Die Smartphone-Welt hat lange darauf gewartet. Apple hat endlich sein erstes Falt-Handy vorgestellt. Heute, am 16. Oktober, starten die Vorbestellungen für das iPhone Duo.
Wie gut sich das 2.300-Euro-Smartphone verkaufen wird, zeigt sich schon bald. Währenddessen feiert Apples engster Konkurrent in diesem Bereich angeblich große Erfolge: Samsung.
Der »Apple-Effekt«
Dass Apple mit seinen Vorstellungen neuer Produktkategorien für ordentlich Aufmerksamkeit sorgt, ist bekannt. Ähnlich ist es mit dem iPhone Duo. Egal, ob deutsche oder US-amerikanische Creator: Die Aufrufe der YouTube-Videos sind schwindelerregend (27 Millionen bei MKBHD).
Fest steht: Apple hat damit die Aufmerksamkeit der breiten Masse auf eine Produktkategorie gelenkt, die seit vielen Jahren in einer Nische verweilt – nämlich Foldables.
Und Samsung scheint davon zu profitieren – zumindest, wenn man den Zahlen glaubt, die das Unternehmen gegenüber Forbes nennt.
- Laut Richard Chang, Vizepräsident von Samsung U.K. und Irland, verzeichnet das Unternehmen 300 Prozent mehr Google Suchanfragen allein im letzten Monat.
- Zusätzlich soll die Nachfrage seit dem Verkaufsstart um 16 Prozent gestiegen sein.
Beide Zahlen lassen sich leider nicht unabhängig prüfen. So ist beispielsweise unklar, wie genau Samsung die 300 Prozent berechnet hat (Suchbegriffe, Regionen oder exakte Zeiträume). Da helfen also auch keine öffentlich einsehbaren Tools wie Google Trends. Gleiches gilt für die gestiegene Nachfrage.
Im Kern sind diese Zahlen aber nicht ganz abwegig.
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Warum Samsung wirklich davon profitieren kann
Im Jahr 2026 hat sich im Bereich der faltbaren Smartphones durch eine vermeintlich kleine Änderung eine Wende ergeben. Mit dem Fold8 führte Samsung das sogenannte Passport-Design ein.
Wie der Name bereits vermuten lässt, ist der Formfaktor an einen Reisepass angelehnt. Und auch andere Hersteller – neben Apple – setzen darauf, etwa Xiaomi und Huawei.
Mit Erfolg! Das Fold8 hat die Verkaufserwartungen von Samsung bei Weitem übertroffen. Stellenweise wurden auf der Webseite vergleichsweise lange Lieferzeiten ausgeschildert. Die Südkoreaner mussten die Produktion erhöhen, um die Nachfrage zu decken.
Foldables sind beliebter denn je. Mit dem iPhone Duo lenkt Apple zusätzlich massiv Aufmerksamkeit auf die praktischen Alltagsbegleiter. Nur preislich bleibt das Apple-Foldable für viele unattraktiv. 2.300 Euro verlangt der Hersteller für seinen neuesten Wurf aus der Cupertino-Schmiede.
Obendrein machen horrende Reparaturkosten die Runde. So verlangt Apple beispielsweise rund 1.150 Euro für die Reparatur des Innendisplays. Für sonstige Schäden nennt Apple selbst rund 1.720 Euro.
Samsung und Co. als günstige(re) Alternative
Samsung ist in genau diesen Punkten günstiger, wenn auch trotzdem teuer. Auch wenn das Fold8 offiziell rund 2.000 Euro (UVP) kostet, wird es mit wechselnden Rabatten fast nie zu diesem Preis angeboten.
Bei anderen Händlern ist das Gerät teilweise für unter 1.500 Euro zu haben. Mit 655 Euro ist die Reparatur zudem deutlich günstiger. Apple Care+ wird für das iPhone Duo fast schon zum Pflicht-Abonnement.
Natürlich bleiben Apple-Fans ihrer Marke mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit treu und werden nicht wechseln. Dafür spricht für viele allein schon das Ökosystem.
Andere, die flexibler sind, könnten bei Samsung (oder anderen Marken) hingegen eine preiswertere Alternative finden – oder weiterhin auf »normale« Smartphones ohne teuren Faltmechanismus setzen.





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