In den vielen Jahren, die uns die GTA-Reihe jetzt schon begleitet, sind uns ihre Hauptcharaktere fest ans Herz gewachsen. Tommy Vercetti aus GTA: Vice City versprüht unverwechselbare 80er-Coolness, CJ aus San Andreas ist ungeheuer nahbar und Trevor aus Teil 5 ... naja, wenn wir ehrlich sind, mögen wir chaotische Charaktere, weil sie genau das tun, was wir uns im echten Leben nie trauen würden.
Aber was wäre, wenn es diese Charaktere wirklich gäbe? Wärt ihr dann mit ihnen befreundet oder würdet so weit Abstand nehmen wie möglich? Wir machen dafür mal ein kleines Gedankenexperiment.
Wem vertraut ihr am meisten?
Wir verfrachten die Hauptprotagonisten der beliebtesten Einträge in die Gegenwart der echten Welt. Sie machen hier in etwa das, was sie auch in ihren Spielen getrieben haben - vielleicht ein wenig realistischer, denn sonst würden unsere Städte vermutlich nicht mehr stehen. Ihr Charakter und ihre Fähigkeiten sind dieselben wie in GTA.
Jetzt stellt euch vor: Ihr seid gerade in eine neue Stadt gezogen, habt noch keine neuen Freunde und eure Nachbarn sind nie Zuhause. Ihr wollt aber unbedingt einen Zweitschlüssel zu eurer Wohnung bei irgendwem abgeben, damit ihr euch im Fall der Fälle nicht ausschließt und für teuer Geld einen Schlüsseldienst beauftragen müsst.
Allerdings habt ihr keine andere Möglichkeit, als einem der GTA-Protagonisten den Schlüssel zu all eurem Hab und Gut anzuvertrauen. Wen würdet ihr wählen?
Wer steht zur Auswahl?
Claude aus GTA 3: Der stille Protagonist des ersten 3D-Spiels der Reihe hat nicht einmal einen bekannten Nachnamen und sagt im gesamten Spiel kein einziges Wort. Und auch sonst ist er ein gelassener Typ, der seine Emotionen für sich behält. Man sollte es sich allerdings nicht mit ihm verscherzen, denn Rache hält er für ein adäquates Mittel, um sein Recht durchzusetzen.
Tommy Vercetti aus GTA: Vice City: Tommy ist da schon deutlich extrovertierter. Er ist leicht reizbar und neigt zu Gewalt, gegenüber Menschen, die ihm wichtig sind, ist er aber durchaus empathisch. Er hält sich außerdem an den Ehrenkodex der Mafia und legt viel Wert auf Loyalität. Solltet ihr also eine entsprechende Vereinbarung treffen, habt ihr ganz gute Karten.
CJ aus GTA: San Andreas: CJ ist deutlich weniger gewalttätig als seine Vorgänger und zeigt sich auch gegenüber seinen Opfern oft empathisch. Er empfindet das ein oder andere Mal sogar Reue für seine Taten, ist aber natürlich trotzdem nicht zu Späßen aufgelegt, wenn's hart auf hart kommt. Wenn es gegen Freunde oder Familie geht, fackelt er nicht lang. Solange ihr seine Schwester nicht beleidigt, seid ihr auf der sicheren Seite.
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Niko Bellic aus GTA 4: Niko hatte kein leichtes Leben. Als Kriegsüberlebender ist er frustriert, fatalistisch und orientierungslos. Er glaubt, dass das Morden das Einzige ist, wozu er imstande ist, auch wenn er seine Taten bereut. Fühlt er sich verraten, kann er explodieren, ist aber meist eher geordnet. Auch ist Niko zu Mitgefühl imstande, und das nicht nur Menschen gegenüber, die ihm nahestehen.
Michael De Santa aus GTA 5: Wie die anderen hat auch Michael ein Wutproblem, für das er sich sogar in Therapie begeben hat. Er versucht, sich selbst und seine abscheulichen Taten zu reflektieren, ablegen kann er seine Charakterzüge jedoch nicht. Michael ist egozentrisch, kümmert sich vor allem um seine eigenen Probleme und versinkt zuweilen im Selbstmitleid.
Trevor Philips aus GTA 5: Trevor gewinnt auf jeden Fall schonmal den Preis für den extremsten Hauptcharakter der Reihe. Er ist ein waschechter Soziopath, der von purer Zerstörungswut angetrieben wird. Bringt ihn etwas auf, nimmt man am besten ganz schnell die Beine in die Hand. Trevor tötet, ohne mit der Wimper zu zucken und oft aus purer Mordlust. Trotzdem sehnt er sich nach Liebe und kann zumindest von sich behaupten, eine ehrliche Haut zu sein, denn Heuchler mag er gar nicht.
Franklin Clinton aus GTA 5: Von den drei Hauptprotagonisten aus GTA 5 ist Franklin der ausgeglichenste und er versucht Drama zu vermeiden. Er ist ehrgeizig und fungiert oft als Schlichter, wenn sich seine Kumpanen mal wieder in die Haare kriegen. Franklin steht für seine Freunde ein, was gerne von ihnen ausgenutzt wird. Durch all die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten fühlt er sich häufig einsam und kann einen echten Freund gut gebrauchen.
Und? Wie fällt euer Urteil aus? Geht ihr mit den Chaoten dieser Liste durch dick und dünn und setzt darauf, dass sie euch schon wohlgesonnen bleiben? Oder setzt ihr lieber auf die sichere Bank und wählt einen der besonneneren Charaktere als Vertrauten?
Schreibt uns gerne in die Kommentare, wie ihr zu eurer Entscheidung kommt.
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