geschunden, damit wir euch nicht versehentlich spoilern. Die Marke, um die es in diesem Film geht, heißt:
Apple.
Warum macht der Hersteller das?
Zuerst müsst ihr wissen, dass Apple Hollywood-Produktionen immer wieder mit Technik ausstattet – und das seit vielen Jahren, wie Bloomberg bereits 2012 berichtete. Der Hersteller bezahlt zwar nicht dafür, dass die Produkte verwendet werden, aber sie geben ihre Geräte freiwillig heraus.
Nun gut, es ist keine direkte Ansage aus Cupertino, aber sagen wir so: Filmstudios und Apple haben eine unausgesprochene Vereinbarung.
Apple sagt selbst in seinen Richtlinien: Die eigenen Produkte dürfen nur »im besten Licht« gezeigt werden. Heißt also: Die Bösewichte müssen auf iPhones, Macs und Co. verzichten. Eine Art ungeschriebenes Quid pro Quo.
Eine der wenigen Regisseure, die jemals über dieses ungeschriebene Gesetz geredet haben, ist Rian Johnson. In einem Interview über seinen Film Knives Out mit Vanity Fair.
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In einem Podcast von 2024 erklärt die Prop Masterin (die Person, die für die Requisiten am Set eines Films zuständig ist) Heidi Koleto die Apple-Klausel (via Instagram)
Apple ist da sehr genau. Ich hatte mal ein Drehbuch, in dem eine Schauspielerin auf ihr Handy schauen sollte, während sie betrunken Auto fährt und einen Unfall baut. Sie wollten, dass eine Textnachricht erscheint. Ich musste die Notbremse ziehen: 'Das können wir nicht machen. Wir haben diese Figur mit einem Apple-Handy etabliert. Wir können nicht zulassen, dass sie betrunken fährt und einen Unfall baut, während sie auf ein iPhone schaut. Sie [Apple, Anm. d. Red.] würden nie wieder mit mir arbeiten.'
Gibt es bekannte Beispiele?
Hier sprechen wir nochmal explizit eine Spoiler-Warnung aus! Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Im bereits erwähnten Knives Out kann man den Killer zumindest bereits recht früh als Zuschauer einkreisen, denn alle Charaktere nutzen iPhones – bis auf zwei.
- Ana de Armas Charakter Marta verhält sich verdächtig und besitzt kein iPhone.
- Chris Evans Charakter Ransom ist der Mörder und hat auch kein iPhone.
0:50
Wake Up Dead Man: Die beliebte Mystery-Reihe Knives Out geht auf Netflix in die dritte Runde
Die Klausel geht anscheinend zurück bis in die frühen 2000er. In der Serie 24 mit Kiefer Sutherland ist nämlich ganz klar: Die Guten benutzen Macs, die Bösen tippen auf PCs.
Gibt es Ausnahmen?
Ja, aber die sind eher selten. In John Wick etwa, denn der Mann, der John Wicks Hund erschießt und seinen Wagen klaut, nutzt ein iPhone.
Manchmal wird es sogar ziemlich gut verschleiert. In Mission:Impossible Fallout spielt Henry Cavill zunächst (vermeintlich) auf der Seite der Guten und bekommt in einer Szene am Anfang des Films ein iPhone gereicht. Das benutzte er auch eine ganze Weile.
Kennt man die ungeschriebene Apple-Regel also, hätte man denken können, dass er auf keinen Fall ein Böser ist. O Mann, die Überraschung war sicherlich groß.
Wir hoffen, dass wir euch künftige Filme mit diesem Wissen nicht versaut haben. Mag sein, dass euer Blick nun automatisch zu den Handys und Computern wandert, die Charaktere in Filmen und Serien nutzen.
Wusstet ihr von diesem Fakt? Wenn ja: Kennt ihr noch Beispiele oder Gegenbeispiele? Schreibt sie gerne in die Kommentare.







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