Arbeitsspeicher ist jetzt so gefragt, dass in Südkorea ein Dieb PCs aufgebrochen und nur den RAM mitgenommen hat

In Südkorea ist ein Dieb in ein Büro eingebrochen und hat nichts mitgenomen außer dem Arbeitsspeicher aus den PCs.

Ein erstes Opfer der Speicherkrise war die Marke Crucial vom großen RAM-Hersteller Micron. (Bild: Crucial) Ein erstes Opfer der Speicherkrise war die Marke Crucial vom großen RAM-Hersteller Micron. (Bild: Crucial)

Die Preise für Arbeitsspeicher sind in den letzten Wochen und Monaten stark gestiegen. Die durch den KI-Boom ausgelöste Speicherkrise dürfte sich 2026 auf viele weitere Hardware-Segmente ausweiten. Schon jetzt scheint RAM zum extrem wertvollen Gut zu werden.

Dieb hat es nur auf Arbeitsspeicher abgesehen

Während Arbeitsspeicher lange Zeit zu den günstigeren Komponenten beim Zusammenbau eines neuen PCs gehörte, hat sich das durch die beschriebene Entwicklung zuletzt stark verändert.

Mittlerweile werden oft mehrere hundert Euro für neue Modelle fällig. Wer upgraden will, muss also tief in die Tasche greifen.

Video starten 39:01 3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!

Diese Situation hat jetzt offenbar zu einem kuriosen Einbruch geführt. Wie ein User in einem südkoreanischen Forum erzählt, ist ein Dieb in das Designbüro eines Bekannten von ihm eingebrochen. Merkwürdigerweise gab es aber kaum Spuren von dem Einbruch (via VideoCardz).

  • Allerdings waren die Seitenscheiben von zwei dort genutzten Computern zerbrochen. Geklaut wurden offenbar nur vier Micron-Module mit 32 GByte. Der Einbrecher hatte es also wohl ausschließlich auf den Arbeitsspeicher abgesehen.
  • Glücklicherweise war der Bekannte versichert. Sobald er die Entschädigung erhalten hat, möchte er die PCs wieder zusammenbauen, dann aber auf gläserne Seitenplatten verzichten. Möglicherweise hatte der Dieb die RAM-Riegel bei einem Besuch in dem Büro durch die Scheiben überhaupt erst gesehen.
  • Aufgrund der extremen RAM-Preise scheint es aber Probleme bei der Berechnung der Versicherungssumme zu geben. Wie viel die Komponenten tatsächlich wert sind, kann wohl kaum jemand mit Sicherheit sagen.

Man könnte sich fragen, warum der Dieb sich die Mühe machen sollte, den Arbeitsspeicher zu entfernen, aber den Rest des Computers und der Hardware dazulassen. Doch RAM lässt sich besonders leicht ausbauen und einfach in der Tasche verstauen und so sehr unauffällig herumtragen.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie abgedreht die aktuelle Situation rund um PC-Hardware ist. Besserung ist dabei kaum in Sicht. Aktuell wird etwa davon ausgegangen, dass das Angebot die Nachfrage frühestens Ende 2027 wieder einholen könnte. Möglicherweise wird RAM bis dahin noch teurer.

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