Ausprobiert: Dieses kleine Gerät soll das Handy ablösen – und das komplett ohne Bildschirm

Der neue Plaud One soll unsere Technik-Nutzung revolutionieren. Ist der sprachgesteuerte KI-Agent tatsächlich der PC der Zukunft? Unsere erste Einschätzung.

Displays sucht ihr beim KI-Begleiter Plaud One vergebens. Displays sucht ihr beim KI-Begleiter Plaud One vergebens.

Schon letztes Jahr konnten wir auf der IFA eines der KI-Geräte von Plaud in die Hand nehmen. Uschi fand damals: Plauds Agent ist mit seinem Anspruch an Sicherheit und Privatsphäre genau die Art KI-Begleiter für den Alltag, von dem sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden dürften.

Heute konnte sich mein Kollege Aaron den Plaud One das erste Mal ansehen. Das Prinzip des tragbaren KI-Agenten ist simpel: Ihr speist Informationen auf verschiedene Art in das Gerät ein und fragt die später per KI wieder ab. Verbunden wird das Gerät zum Beispiel mit euren Google-Diensten, wodurch es am Ende wie ein sprachgesteuerter Mini-PC beziehungsweise ein persönlicher Robo-Assistent funktioniert.

Für Plaud ist klar: Solche Geräte sollen langfristig ein Ersatz werden für klassische PCs, Smartphones und Bildschirme. Bis dahin ist es selbst im besten Fall noch ein weiter Weg, aber spannend ist die Technologie schon jetzt.

Plauds neuer KI-Begleiter im Ersteindruck

Was sich durch die Plaud-Geräte zieht, ist ein cleaner, minimalistischer Look. Den behält auch der Plaud One bei und kann damit überzeugen. Auch die Bedienung des Gerätes ist extrem reduziert: Buttons beschränken sich auf ein Minimum, das Gerät punktet mit Einsteigerfreundlichkeit.

Wir kommunizieren mit dem Plaud One sowohl per verbundenem Kopfhörer als auch direkt über das Gehäuse. Viel Gedanken über ein gezieltes Ansteuern von Bereichen müssen wir uns nicht machen, das übernimmt im Großen und Ganzen die KI.

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Den KI-Agenten von Plaud konnten wir indes noch nicht direkt ausprobieren – wie gut sich der schlägt, muss sich noch zeigen. Das Konzept klingt aber vielversprechend und zumindest das Außenherum überzeugt schon jetzt.

Neben unserem Ersteindruck konnten wir auf der IFA auch mit Robin Wieske von Plaud Deutschland sprechen. Seine Vision für das Produkt: Technologie wie unsere wird den PC und das Handy ersetzen, sodass sogar die Putzfrau damit ihre Steuererklärung macht.

Auf unsere Nachfrage, ob so ein komplett displayfreier Alltagsbegleiter wirklich die Zukunft sei, meint Wieske: Ja, so ein Gerät könne durchaus erst einmal abschrecken. Nach dem Ausprobieren funktioniere es aber, sei sogar die Zukunft des Arbeitens.

Der Plaud One soll im Oktober für 250 Euro an den Markt gehen. Der Plaud One soll im Oktober für 250 Euro an den Markt gehen.

Zwischen dem schon jetzt erkennbaren Potenzial und den hehren Zielen gibt es allerdings schon jetzt einen Haken, der uns schon letztes Jahr auf der Messe sauer aufstieß: Für das KI-Modell müsst ihr mit rund 20 Euro pro Monat rechnen, wobei ihr jedoch nur tatsächlich verbrauchte KI-Token bezahlt.

Plaud One: Für wen sich so ein KI-Begleiter lohnen könnte

Das Konzept des Plaud One klingt mehr als nur praktisch: Informationen werden jederzeit schnell abgespeichert und um das Sortieren und Wiederfinden muss man sich keine Sorgen machen. Stattdessen wird beispielsweise einfach nachgefragt, wann genau wir jetzt diesen Zahnarzt-Termin hatten.

Gerade wer wenig mit klassischen Handy- oder Rechneroberflächen arbeitet und stattdessen Aufgaben am liebsten per Spracheingabe erledigt, kann da aufhorchen.

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Auf Aaron wirkt der konsequente Verzicht auf ein Display natürlich spannend – und gleichzeitig ziemlich fragwürdig. Zu nützlich im Alltag oft der Weg über den Bildschirm und visuelles Feedback beim Erledigen von Aufgaben. Plaud hingegen ist überzeugt, dass diese Skepsis nach eigener Nutzung verschwindet und Sprache plus KI künftig eine zentrale Form der Computerbedienung wird.

Ob das tatsächlich funktioniert, muss ein ausführlicher Test zeigen, wenn der KI-Begleiter im Oktober offiziell erscheint.


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