Künstliche Intelligenz ist nicht nur in der Technikwelt schon seit Jahren das dominierende Thema, auch in der Filmindustrie wird der Einsatz von KI und dessen Moralität in verschiedenen Facetten diskutiert.
Die Oscars lassen inzwischen generative KI für Nominierungen wie andere digitale Werkzeuge zu; Marvel setzte etwa im Intro von Secret Invasion Künstliche Intelligenz ein; das John-Wick-Studio Lionsgate will »die Möglichkeiten der KI-Nutzung erkunden«.
In China gehen die Filmemacher an dieser Stelle einen Schritt weiter: Das aus verschiedenen Studios bestehende »Kung Fu Movie Heritage Project« soll rund 100 klassische Kung-Fu-Filme mithilfe von KI neu aufbereiten, wie The Hollywood Reporter berichtet.
Beim Shanghai International Film Festival 2025 kündigten die chinesischen Studios diese »Modernisierung der Bild-, Ton- und Produktionsqualität legendärer Martial-Arts-Filme an«. Einige Titel werden explizit hervorgehoben:
- »Fist of Fury« (1972): Hierzulande bekannt als »Todesgrüße aus Shanghai« mit dem viel zu früh verstorbenen Bruce Lee
- »Drunken Master« (1978): Jackie Chans erster kommerzieller Hit, der hier als »Sie nannten ihn Knochenbrecher« herauskam
- »Once Upon a Time in China« (1991): Jet Li feierte mit diesem Film seinen großen Durchbruch
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Falls ihr euch fragt, was Jackie Chan gerade so treibt: Hier ist der Trailer zu Panda Plan
12 Millionen Euro für KI-Restaurierung
Das anfängliche Budget beläuft sich auf 100 Mio. CNY (ca. 12 Mio. Euro), wie Tian Ming als Vorstand von Shanghai Canxing Culture and Media – einem chinesischen »Entertainment Business« und weiteren Antreiber des KI-Projekts erklärte.
- Weitere Summen dürften bei entsprechendem Interesse schnell dazukommen, zumal auch weitere Studios erste Projekte anmelden. Quantum Animation etwa koordiniert die KI-Animations-Neuauflage von John Woos »A Better Tomorrow« als »A Better Tomorrow: Cyber Frontier«.
- Zumindest innerhalb der chinesischen Filmbranche scheint die Vorfreude auf das Projekt groß zu sein. Zhang Pimin, der Vorstand der China Film Foundation, erklärte hierzu, dass man »ästhetischen historischen Schätzen ein neues Aussehen geben [will], das dem heutigen Filmverständnis entspricht.
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