Japan ist berühmt für seine unzähligen Verkaufsautomaten, die an jeder Straßenecke eiskalte Getränke spenden – doch das neueste Modell gibt keinen Boss-Kaffee aus, sondern kühlt direkt den ganzen Menschen.
Mit der »Do Hiemon Box« haben der Hersteller SDRS und der Industrieausrüster Trusco Nakayama einen begehbaren Personenkühlschrank auf den japanischen Markt gebracht, der extremen Sommertemperaturen den Kampf ansagt.
Die in einem offiziellen YouTube-Video vorgestellte Kabine soll dabei vor allem hitzegeplagte Arbeiter in nur fünf Minuten auf erträgliche Temperaturen abkühlen und nach zehn Minuten sogar Symptome eines Hitzeerschöpfungszustands lindern.
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Die Technik: Schockfrosten auf Knopfdruck
Doch wie funktioniert der begehbare Kühlschrank genau? Inspiriert von Japans Getränkeautomaten hält die Kabine ihre Grundtemperatur auf konstante 15 Grad Celsius.
Nimmt ein Mensch auf dem Stuhl in der Kabine Platz, wird gezielt fünf Grad kalte Luft auf Kopf, Nacken, Schultern und Rücken geblasen.
Die Entwickler versprechen eine spürbare Abkühlung innerhalb von fünf Minuten; zehn Minuten sollen bereits ausreichen, um die Körpertemperatur messbar zu senken und beginnende Symptome von Hitzeerschöpfung zu lindern. Um eine gefährliche Unterkühlung der Nutzer zu vermeiden, schaltet sich das Gerät nach maximal 20 Minuten automatisch ab.
Laut dem Hersteller punktet die Box auch bei der Effizienz. Sie bietet drei Kühlmodi und soll nur etwa halb so viel Strom wie herkömmliche, mobile Punktklimaanlagen benötigen.
Große Flexibilität
Die Kühlkabine soll laut Hersteller keine aufwendige Installation erfordern. Da sie mit Rollen ausgestattet ist, kann sie problemlos bewegt werden. Zudem besitzt sie an der Oberseite Transportösen, um sie bei Bedarf per Kran zu versetzen.
Der Personenkühlschrank wurde speziell für Umgebungen mit extremen Hitzebelastungen – darunter Baustellen, Fabriken, große Lagerhallen oder Outdoor-Events – erstellt. Die Entwickler haben aber auch Schulen und Einkaufszentren im Blick.
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Rekordsommer in Japan
Hinter der Erfindung steckt ein ernstes Problem. Japan leidet zunehmend unter extremen und immer länger werdenden Hitzeperioden. Die Situation hat sich derart verschärft, dass im Land kürzlich sogar der Begriff »Kokushobi« für Tage eingeführt wurde, an denen das Thermometer die 40-Grad-Marke übersteigt. Übersetzt bedeutet er in etwa »grausam heißer Tag«.
Für den privaten Gebrauch im heimischen Garten ist die »Do Hiemon Box« allerdings (noch) nicht gedacht. Mit einem Preis von rund 1,5 Millionen Yen (umgerechnet etwa 8.000 Euro plus Steuern) richtet sich das System an Unternehmen.
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Dennoch könnte die Kühlkabine bald auch im öffentlichen Raum zum alltäglichen Anblick werden: Ein erstes Gerät wurde bereits Anfang des Jahres an das Rathaus der japanischen Stadt Maebashi gespendet, wo Besucher es während der Öffnungszeiten kostenlos nutzen können.
Nun ist eure Meinung gefragt. Wäre solch ein Kühlschrank etwas für euch oder setzt ihr bei extremer Hitze eher auf andere Mittel, um euch abzukühlen? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.



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