Warhammer 40.000 lebt eigentlich von seiner Vielfalt: Orks, Eldar, Tyraniden, Necrons – für jeden Geschmack gibt es ein Volk. Und dann sind da noch die Fans, denen das alles herzlich egal ist. Sie spielen The Horus Heresy, ein Tabletop, in dem es fast ausschließlich Space Marines gibt. Auf beiden Seiten des Tisches.
Games Workshop bedient diese spezielle Klientel gerade mit einem neuen Set: Die Maximus Battle Group bringt die ikonische MkIV-Servorüstung als komplett neue Plastik-Miniaturen zurück – und zeigt dabei ganz gut, wie anders Horus Heresy im Vergleich zum normalen 40K tickt.
Was Horus Heresy vom normalen Warhammer 40.000 unterscheidet
The Horus Heresy spielt rund 10.000 Jahre vor den Ereignissen von Warhammer 40.000, im 31. Jahrtausend. Statt eines verrotteten Imperiums im Dauerkrieg gegen Aliens und Dämonen erlebt ihr hier den Moment, an dem alles kaputtging: Kriegsherr Horus, der Lieblingssohn des Imperators, verrät seinen Vater – und die Space-Marine-Legionen zerfleischen sich gegenseitig in einem galaktischen Bürgerkrieg.
Für das Spiel auf dem Tisch bedeutet das: Space Marines gegen Space Marines. Loyalisten gegen Verräter, Bruder gegen Bruder. Xenos-Völker spielen praktisch keine Rolle, und genau das ist der Reiz. Wo 40K auf möglichst unterschiedliche Fraktionen setzt, feiert Horus Heresy die feinen Unterschiede zwischen 18 Legionen, die auf dem Papier alle dasselbe sind: genetisch veränderte Supersoldaten.
Das US-Fachmagazin Bell of Lost Souls beschreibt Horus-Heresy-Spieler als Menschen, die Space Marines so sehr lieben, dass ihnen eine einzige Sorte Servorüstung schlicht nicht reicht – mindestens vier verschiedene Rüstungsmarken müssen es sein. Denn während im normalen 40K fast alle Marines in derselben modernen Rüstung stecken, unterscheidet Horus Heresy penibel zwischen historischen Rüstungsgenerationen.
Dass sich diese spielerisch kaum unterscheiden, stört dabei niemanden. Es geht ums Sammeln, Bauen und Bemalen – und darum, extrem spezifische Momente der Warhammer-Geschichte originalgetreu auf den Tisch zu stellen. Und genau diese Lore-Nerds dürfen sich jetzt freuen: Eure Sammlung bekommt in wenigen Tagen richtig coole Neuzugänge.
Das steckt in der neuen Maximus Battle Group
Mit der Maximus Battle Group bringt Games Workshop nämlich die vierte Rüstungsgeneration: Die ikonische MkIV-Servorüstung gesellt sich zu den bereits erhältlichen Marken MkII, MkIII und MkVI. Die Box enthält 32 Miniaturen, 30 davon sind komplett neue Modelle:
- 20 Space Marines in MkIV-Rüstung, kompatibel mit den bestehenden Waffen-Upgrade-Sets.
- 10 Assault Marines mit Sprungmodulen, wahlweise mit klassischen Kettenschwertern oder als Veteranentrupp mit Power-Lanzen.
- Ein Contemptor Dreadnought mit allen Waffenoptionen sowie ein Sicaran Battle Tank – beide Kits gibt es allerdings schon länger einzeln.
Parallel erscheint mit dem Whirlwind Missile Tank ein weiterer Klassiker: Der Raketenpanzer auf Rhino-Basis ist seit den 90ern ein ikonischer Anblick in 40K und findet nun endlich seinen Weg ins 31. Jahrtausend.
Die Maximus Battle Group kostet 175 Euro (UVP), ist seit dem 28. Juni 2026 vorbestellbar und erscheint offiziell am 8. Juli 2026. Laut der Review-Seite Tale of Painters spart ihr gegenüber dem Einzelkauf vergleichbarer Sets rund 30 Prozent. Die MkIV-Trupps sollen laut Games Workshop später auch einzeln erhältlich sein, ein Termin steht noch nicht fest.
Wie sieht es bei euch aus: Braucht ihr die bunte Völker-Vielfalt von Warhammer 40.000 oder versteht ihr die Faszination, einen Bürgerkrieg zwischen 18 fast identischen Legionen nachzuspielen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
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