CES 2026: Vom USB-Port bis zum Mainboard – Neues, semi-modulares Notebook macht Reparaturen einfacher

Das neue semi-modulare Laptop-Konzept von Schenker bietet Aufrüstbarkeit, Nachhaltigkeit und innovative I/O-Lösungen.

Schenkers semi-modulares Element 16 basiert auf einem Entwurf von Intel. (Quelle: Schenker Technologies) Schenkers semi-modulares Element 16 basiert auf einem Entwurf von Intel. (Quelle: Schenker Technologies)

Auf der CES in Las Vegas hat Schenker Technologies ein neues, nachhaltiges 16-Zoll-Laptop-Konzept unter dem Projektnamen M16P vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit Pegatron und Intel entwickelt wurde.

Das Referenzdesign stammt von Intel und dürfte seine Wurzeln beim 2021 vorgestellten Intel NUC P14E Laptop Element haben. Pegatron kümmert sich dagegen um die Entwicklung und Fertigung des Barebones. 

Das neue Schenker Element 16 bricht mit dem Trend fest verlöteter Komponenten und setzt stattdessen auf Aufrüstbarkeit und Reparaturfreundlichkeit. Das Konzept erinnert dabei an die Laptops von Framework, geht nach ersten Eindrücken bei der Modularität aber nicht ganz so weit.

Auf den ersten Blick sieht das Element 16 aus wie ein ganz normales Notebook. (Quelle: Schenker Technologies) Auf den ersten Blick sieht das Element 16 aus wie ein ganz normales Notebook. (Quelle: Schenker Technologies)

Nachhaltigkeit durch Modularität

Schenker spricht beim Element 16 von einem semi-modularen Design. Über eine schraubenlose, mit Schnellverschlüssen befestigte Unterschale erhalten Nutzer direkten Zugriff auf das Innenleben. Zu den austauschbaren Komponenten gehören:

  • Anschluss-Module: Die I/O-Boards für externe Anschlüsse auf beiden Gehäuseseiten können gewechselt werden.
  • Wartungsteile: Akku, Lüfter und Tastatur sind leicht zugänglich und austauschbar.
  • Speicher: Neben 16 GByte fest verlötetem DDR5-BGA-RAM bietet das Gerät einen freien SO-DIMM-Sockel für bis zu 64 GByte zusätzlichen Arbeitsspeicher.
  • Zukunftssicherheit: Das Konzept sieht zudem den Tausch des gesamten Mainboards vor, um auf zukünftige Intel-Plattformen aufzurüsten.

Im Vergleich zu den Geräten von Framework setzt Schenker bei den Anschlüssen auf komplette Module, die jeweils gleich mehrere Ports enthalten. Insgesamt bietet das Element 16 Platz für zwei solcher I/O-Module.

Die IO-Module sollen sich leicht tauschen lassen. (Quelle: Schenker Technologies) Die I/O-Module sollen sich leicht tauschen lassen. (Quelle: Schenker Technologies)

Schenker setzt auf Intels Panther Lake

Technisch basiert das Ultrabook auf der neuesten Intel Core Ultra Series 3 (Panther Lake). In der Top-Konfiguration kommt der Intel Core Ultra 7 356H mit 16 Kernen zum Einsatz.

Das 16-Zoll-Display im 16:10-Format bietet eine Auflösung von bis zu 2.560 x 1.600 Pixeln und eine vollständige sRGB-Farbraumabdeckung. Aktuell scheint es noch keine Konfiguration mit dedizierter Grafikkarte zu geben, was allerdings bei Business-Laptops auch Sinn ergibt. 

Verfügbarkeit

Schenker plant die Markteinführung des Element 16 in Europa im Frühjahr 2026. Finale Preise und detaillierte Spezifikationen werden vom Hersteller zum Verkaufsstart bekannt gegeben.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Ich begrüße es, dass Reparaturen von Notebooks durch einen modularen Aufbau eine ganze Ecke leichter werden. Wenn jetzt mal ein USB-Port kaputt ist, muss man nicht direkt zum Spezialisten rennen, um den Anschluss wechseln zu lassen, sondern man kann ihn einfach selbst tauschen.

Das spart Zeit, Geld und Nerven. Ich wünsche mir, dass es Schenker schafft, diese Modularität auch in seine XMG Gaming-Notebooks zu bringen. Es wäre ein Traum, wenn man bei Bedarf auch die GPU schnell gegen ein stärkeres Modell tauschen könnte. Dass das grundsätzlich möglich ist, hat Framework zumindest mit etwas schwächeren Grafikkarten schon bewiesen, mal sehen ob Schenker nachlegt.

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