YouTuber lässt ChatGPT gegen die beste französische KI im Schach antreten und stellt fest: Beide sind Betrüger

Diesen Ausgang hätte wohl kein Schachmeister vorhersagen können.

Wer wohl das Schachduell der KIs gewinnt? Wer wohl das Schachduell der KIs gewinnt?

Schach ist noch immer eines der beliebtesten strategischen Brettspiele überhaupt. Schon lange befassen sich auch mehrere Entwickler mit dem Spiel und moderne Schachprogramme sind menschlichen Spielern mittlerweile sogar weit überlegen.

KI im direkten Schach-Duell: Ein französischer Schach-YouTuber hat nun als Experiment die beiden KI-Sprachprogramme ChatGPT und Le Chat (quasi die französische Antwort auf ChatGPT) gegeneinander antreten lassen.

KI sorgt seit ein paar Jahren immer wieder für Erstaunen, da sollte doch auch eine spannende Schachpartie möglich sein, oder? Werfen wir einen Blick auf das Ergebnis.

Video starten 40:10 ChatGPT am Ende? Das kann DeepSeek wirklich

Eine unvorstellbare Partie

Der französische YouTuber Julien Song befasst sich auf seinem Kanal hauptsächlich mit dem Schachspiel. Er analysiert wichtige Duelle, gibt Anfängern Tipps und wagt auch mal interessante Experimente. So ist auch das Duell der beiden KI-Sprachmodelle entstanden.

In einem neuen Video führt Song durch das Match und demonstriert mithilfe von Chess.com, welche Züge die beiden KI-Assistenten vorgenommen haben.

Das Video haben wir hier eingebunden:

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So läuft das Match

In diesem Experiment kontrolliert ChatGPT die weißen Figuren, Le Chat verteidigt mit Schwarz. Der Auftakt der Partie folgt dabei ziemlich genau der bekannten Najdorf-Variante.

Dabei handelt es sich um Variante der Sizilianischen Verteidigung und eine der bekanntesten Eröffnungen im Schachspiel. Danach wird es aber zunehmend skurril.

Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden? Le Chat spielt einen illegalen Zug und überspringt mit einem der Läufer einfach den direkt davor positionierten Bauern, um einen Läufer von ChatGPT zu schlagen.

ChatGPT lässt sich erstmal nichts anmerken, wirft nur wenige Runden später aber auch jegliche Regeln über Bord und lässt beispielsweise einen eigenen Läufer verschwinden. Zu einem Zeitpunkt hat Le Chat zudem beste Voraussetzungen, um ChatGPT zu schlagen, lässt die Chance aber verstreichen.

Stattdessen teleportieren beide Sprachmodelle lieber wild irgendwelche Figuren hin- und her. ChatGPT passt sogar einfach mal eine Runde.

Besonders unterhaltsam wird es dann wieder am Ende. ChatGPT hat offenbar genug gesehen und lässt einfach einen Bauern direkt auf dem Feld, auf dem der König von Le Chat steht, aus dem Nichts erscheinen.

Das steckt dahinter

Das Experiment zeigt sehr unterhaltsam, wie diese KI-Sprachmodelle funktionieren – beziehungsweise, wie sie nicht funktionieren. Ein Verständnis für das Schachspiel gibt es hier offenbar nicht in ausreichendem Maße, oder zumindest nicht für Regelkonformität.

ChatGPT und Le Chat sind eben so programmiert, dass sie auf eine Reihe von Wörtern eine möglichst passende Antwort auf Basis ihrer Datenbank generieren.

Dass dies der Logik des Spiels zuwiderläuft, ist in dem Fall völlig egal. Der Auftakt gehört eben zu den bekanntesten Eröffnungen, weshalb beide Sprachmodelle ihn wohl routiniert ausspielen können.

Danach öffnet sich die Schachpartie allerdings recht schnell und die beiden Kontrahenten können nicht mehr auf Basis der Regeln des Spiels mithalten.

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