Ein Machtwort aus Peking. Nachdem die US-Regierung im letzten Jahr Nvidia untersagt hat, KI-Chips nach China zu verkaufen, sollen nun chinesische Regulierungsbehörden den Import von Nvidia-Chips untersagt haben, das berichtet die Financial Times.
Die Verschärfung folgt auf eine Lockerung der US-Regierung, die Nvidia den Export älterer KI-Chips im letzten Monat genehmigt hatte.
Verkauf erlaubt, Import blockiert
Laut dem Bericht der Financial Times sollen Zulieferer für Nvdias H200-Chips die Produktion pausiert haben, nachdem chinesische Behörden Warensendungen der KI-Prozessoren während des Einfuhrprozesses blockiert haben. Als Quelle gibt das Finanzmagazin zwei Personen an, die über die neue Entwicklung Bescheid wissen.
Gut zu wissen: Der H200-Chip ist ein KI-Prozessor der letzten Generation. Nvidia hat mit den Blackwell-Chips B200 und GB200 weitaus leistungsstärkere Prozessoren für KI-Berechnungen vorgestellt.
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Nvidia stellt neuen KI-Computer im Mini-Format vor
Bereits im November 2025 wurde bekannt, dass China Unternehmen dazu anhalten würde, vor allem auf heimische KI-Produkte zu setzen. Damals umgingen immer mehr chinesische Firmen die Aufforderung, indem sie KI-Zentren im nahegelegenen Ausland für Prozesse nutzten.
Wie die Financial Times berichtet, rechnete Nvidia fest mit einem Absatz von über einer Million KI-Chips in China. Ermutigt durch das grüne Licht aus Washington hatten die Zulieferer ihre Produktion bereits hochgefahren, um im März erste Großlieferungen auf den Weg zu bringen.
Besonders riskant: Einige der gefertigten Komponenten sollen spezifisch auf die H200-Architektur zugeschnitten sein und sich nicht anderweitig verwenden lassen.
Laut dem Bericht soll es unklar sein, ob die Blockierung zeitlich begrenzt ist.
Die US-Sanktionen könnten durch diese Reaktion Chinas zum Bumerang werden. Indem Peking den Zugang zu Nvidias Hardware nun selbst blockiert, werden Alibaba, Tencent und Co. gezwungen, massiv in das Ökosystem von Huawei zu investieren oder Schlupflöcher im Ausland zu finden.
Was als Eindämmung gedacht war, könnte sich jetzt als Beschleuniger für Chinas heimische Chip-Industrie erweisen.
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