Was vorher Geld kostete ist jetzt kostenlos: Claude kommt Usern entgegen

Anthropic hat eine Reihe von bisherigen Premium-Funktionen von Claude für alle verfügbar gemacht.

Anthropic erweitert das Angebot von Claude. (Bild: Francois Eichinger - Adobe Stock) Anthropic erweitert das Angebot von Claude. (Bild: Francois Eichinger - Adobe Stock)

Im KI-Rennen suchen die verschiedenen Anbieter nach Möglichkeiten, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Anthropic hat sich jetzt dafür entschieden, einige Premium-Features von Claude jetzt für alle kostenlos anzubieten.

Claude wird auch in der Gratis-Version besser

Claude gilt als eine der besten Alternativen zu ChatGPT und Gemini. Der Hersteller Anthropic möchte sich dabei nicht nur technologisch, sondern auch moralisch als eine Art Gegenentwurf positionieren. Beim Super Bowl machte man sich etwa über die in ChatGPT neu eingeführte Werbung lustig:

Video starten 1:00 Super Bowl: Mit diesem Clip schießt Anthropic gegen OpenAI und ChatGPT

Während bei der großen Konkurrenz von OpenAI künftig Chats zu Werbezwecken ausgewertet werden, verspricht Anthropic, dass Claude auch weiterhin werbefrei bleiben soll. Nun hat man einen weiteren Schritt in Richtung der Nutzerfreundlichkeit gemacht.

Einige Premium-Features, die bisher nur mit einem kostenpflichtigen Abo genutzt werden konnten, stehen jetzt allen Claude-Nutzern kostenlos zur Verfügung (via CNet). Besonders drei Funktionen stechen dabei heraus:

  • File Creation: Nutzer können jetzt direkt in Claude PowerPoint-Präsentationen, Excel-Tabellen, Word-Dokumente und PDFs erstellen
  • Connectors: Claude kann nun mit verschiedenen Anwendungen wie Google Workspace verknüpft werden
  • Skills: Nutzer können Claude besser an die eigenen Bedürfnisse anpassen

Darüber hinaus bietet die kostenlose Claude-Version jetzt auch die Möglichkeit, längere Chats zu führen und verbesserte Suchfähigkeiten. Insgesamt wird die Grundstufe durch die Änderungen also deutlich aufgewertet.

Warum macht Anthropic das? Hinter den Änderungen steckt die Hoffnung, mehr Menschen von den Vorteilen von Claude zu überzeugen. Anthropic möchte, dass KI möglichst regelmäßig genutzt wird und nicht nur, um ganz bestimmte Aufgaben zu erledigen.

Gleichzeitig dürfte der Schritt auch eine weitere Reaktion auf die Ankündigung von OpenAI sein, nach der es schon bald Werbung in ChatGPT geben wird. Das gilt dabei nicht nur für das kostenlose, sondern auch für das günstigste Abo-Modell.

OpenAI-CEO Sam Altman hat sich übrigens zu den Vorwürfen von Anthropic geäußert und dabei zurückgeschossen.

Während der kostenlose Zugang bei der bekanntesten Konkurrenz also für viele unattraktiver wird, wertet Anthropic das eigene Gratis-Angebot deutlich auf. Die Hoffnung dürfte dabei sein, dass viele ChatGPT-Nutzer nach einer Alternative suchen und sich dann für Claude entscheiden.

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