Die CD feiert gerade ein Comeback, obwohl viele Käufer keinen CD-Player mehr besitzen

CDs werden vermehrt als Sammlerobjekte und zur direkten Unterstützung von Künstlern gekauft.

CD-Verkäufe feierten im ersten Halbjahr 2026 ein Comeback in den USA. (Bildquelle: Brett Jordan Unsplash) CD-Verkäufe feierten im ersten Halbjahr 2026 ein Comeback in den USA. (Bildquelle: Brett Jordan / Unsplash)

»Wer kauft denn heute noch CDs?« Die Antwort auf diese Frage dürfte einige Musikliebhaber überraschen: Es sind nicht mehr nur Menschen, die mit Musik-CDs groß geworden sind, sondern zunehmend auch junge Menschen der Generation Z, die zu einem großen Anteil nicht einmal einen CD-Player besitzen.

Laut einem aktuellen Bericht des Magazins What Hi-Fi verzeichnen die CD-Verkäufe in den USA derzeit ein unerwartetes Wachstum und lassen dabei sogar den boomenden Vinyl-Sektor hinter sich.

Hinter der Investition in ein Medium, welches oft gar nicht mehr abgespielt werden kann, steckt laut dem Magazin eine Mischung aus Sammlerleidenschaft, dem Wunsch, Künstler direkt zu unterstützen und dem großen Einfluss eines bestimmten Musikgenres.

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Ein Genre als Verkaufsmotor

Hinter den stark steigenden Verkaufszahlen steht vor allem ein Musik-Genre, dass die Verkäufe antreibt: K-Pop. Laut den Daten des Analyseunternehmens Luminate, auf die sich What Hi-Fi bezieht, haben südkoreanische Pop-Bands einen großen Anteil an den sprunghaft angestiegenen CD-Verkäufen.

So ging das Album »ARIRANG« der Band BTS in der ersten Woche der Veröffentlichung 516.000-mal als physische Kopie über die Ladentheke. Bei 16,3 Millionen verkauften Musik-CDs im ersten Halbjahr 2026 in den USA einen beachtlichen Anteil. Auch andere K-Pop-Bands erfreuen sich laut den Daten großer Beliebtheit.

Sammeln statt hören

Die Daten von Luminate offenbaren ein weiteres Detail. Etwa die Hälfte der CD-Käufer aus der Gen Z und den Millennials besitzt überhaupt keinen CD-Player mehr.

Für diese Zielgruppe geht es immer mehr um den Sammelaspekt und die Präsentation. Die CD wird zum Sammlerstück und Merchandising-Artikel. So bietet die Band BTS ihr neues Album gleich in 15 verschiedenen Versionen an, viele ausgestattet mit Extras wie Fotokarten, kleinen Büchern oder Stickern.

Zudem sei der Kauf eine Möglichkeit, die Lieblingskünstler finanziell deutlich direkter zu unterstützen, als es durch das reine Streamen von Songs möglich wäre.

Bei der älteren Generation X sieht die Motivation anders aus. Hier gaben 55 Prozent an, dass Nostalgie der treibende Faktor für den CD-Kauf ist.

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Die CD als neuer Fanartikel

Eine direkte Bedrohung für Spotify, Apple Music und Co. sei die CD und das Comeback allerdings nicht. Das Streaming dominiert weiterhin den Musikalltag und wuchs auch in den USA um 12 Prozent im Untersuchungszeitraum.

Physische Formate sind also nicht zurückgekehrt, um das Streaming abzulösen, sondern um es zu ergänzen. Die CD wird dabei auch immer mehr zu einem greifbaren Premium-Fanartikel.

Nun ist eure Meinung gefragt. Bevorzugt ihr eher die Musik per Stream zu genießen oder kauft ihr noch regelmäßig Musik auf CD, Vinyl oder sogar Kassette? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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