Im vergangenen Jahr hat Microsoft die »Ära der KI-PCs« eingeläutet. Federführend hierbei ist das eigene »Copilot+«-Programm, das KI-Features auf bestimmte Notebooks im Rahmen von Windows 11 24H2 gebracht hat.
Bisher waren diese Funktionen primär den Snapdragon X-Prozessoren von Qualcomm auf Basis der ARM-Architektur zugewiesen. Wie Microsoft nun verlauten lässt, sind nun auch die beiden anderen CPU-Hersteller an der Reihe.
Sowohl Intel als auch AMD haben schon vor Monaten ihre eigene Fassung eines Prozessors mit mindestens 40 TOPS schwerer NPU (Neural Processing Unit) auf den Markt gebracht, die als Voraussetzung für die Copilot-Funktionen gelten.
- Bei AMD sind dies Modelle der »Ryzen 300 AI«-Serie, die erstmals in Form des Ryzen AI 9 HX 370 zur Computex 2024 gezeigt wurden. Seit der CES stecken auch kleinere (und damit günstigere) Varianten in Laptops.
- Bei Intel dreht sich hingegen alles um die Core Ultra 200 Serie aus der Lunar-Lake-Generation – auch hier zur Computex 2024 präsentiert. Im Handheld-Markt schickt sich diese Serie ebenfalls in wenigen Monaten an, euch vom Kauf zu überzeugen, etwa beim MSI Claw 8 AI+.
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Copilot+ mit Intel- und AMD-Prozessor: Was ist neu?
Das kontroverseste Feature der Liste findet sich in der offiziellen Ankündigung zumindest nicht wieder: Das umstrittene Recall-Feature dürfte zur Ankunft von Copilot+ auf Intel- und AMD-Laptops nicht enthalten sein.
Stattdessen nennen die Entwickler insgesamt vier Funktionen, die früher oder später in einem Update auf den Rechnern landen sollen:
- Live-Übersetzungen: Etwas mehr als 40 Sprachen soll euer Laptop in Echtzeit ins Englische übersetzen können. Eine andere Zielsprache ist bisher nicht angekündigt.
- »Image Creator«: Ein Bildgenerator, der anhand von textbasierten Prompts ein entsprechendes Bild ausgibt. Auch sollt ihr damit bereits bestehende Fotos mit einer »Neuinterpretation« ausstatten können.
- »Paint Co-Creator«: In der Microsoft-eigenen Paint-Software sollt ihr »erweiterte Tools zum Zeichnen und Bearbeiten« eurer Kunstwerke zur Verfügung gestellt bekommen.
Diese drei Funktionen sollen im kommenden Monat sukzessive per »Windows Controlled Feature Rollout« auf den jeweiligen Laptops landen.
Nicht sofort mit dabei ist hingegen der »Voice Access«: Hierbei handelt es sich um eine Sprachsteuerung, die euch durch das gesamte Betriebssystem führen soll. Das Feature ist zunächst weiterhin nur für Geräte mit Qualcomm-Prozessor gedacht, soll aber noch im Laufe des Jahres für die genannten Intel- und AMD-basierten Notebooks freigeschaltet werden.
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