Ein Schritt, der Filme für immer verändern könnte: Die Oscars erlauben die Verwendung von KI

Das Gremium erlaubt explizit die Verwendung von Generativ KI bei Filmen, die für die Oscars eingereicht werden.

Generative KI wird von der Academy erlaubt. Wie der fertige Film bewertet werden soll, ist allerdings unklar. (Bild: Janvier, Pakorn - adobe.stock.com) Generative KI wird von der Academy erlaubt. Wie der fertige Film bewertet werden soll, ist allerdings unklar. (Bild: Janvier, Pakorn - adobe.stock.com)

Bereits 2023 legten Schauspielerinnen und Schauspieler die Arbeit nieder, um gegen KI in Filmen zu protestieren. Heraus kam ein Deal, der sichert, dass Kunstschaffende entsprechend entlohnt werden.

Ob Filme, die Generative KI nutzen, bei den Oscars zugelassen sind, war bis heute unklar. Beim dreifach prämierten »The Brutalist« hatte man beim diesjährigen Filmpreis Angst, ausgeschlossen zu werden.

Nun schafft die Academy Klarheit: Der Einsatz von generativer KI bei Filmen, die für die Oscars eingereicht werden, ist erlaubt.

In einem offiziellen Statement gibt das Gremium nun bekannt:

Was die generative künstliche Intelligenz und andere digitale Werkzeuge betrifft, die bei der Herstellung des Films verwendet wurden, so sind diese Werkzeuge weder hilfreich noch schädlich für die Chancen auf eine Nominierung.

Kurz gesagt: Das Endprodukt ist, was zählt.

KI wird bei Filmen bereits verwendet

KI als Werkzeug wird laut Digital Trends seit Jahren in der Branche verwendet. Einige davon sind:

  • Axle AI für Aufgaben wie Gesichtserkennung, Szenenerkennung und Transkription.
  • Luma AI für das Rendern von Szenen in dreidimensionalen Räumen.
  • StradaAI hilft beim Organisieren und Nachbearbeiten von Rohmaterial.
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Wichtig zu beachten ist, dass das Oscar-Gremium Generative KI erlaubt, also solche, die Werke erschaffen, wie Midjourney zum Erstellen von Bildern oder Sora für kinematische Clips.

Betroffen sind fast alle Felder des kreativen Prozesses.

  • CGI-Künstler
  • Synchronsprechende
  • Maskenbildner
  • Schauspielerinnen und Schauspieler

Marvel hat die Auswirkungen bereits zu spüren bekommen. Fans protestierten bei der Serie »Secret Invasion«, da der Vorspann auf KI setzte. Auch beim kommenden Fantastic 4-Film wurde bei den Filmpostern Künstliche Intelligenz vermutet.

Video starten 2:44 The Fantastic Four: Marvel zeigt neuen Trailer zum Film, von dem ungeheuer viel abhängt

Nach welchen Kriterien die Verwendung von Generative KI bewertet wird, lässt das Oscar-Gremium offen.

Die Academy und die einzelnen Zweige werden die Leistung beurteilen und bei der Auswahl des Films berücksichtigen, inwieweit ein Mensch im Mittelpunkt der kreativen Urheberschaft stand.

Wie es sich am Ende ausspielt, bleibt abzuwarten.

Wie steht ihr zu Generativer KI in Filmen und Spielen? Findet ihr die Nutzung in Ordnung? Oder sollte kreative Arbeit vor allem beim Menschen liegen, da GenKI für unfaire und unethische Verwendung menschlicher Inhalte beim Training berüchtigt ist? Schreibt es gern in die Kommentare.

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