Der normale Meaco Sefte 10 ist einer der beliebtesten Ventilatoren überhaupt. Stiftung Warentest hat ihn mit der Note 1,4 ausgezeichnet. Er ist regelmäßig ausverkauft.
Seit einiger Zeit gibt es die Pro-Variante, die ich mir genauer angeschaut habe. Als Standmodell kostet sie rund 200 Euro und packt Akku, App und ein paar smarte Extras obendrauf, die der Sefte 10 nicht bietet.
Nach einer Woche im Einsatz bin ich überzeugt: Es ist einer der besten Ventilatoren, die ich je hatte.
Denn er hat nicht nur ordentlich Power, sondern ist dazu noch angenehm leise, sieht gut aus – und ist dank des integrierten Akkus super portabel.
Groß, aber durchdacht gebaut
Als ich ihn ausgepackt hatte, war ich überrascht, wie groß der Kopf des Ventilators ist. Das hat einen klaren Vorteil: Er bewegt richtig viel Luft. Statt eines dünnen Strahls ins Gesicht wird der ganze Raum spürbar gleichmäßiger und frischer.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass das gerade bei den aktuellen Hitzewellen super angenehm ist.
Links: Das minimalistische Display zeigt alle nötigen Infos wie Temperatur, Ventilatorstufe und Modus. Rechts: Der Ventilator von schräg-hinten.
Dazu schwenkt er horizontal und vertikal, auf Wunsch beides gleichzeitig, und lässt sich über zwölf Stufen regeln. Das Design ist Meaco-typisch minimalistisch-clean. Ich mag es.
Das Coole daran: Die einzelnen Segmente des Ständers lassen sich kürzen. So wird aus dem hohen Standgerät bei Bedarf ein kompakteres. Drei unterschiedliche Höhen sind möglich.
Der Aufbau ist angenehm simpel. Die Teile werden einfach zusammengeschraubt und halten fest zusammen. So kann der Sefte 10 Pro bei Bedarf auch als Tischventilator genutzt werden, obschon er dafür immer noch etwas groß ist.
Schnurlos ist der eigentliche Gamechanger
Die wohl beste Neuerung des Pro-Modells ist der Akku, der sogar austauschbar ist. Heißt: Ich nehme ihn überallhin mit, ohne nach einer Steckdose suchen zu müssen.
Auf der niedrigsten Stufe hält der Akku laut Meaco bis zu 40 Stunden durch, über eine Nacht real eher zehn bis zwölf, wobei ich ihn mit dem Timer ohnehin nach wenigen Stunden ausschalte. Voll aufgeladen ist er in rund drei Stunden.
Diese Mobilität verändert, wie ich das Gerät überhaupt nutze.
Tagsüber im Office, abends vorm Sofa, nachts neben dem Bett – ich kann den Sefte 10 Pro überall mit hinnehmen. Trotz der Größe ist er mit rund 5,5 Kilo erfreulich leicht zu tragen.
Natürlich könnt ihr den Sefte 10 Pro auch ganz normal am Stromkabel nutzen.
Leise, aber mit ordentlich Kraft
Ebenfalls erfreulich: Er ist schön leise und wälzt die Luft trotzdem kräftig um.
Ich habe nachgemessen. Auf niedriger Stufe komme ich mit der Apple Watch auf 34 bis 35 Dezibel aus einem Meter. Das ist angesichts des Hintergrundrauschens fast nichts.
Das deckt sich auch grob mit Labortests. Meaco nennt im Bestfall 25 Dezibel, die jedoch in keinem normalen Raum herrschen. Er ist auf den niedrigeren Stufen flüsterleise. Erst auf den hohen Stufen, bei rund 55 Dezibel, wird er deutlich hörbar.
Der Luftstrom reicht darüber hinaus locker über 10 Meter. So weit, dass ich raus auf die Terrasse gehen kann und trotzdem noch etwas abbekomme.
(Und apropos Terrasse: Auch hier steht der Sefte 10 Pro, wenn ich ihn abends brauche.)
Dazu kommt ein Nachtmodus, der das Display abschaltet und das Tempo nach und nach drosselt. Hier gibt es nichts, was ich vermisse.
Das kleine Detail, das ich mir für jeden Ventilator wünsche
Die Fernbedienung ist magnetisch und dockt mittig im Gerät an. Klingt nach einer Kleinigkeit. Es ist aber clever.
Bei den meisten Ventilatoren ist die Fernbedienung das erste Teil, das in der Sofaritze verschwindet oder irgendwo liegt, wo man es nicht mehr findet.
Steuern lässt sich der Sefte außerdem per App und über Alexa oder Google.
Die Fernbedienung ist als unscheinbare Abdeckung getarnt und haftet magnetisch.
Was nicht perfekt ist
Echte Macken hat der Meaco Sefte 10 Pro kaum. Eine davon: Er steht nicht gerade bombenfest. Der Standfuß wirkt einen Tick wackelig. Zwar nicht billig, aber eben nicht kerzengerade-stabil.
Was mir bei dem Preis außerdem fehlt, ist eine echte HomeKit-Integration. Meaco setzt nur auf Alexa und Google, von Apple-Seite gibt es nichts. Schade, gerade in dieser Klasse.
Und wer die Smart-Home-Anbindung und den Akku gar nicht braucht, fährt mit der günstigeren Standard-Sefte-10 ohnehin besser, der deutlich günstiger ist, wenn er nicht ausverkauft ist. Das Pro-Modell eignet sich also vor allem dann, wenn ihr smarte Steuerung und Portabilität bevorzugt.
Alternativen
Einen sehr ähnlichen Konkurrenten gibt es in Form des SwitchBot-Standventilators ab 100 Euro. Er bietet ebenfalls Smart-Home-Kopplung und lässt sich in der Höhe anpassen. Ein Test zu diesem Modell folgt in Kürze.
Wer statt reiner Luftumwälzung lieber aktive Kühlung mit feinem Nebel sucht, liegt beim Dreo TurboCool richtig. Die kompakte 516S-Version gibt es ab rund 100 Euro – hier geht's zu meinem Hands-On.
Und die günstigste Variante bleibt der normale Sefte 10 für rund 130 Euro: gleicher leiser Kern, nur ohne Akku und App.
Erster Eindruck: einer der besten, die ich je hatte
Der Sefte 10 Pro ist nicht billig, und er ist größer, als ich dachte. Trotzdem gehört er zu den besten Ventilatoren, die ich je hatte.
Leise, kraftvoll, bei Bedarf schnurlos. Und mit dem einen Magnet-Detail, das ich ab jetzt überall vermissen werde. Er bietet zwar keine Nebelfunktion wie der ebenfalls hervorragende Dreo TurboCool 6125S, den ich ebenfalls ausprobiert habe.
Doch den Meaco Sefte 10 Pro überall hintragen zu können, ist ein größerer Vorteil, als ich anfangs dachte. Und ich genieße es bei diesem Wetter extrem.
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