Grafik-Wunder mit Nebenwirkungen: Eine Einstellung in Crimson Desert solltet ihr mit Vorsicht genießen

Die Ray Reconstruction sieht in Crimson Desert super aus, doch ihr müsst mit Nachteilen rechnen.

Sind euch diese Nachteile zu viel, oder lasst ihr die Ray Reconstruction an? (Bildquelle: Pearl Abyss) Sind euch diese Nachteile zu viel, oder lasst ihr die Ray Reconstruction an? (Bildquelle: Pearl Abyss)

Endlich ist es da: Crimson Desert ist offiziell erschienen und hat spielerisch einiges zu bieten. Auch die Grafik kann sich durchaus sehen lassen. 

Besonders die Ray Reconstruction sieht absolut super aus. Leider bringt sie auch ein paar Nachteile mit, die ihr auf dem Schirm haben solltet.

Aber eins nach dem anderen.

Was ist Ray Reconstruction?

Das steckt dahinter: Hinter dem Begriff Ray Reconstruction (RRC) verbirgt sich eine KI-gestützte Technologie (Teil von Nvidias DLSS 3.5), die das übliche Denoising von Raytracing ersetzt. 

Normalerweise entstehen beim Berechnen von Lichtstrahlen unschöne Bildfehler und Bildrauschen, die durch herkömmliche Filter (Denoiser) mühsam geglättet werden müssen. Das oft zulasten vieler Details. 

Ray Reconstruction ersetzt diese alten Filter durch ein neuronales Netzwerk, das unter anderem Lichtmuster präziser erkennt. Das Ergebnis sind realistischere Spiegelungen und eine akkuratere Beleuchtung.

Im Falle von Crimson Desert heben sich dank RRC auch einzelne Elemente in der Umgebung deutlich besser voneinander ab. Seht selbst:

RRC aus RRC an RRC aus RRC an

Ray Reconstruction mit Preis

Der realistische Look kommt natürlich nicht ohne entsprechende Kosten. Zum Großteil müsst ihr für diese mit der Performance eures PCs aufkommen, aber das ist nichts Neues. Realistisches Licht ist einfach anspruchsvoll für Hardware.

Wie viel Leistung schluckt RRC? Auf unserem High-End-Testsystem mit einer RTX 5090, einem Ryzen 7 9800X3D und 64 GB DDR5-RAM kamen wir in WQHD-Auflösung mit DLAA und maximalen Einstellungen (abgesehen von RRC) auf 96 FPS im Schnitt.

Mit aktivierter RRC ist die Performance um satte 38 Prozent auf 59 FPS gesunken.

Neben den üblichen Performance-Einbußen gibt es allerdings noch andere Probleme mit RRC.

1. Schattenflimmern

Es fällt je nach Umgebung mal mehr, mal weniger auf: Schon ab wenigen Metern Abstand zum Spielcharakter grieseln die Schatten bei aktivierter Ray-Reconstruction wie ein alter Fernseher ohne Signal. 

Das kann ganz schön nerven. Je nachdem, wie empfindlich ihr in dieser Hinsicht seid, habt ihr ein besseres Spielerlebnis, wenn ihr Ray-Reconstruction ausschaltet.

Da das Flackern in Bildern nicht sichtbar ist, schaut gerne das Video weiter unten. Da seht ihr es nochmal genauer.

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2. Probleme mit dem Surface Detail Mapping

Wenn ihr RRC einschaltet, leidet das Detail Mapping darunter. Vereinfacht ausgedrückt: Texturen wirken mit RRC teilweise deutlich flacher.

Das seht ihr hier im Bildvergleich:

RRC aus RRC an RRC aus RRC an

Und da Bilder bei Spielegrafik immer semi-aussagekräftig sind, haben wir hier ein kleines Video, in dem ihr genauer seht, wie sich RRC auswirken kann. Im Video scheinen gerade die flackernden Schatten nicht allzu sehr aufzufallen, doch im Spiel macht sich das deutlich bemerkbar.

Video starten 0:58 Crimson Desert Ray Reconstruction Nachteile

3. Fehlender Regen

Wie der YouTuber Hardware Unboxed festgestellt hat, fehlt in Crimson Desert auch der visuelle Effekt von Regen, solange die Ray Reconstruction eingeschaltet ist.

Wir gehen davon aus, dass die Entwickler von Pearl Abyss bald einen Bugfix veröffentlichen werden, der dieses Problem löst. Noch taucht der Fehler allerdings nicht in der Liste der bekannten Probleme in Crimson Desert auf.

Somit seid ihr offiziell gewarnt: Ray Reconstruction macht das Bild nicht ausschließlich schöner.

Wie seht ihr die kleineren Grafikfehler mit aktivierter Ray-Reconstruction? Könnt ihr Unruhen im Bild verzeihen, auch wenn es um allseits anwesende Schatten geht?

Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

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