Ich empfehle euch 5 Laptops unter 1.000 Euro für Studenten: Ausgerechnet das Gerät mit dem wenigsten RAM würde ich selbst kaufen

Der Laptop-Kauf wird für Studenten zur Herausforderung! Ich habe 5 Empfehlungen bis 1.000 Euro für euch herausgesucht.

Welche Laptops unter 1.000 Euro sind für Schüler und Studenten empfehlenswert? (Quelle: HP) Welche Laptops unter 1.000 Euro sind für Schüler und Studenten empfehlenswert? (Quelle: HP)

Noch ist zwar Sommer, aber viele Studenten befassen sich gedanklich schon mit dem anstehenden Wintersemester. Vielleicht wird es ja in diesem Jahr auch Zeit für ein neues Notebook?

Dank der DRAM-Krise, dürften die aktuellen Preise bei vielen Schülern und Studenten für Schweißausbrüche und schlaflose Nächte sorgen. Ich habe mich mal auf die Suche gemacht und 5 Laptops gesucht, die eine ansprechende Leistung bieten, aber dennoch unter 1.000 Euro kosten.

HP ProBook 4

HP trimmt seine ProBooks auf Stabilität und Langlebigkeit. (Quelle: HP) HP trimmt seine ProBooks auf Stabilität und Langlebigkeit. (Quelle: HP)

Mit seinem 14-Zoll-IPS-Display fällt das HP ProBook 4 relativ kompakt aus und eignet sich daher grundsätzlich auch für den mobilen Einsatz. Allerdings muss man das etwas einschränken, denn das Display wird nicht heller als die bei günstigeren Notebooks leider üblichen 300 Nits. 

Das bedeutet, dass ihr im Außenbereich nach einem schattigen Plätzchen suchen solltet, damit ihr auf dem Panel noch etwas erkennen könnt. Im Innenbereich sollte es dagegen zu keinen Einschränkungen kommen.

Da die Oberfläche des Bildschirms entspiegelt ist, werden störende Reflexionen effektiv reduziert. Die Auflösung ist mit 1920 x 1200 Pixel für ein Display mit einer Diagonale von 14 Zoll sinnvoll gewählt. 

High-End-Rechenleistung gibt es in der Preisklasse nicht. Zum Einsatz kommt im ProBook 4 ein Intel Core Ultra 7 255U Prozessor mit 12 Kernen und einer maximalen Taktfrequenz von 5,2 GHz. Die Leistung ist für die üblichen Office-Anwendungen locker ausreichend, Video- oder Bildbearbeitung im größeren Maßstab, dürfte die CPU an ihre Grenzen bringen, hier müsst ihr dann entsprechend mehr Zeit einplanen.

Schnell an ihre Grenzen kommt auch die iGPU des Chips, für normale Office-Tätigkeiten ist sie natürlich völlig ausreichend, 3D mag sie allerdings weniger. Zum Spielen ist das ProBook 4 also nicht geeignet. 

HP ProBook 4 G1i
HP ProBook 4 G1i
Robustes Notebook im kompakten Format und damit ideal für unterwegs.
1138,83 €999 €

An Arbeitsspeicher mangelt es dagegen nicht, in der hier vorgestellten Konfiguration besitzt das Notebook 16-GB-DDR5-5600-RAM, der bei Bedarf auch aufgerüstet werden kann. Die M.2-SSD fasst 512 GB, was jetzt nicht gerade als üppig bezeichnet werden kann. 

Der Akku bietet schlanke 48 Wh, was wohl nur für eher durchschnittliche Akkulaufzeiten sorgen dürfte. HP gibt leider keine Laufzeit an. Für 999 Euro bekommt ihr ein 14-Zoll-Notebook, das zwar keine Rekorde bei der Leistung aufstellt, das aber ein robuster und für den professionellen Bereich ausgelegter Sidekick für den Alltag ist. Gerade die Stabilität und Langlebigkeit lässt sich HP natürlich auch bezahlen.

Dell Pro 14

Die Radeon 860M iGPU. die im Dell Pro 14 steckt, reicht auch für das ein oder andere Spielchen aus. (Quelle: Dell) Die Radeon 860M iGPU. die im Dell Pro 14 steckt, reicht auch für das ein oder andere Spielchen aus. (Quelle: Dell)

Das Dell Pro 14 bekommt ihr gerade im Angebot für 959 Euro. Von der Ausstattung ähnelt es auf den ersten Blick in vielen Punkten dem bereits vorgestellten HP ProBook 4. Auch hier bekommt ihr ein 14-Zoll-IPS-Display das mit 1920 x 1200 Pixel auflöst und enttäuschenderweise auch nicht heller als 300 Nits wird. Die Nachteile des Panels sind damit die gleichen wie beim Gerät von HP. 

