Wozu eine SSD?! Jemand hat Crysis 3 auf einer RTX 3090 installiert & es läuft

Eine Spielerin hat Crysis 3 in den Videospeicher ihrer Nvidia Geforce RTX 3090 installiert. Wir verraten euch, wie das funktioniert und was es bringt.

von Alexander Köpf,
05.10.2020 11:30 Uhr

75 Bilder pro Sekunde bei sehr hohen Einstellungen und 4K-Auflösung. Doch das liegt nicht an der Art der Installation, sondern an der RTX 3090. (Bildquelle: Twitter/Strife212) 75 Bilder pro Sekunde bei sehr hohen Einstellungen und 4K-Auflösung. Doch das liegt nicht an der Art der Installation, sondern an der RTX 3090. (Bildquelle: Twitter/Strife212)

Der Asudruck »Can It Run Crysis?« steht für exorbitante Hardware-Ansprüche und ist nicht mehr aus dem Spiele-Jargon wegzudenken. Spielerin und Software-Ingenieurin »Strife, la fillette révolutionnaire« (@Strife212) hat sich das offenbar auf die Fahne geschrieben und ein interessantes Experiment durchgeführt:

Kann man Crysis 3 auf dem Videospeicher einer Nvidia Geforce RTX 3090 installieren und wenn ja, wie spielt es sich dann?

Kann ein Spiel überhaupt in den VRAM installiert werden?

Ja, man kann tatsächlich ein Spiel in den Speicher einer Grafikkarte installieren, lautet die Kurzantwort. Möglich wird das durch das Tool »GPU Ram Drive« (hier gehts zum Download), welches genau wie die bekannteren RAM-Disks für den Arbeitsspeicher eines Rechners einen virtuellen beziehungsweise temporären Datenträger erstellt.

Link zum Twitter-Inhalt

Virtuelles Laufwerk: Das GPU Ram Drive kann dann wie ein normales Laufwerk angesprochen und beispielsweise Spiele darauf installiert werden. So hat Strife 15,0 von den 24,0 GByte ihrer RTX 3090 für das GPU Ram Drive abgezweigt. 9,0 GByte bleiben noch als normaler Videospeicher.

Welche Vorteile bringt das GPU Ram Drive?

Theoretisch sollte der Videospeicher (VRAM) mit seinen hohen Geschwindigkeiten für so gut wie keine Ladezeiten sorgen. In der Praxis dürften sich die Vorteile jedoch als sehr gering darstellen, gerade mit Blick auf moderne NVMe-SSDs und neue Technologien wie RTX IO, die ebenfalls deutlich kürzere Ladezeiten verheißen.

Kaum mehr FPS zu erwarten: Mit Blick auf die Bildraten dürften sich die Vorteile durch das Installieren auf dem GPU Ram Drive ebenfalls in Grenzen halten. Die Grafikberechnungen laufen dadurch nicht schneller ab.

Die Ergebnisse von Strife fallen trotzdem sehr gut aus, auch wenn das an der schieren Rechenpower der RTX 3090 liegt und nicht an ihrem interessanten Experiment. Lest dazu unseren Test zur RTX 3090:

Geforce RTX 3090 im Test   333     13

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Bei 4K-Auflösung und sehr hohen Detaileinstellungen erreicht Strife 75 FPS. Die Grafikkarte ist dem Tweet (Screenshot oben) zufolge dabei allerdings nur zu 80 Prozent ausgelastet.

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