ChatGPT ist »ungeeignet für Diagnose oder Therapie«, will jetzt aber trotzdem eure Gesundheitsdaten

OpenAI hat mit ChatGPT Health einen eigenen Tab für Gesundheitsfragen entwickelt.

ChatGPT Health soll das Gesundheitssystem unterstützen. (Bild: batian lu auf Pixabay und OpenAI) ChatGPT Health soll das Gesundheitssystem unterstützen. (Bild: batian lu auf Pixabay und OpenAI)

OpenAI hat mit »ChatGPT Health« einen neuen, dedizierten Tab für Gesundheitsfragen vorgestellt. Für genauere Ergebnisse können unterschiedliche Dienste von Drittanbietern verbunden werden. Der Hersteller warnt aber selbst vor zu viel Vertrauen in den KI-Doktor.

ChatGPT Health soll Gesundheitsfragen bündeln

Laut OpenAI stellen schon jetzt »Hunderte Millionen Menschen« jede Woche Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden. Mit ChatGPT Health soll es schon bald einen eigenen Tab in der App und im Browser geben, bei dem solche Themen zusammengefasst werden.

Video starten 2:31 ChatGPT Health: OpenAI stellt neuen Tab für Gesundheitsgespräche vor

Der Tab soll durch speziell für den Gesundheitsbereich entwickelte Schutzmaßnahmen wie besonderen Verschlüsselungen eine höhere Sicherheit und Privatsphäre bieten als der normale Chat.

Um möglichst umfangreiche Ergebnisse zu erhalten, können verschiedene Apps wie Apple Health, Function und MyFitnessPal sowie medizinische Unterlagen verbunden und hochgeladen werden. Das soll den Nutzern helfen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden besser zu verstehen.

ChatGPT Health kann Nutzer so auf Arztbesuche vorbereiten und anstehende Eingriffe erklären, aber auch etwa Ratschläge zur Ernährung, Trainingsmethoden und benötigten Versicherungen geben. Die neue Anwendung wurde laut OpenAI zusammen mit Ärzten entwickelt und trainiert.

Dennoch weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass Health darauf ausgelegt ist, »die medizinische Versorgung zu unterstützen, nicht sie zu ersetzen«. Die KI ist nicht für Diagnosen oder eigenständige Behandlungen gedacht.

Zudem wird im Blog-Artikel offenbar bewusst nicht direkt auf mentale Gesundheit eingegangen. In der Vergangenheit hatte es schon öfter Diskussionen darum gegeben, in welchem Umfang KI-Chatbots wie ChatGPT Menschen in psychischen Not- und Ausnahmesituationen Ratschläge erteilen sollten.

Gleichzeitig wenden sich viele Nutzer eben auch mit genau solchen Problemen an die KI, weil Psychologen oft lange Wartelisten haben oder sie eben außerhalb der »normalen« Werkzeiten Unterstützung suchen.

ChatGPT Health wird zuerst nur an eine kleine Gruppe von Nutzern in den USA ausgerollt. So soll das Feature weiter verfeinert und verbessert werden. Danach soll es aber allen Nutzern in der App und im Browser zur Verfügung stehen.

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