Einen ersten Unterschied gibt es dagegen beim Prozessor: Dell pflanzt einen AMD Ryzen AI 350 Chip ein. Der hat 8 Kerne und taktet maximal mit bis zu 5,0 GHz. Er bietet mehr Leistung als der Intel 255U im HP und hat mit der Radeon 860M auch die deutlich stärkere iGPU. 

Dell Pro 14
Dell Pro 14
Großer Rabatt trifft auf leistungsstarke iGPU.
1277 €959 €

Die Speicherausstattung ist mit 16-GB-RAM und einer 512 GB großen M.2-SSD wieder wie beim ProBook 4. Mit 1,36 kg wiegt es noch etwas weniger und das Dell Pro hat sogar den größeren Akku (55 Wh), der dann auch für eine längere Laufzeit sorgt. Im Vergleich zum ProBook 4 ist das Dell-Notebook das klar bessere Gerät. Bleibt nur die Frage, wie lange das Angebot für 959 Euro gilt.

Asus ExpertBook B1

Das Asus ExpertBook B1 ist das günstigste Gerät in der Runde. (Quelle: Asus) Das Asus ExpertBook B1 ist das günstigste Gerät in der Runde. (Quelle: Asus)

Auch das ExpertBook B1 von Asus kommt mit einem 14-Zoll-IPS-Display, das ebenfalls (ich traue es mich fast nicht zu schreiben) auch nicht heller als 300 Nits leuchtet. Allerdings kostet dieser Rechner auch lediglich 679 Euro, da fällt es schon leichter über die mangelnde Strahlkraft hinwegzusehen. 

Die CPU kommt von Intel (i5 13420H) und wurde bereits 2023 vorgestellt. Der Chip besitzt 8 Kerne und erreicht maximal 4,6 GHz. Je nach Benchmark liefert der Prozessor mal etwas mehr oder etwas weniger Leistung als der 255U im HP Notebook. Von leistungshungriger Spezialsoftware mal abgesehen, ist die Leistung für die üblichen Aufgaben in Schule und Uni absolut ausreichend. Von der iGPU dürft ihr keine Wunder erwarten, sie bietet nicht mehr als die Grundversorgung.

Für den verhältnismäßig niedrigen Preis bekommt ihr dennoch 16-GB-DDR5-RAM und eine 512-GB-SSD. Für 679 Euro ist das bei den aktuellen Preisen tatsächlich noch irgendwie fair. Der Akku hat eine Kapazität von 50 Wh, was jetzt nicht unbedingt überragende Laufzeiten erwarten lässt.

ASUS ExpertBook B1
ASUS ExpertBook B1
Starker Allrounder, der auch mit guter Preis-Leistung aufwartet.
679 €

Mit 1,46 kg ist das Asus ExpertBook B1 zwar etwas schwerer als die vorgestellten Geräte von HP und Dell, aber noch immer ausreichend leicht, um beim Transport keinen Bandscheibenvorfall zu riskieren. Das ExpertBook B1 klingt auf dem Papier nach einem guten Deal, es handelt sich allerdings um eine der günstigeren Baureihen von Asus, die von der Qualität (Stabilität, Haptik etc.) allerdings nicht ganz mit den teuren Geräten des Herstellers vergleichbar ist.

Samsung Galaxy Book5

32-GB-RAM bei einem günstigen Notebook für unter 1.000 Euro sind aktuell eine echte Rarität. (Quelle: Samsung) 32-GB-RAM bei einem günstigen Notebook für unter 1.000 Euro sind aktuell eine echte Rarität. (Quelle: Samsung)

Das nächste Gerät, das ich euch vorstellen möchte ist das Galaxy Book5 von Samsung. Ihr bekommt das Gerät mit 15,6-Zoll-Display (Auflösung: 1920 x 1080 Pixel) für 959 Euro. Mit einer maximalen von 330 Nits wird das Panel sogar etwas heller als bei der hier vorgestellten Konkurrenz, einen wirklichen Unterschied macht das allerdings nur auf dem Papier.

Interessant bei dieser Konfiguration ist der Arbeitsspeicher, der mit 32-GB-LPDDR5X für diese Preisklasse erstaunlich groß bemessen ist. Bei dieser Kapazität ist es dann auch nicht so tragisch, dass der Arbeitsspeicher verlötet ist und entsprechend nicht getauscht werden kann. Die SSD entspricht mit 512 GB wieder dem, was man auch bei anderen Herstellern aktuell so für unter 1.000 Euro bekommt.

Das Book5 hat in dieser Konfiguration einen 61,2 Wh großen Akku, der laut Hersteller für eine Laufzeit von 19 Stunden sorgen soll. In der Praxis dürfte dieser Wert unter halbwegs realistischen Bedingungen aber eher nicht erreicht werden. 

Samsung Galaxy Book5
Samsung Galaxy Book5
Wer viel Arbeitsspeicher für wenig Geld sucht, ist hier richtig.
959 €

Beim Prozessor verbaut Samsung einen Intel Core Ultra5 225U mit insgesamt 8 Kernen (max. 4,5 GHz). Es handelt sich bei dieser CPU um den kleineren Bruder des 255U der im HP ProBook 4 werkelt. 

Abgesehen von der etwas niedrigeren Taktfrequenz unterscheidet sich der 225U nicht vom nominell größeren Bruder. Im Alltag solltet ihr keine größeren Leistungsunterschiede bemerken. Mit seinem 15,6-Zoll Display fällt das Galaxy Book5 von Samsung natürlich etwas größer aus, bleibt mit 1,55 kg aber noch tragbar. 

Apple MacBook Neo

Apple hat beim MacBook Neo an einigen Stellen gespart, allerdings nicht bei der Qualität. (Quelle: Apple) Apple hat beim MacBook Neo an einigen Stellen gespart, allerdings nicht bei der Qualität. (Quelle: Apple)

Wenn es um Empfehlungen für Schüler und Studenten geht, ist keine Liste ohne das MacBook Neo vollständig. Apple hat in den vergangenen Tagen die Preise seiner Produkte zum Teil deutlich erhöht. Betroffen war auch das beliebte MacBook Neo, das ursprünglich mal mit der 512-GB-SDD für 799 Euro zu haben war und nun 899 Euro kostet. Es gibt allerdings noch Händler, die das handliche Notebook weiterhin zum alten Preis anbieten. 

Apple hat mit dem Gerät einen Nerv getroffen und zelebriert den Minimalismus.

Als CPU wird der A18 Pro Chip aus der letzten iPhone-Generation wiederbelebt. Das klingt im ersten Moment recht mau, tatsächlich erreicht der Prozessor etwa die Leistung des Apple M1 und ist für die allermeisten alltäglichen Aufgaben absolut ausreichend. 

Gespart hat man in Cupertino dagegen beim RAM, mehr als 8 GB gibt es nicht einmal gegen Aufpreis. Für etwas anspruchsvollere Anwendungen könnte das schon knapp werden. Die SSD ist mit 512 GB so groß wie bei ähnlichen Geräten mit Windows-Betriebssystem. Wie beim Hersteller üblich, können SSD und RAM nicht getauscht werden. 

Einen ganz großen Unterschied gibt es allerdings beim Display: Satte 500 Nits wird das IPS-Panel hell, damit könnt ihr das Gerät ohne Probleme auch im Außenbereich einsetzen! Die Auflösung fällt mit 2408 x 1506 Pixel nicht nur für einen 13-Zoll-Bildschirm erstaunlich hoch aus.

MacBook Neo 13
MacBook Neo 13
Trotz der Preiserhöhung von Apple noch ein verdammt guter Deal.
799 €

Und dann wäre da noch das Gehäuse: Bekommt man sonst überall nur Plastik, lässt Apple sich nicht lumpen und spendiert ein hochwertiges Unibody-Gehäuse, das wertiger ist als die meisten Windows-Laptops, die das Vierfache kosten. Einen Haken gibt es dann aber doch noch. Das Gerät hat nur zwei USB-C-Ports, davon beherrscht einer nur den lahmen USB-2.0-Standard, während der andere immerhin mit USB 3.0 aufwarten kann. 

Mit lediglich 1,23 kg ist das Neo ein echtes Leichtgewicht, das mit einer angegebenen Laufzeit von 16 Stunden auch noch echte Langläuferqualitäten mit sich bringt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern übertreibt es Apple gewöhnlich nicht mit seinen Angaben. Die genannten Laufzeiten lassen sich gewöhnlich in der Praxis erreichen. 

Meine Meinung

Sven Scharpe

Aktuell ein möglichst günstiges aber dennoch brauchbares Notebook zu kaufen ist nicht wirklich einfach. Die Angebote unterscheiden sich meist nur in Details. Während das eine Notebook vielleicht viel RAM bietet (Samsung), ist bei dem anderen die Grafik besser (Dell).

Ein Gerät ist besonders robust und auf die Bedürfnisse professioneller Nutzer zugeschnitten (HP) während ein anderes mit toller Verarbeitung und einem guten Display glänzen kann (Apple). Eine große Schwäche in dieser Preisklasse sind leider die Displays, mit Ausnahme von Apple sind Panels, die nicht heller als magere 300 Nits werden, leider die Regel. 

Wenn ich selbst eines der Geräte kaufen müsste, würde ich wohl zum MacBook Neo greifen. Nicht, weil es von Apple ist, sondern weil es trotz der nur 8-GB-RAM und der lahmen USB-Anschlüsse erstaunlich wenig Kompromisse verlangt, jedenfalls wenn man das Gerät nicht als professionelle Workstation nutzen möchte. Insgesamt muss ich aber zugeben, dass der Kauf eines Notebooks aktuell wirklich keinen Spaß macht.


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