Wenn ihr vom potenziell größten Grafiksprung seit Ewigkeiten nicht ausgeschlossen sein wollt, solltet ihr das hier lesen

Nvidias DLSS 5 verspricht Großes, doch offiziell nur für RTX 5000. Wir sagen euch, wie gut (oder schlecht) es mit RTX 4000, RTX 3000 und RTX 2000 per Mod läuft.

In Sachen DLSS 5 gibt es gute und schlechte Nachrichten für Spieler ohne RTX-5000-GPU – je nachdem, wie alt eure Nvidia-Grafikkarte bereits ist. Spieler mit AMD-GPU bleiben generell noch außen vor. In Sachen DLSS 5 gibt es gute und schlechte Nachrichten für Spieler ohne RTX-5000-GPU – je nachdem, wie alt eure Nvidia-Grafikkarte bereits ist. Spieler mit AMD-GPU bleiben generell noch außen vor.

Schon am 04.09.2026 startet DLSS 5 offiziell, vorerst aber nur mit RTX 5000 und in NBA2K. Die Technik soll laut Nvidia nicht weniger als der »größte Grafik-Sprung seit Pathtracing« sein, und das Potenzial ist auch unserer Einschätzung nach so groß, wie es bislang nur selten bei einer neuen GPU-Technik der Fall war.

Die Mod-Community ist indes längst fleißig bei der Arbeit, so dass die KI-Technik zur Verbesserung der Bildqualität bereits in vielen weiteren Spielen und mit älteren Nvidia-Grafikkarten läuft.

Dadurch sind grundsätzlich deutlich weniger Spieler von DLSS 5 ausgeschlossen als seitens Nvidia gedacht. Doch in der Praxis lautet die entscheidende Frage, ob die Performance mit aktiviertem KI-Rendering noch stimmt?

Wir zeigen euch deshalb nicht nur, wie einfach ihr auch ohne RTX 5000 DLSS 5 nutzen könnt, sondern ebenso, wie groß der FPS-Verlust dabei mit RTX 4000, RTX 3000 und RTX 2000 unserer Erfahrung nach ist.

Wichtige Einschränkung: DLSS 5 ist ein Tool, das dafür gedacht ist, gezielt von den Entwicklern für ihr jeweiliges Spiel eingesetzt zu werden. Die Holzhammermethode per Mod ist zwar interessant, sie kann aber sowohl optisch als auch mit Blick auf die Performance zu klar anderen Ergebnissen führen als offizielle Implementierungen der Technik durch Entwickler.

Video starten 12:11 Das Internet brennt: Nvidia DLSS 5 soll Spiele-Grafik “realistisch” machen und alle hassen es!

DLSS 5 per Mod frei schalten: Ein Tool reicht

Nach aktuellem Stand empfehlen wir euch das Tool RHI, um DLSS 5 mit älteren RTX-Grafikkarten zu nutzen und es in Spielen ohne offizielle Unterstützung zu aktivieren. Letzteres klappt aber nur dann so simpel und problemlos, wenn der Titel auf DirectX 12 setzt und DLSS unterstützt.

Folgende Schritte müsst ihr nach dem Download von RHI durchführen:

  1. Lasst das Tool über das Auswahlfenster nach dem Start eure ReShade-Profile verwalten. Wartet außerdem kurz ab, bis das Programm die auf eurem PC installierten Spiele gefunden hat.
  2. Wählt links im Programmfenster den Titel euer Wahl aus. Klickt anschließend rechts im Bereich Components auf Install ReShade.
  3. Drückt nun auf den Pfeil ganz rechts im Programmfenster und anschließend unter Shaders and Addons sowie Addons auf Select. Nach einem erneuten Klick auf Select aktiviert ihr im neuen Fenster ganz oben das DLSS5 Tool und drückt unten auf Deploy.
  4. Wählt erneut den Pfeil nach rechts am Rand des Programmfensters aus und stellt sicher, das im Bereich Neural Rendering eine Versionsnummer steht. Klick sonst auf Deploy DLL.

Im Spiel selbst könnt ihr das Einstellungsfenster von ReShade standardmäßig mit der Pos1-Taste aufrufen. DLSS 5 lässt sich unabhängig davon per F6-Taste ein- und ausschalten sowie unter dem Reiter RenoxDX-DLSSNR in ReShade genauer konfigurieren.

Unsere Benchmarks haben wir zur Vereinfachung mit den Default-Einstellungen vorgenommen. Es gibt außerdem die Profile Natural und Cinematic, die sich optisch unterscheiden, aber nicht in Sachen Performance.

Was DLSS 5 grafisch bringen kann: Ein Beispiel

Im obigen exemplarischen Vergleich aus Ready or Not sehen unserer Einschätzung nach alle DLSS-5-Versionen des Charakters klar besser aus als die Version ohne DLSS 5.

Bedenkt allerdings, dass sich die grafischen Auswirkungen je nach Spiel und Szene klar unterscheiden, dass es auch zu Bildfehlern wie einem Flimmern kommen kann und dass hier keine Entwickler gezielt DLSS 5 eingesetzt haben – von der Frage des subjektiven Geschmacks ganz zu schweigen.

Wie groß ist der Leistungsverlust?

Wir haben mit einer RTX 4090, RTX 3080 und RTX 2080 Super Benchmarks mit und ohne DLSS 5 durchgeführt. Als Spiele kamen zunächst Assassin's Creed Shadows, das Remake von Gothic 1 und Ready or Not zum Einsatz. Ein wichtiger Bonus-Titel folgt noch am Ende des Artikels.

Die RTX 4090 und 3080 haben wir in 4K und WQHD getestet, die RTX 2080 Super in WQHD und Full HD, jeweils in sehr hohen und hohen Details sowie mit und ohne Upscaling.

Der ungefähre Performance-Verlust durch das Aktivieren von DLSS 5 bewegt sich dabei im Schnitt im folgenden Rahmen:

FPS-Verlust durch DLSS 5 in Prozent
RTX 4090ca. 40 Prozent
RTX 3080ca. 70 Prozent
RTX 2080 Superca. 75 Prozent

Während DLSS 5 per Mod mit der RTX 4090 also in den von uns getesteten Spielen für einen vertretbaren FPS-Verlust sorgt, sind die Performance-Kosten mit älteren RTX-Generationen wesentlich höher.

Das liegt vor allem daran, dass ihre Tensor-Kerne im Gegensatz zu RTX 4000 nicht das Datenformat FP8 unterstützen, das beim neuronalen Rendern relevant ist.

Eine wichtiger Zusatz zum Schluss

Dass der FPS-Verlust in bestimmten Spielen auch deutlich größer ausfallen kann, zeigen unsere zusätzlichen Messungen in NBA2K27: Hier verschlechtert sich die Performance mit der RTX 4090 um ungefähr 65 Prozent, mit der RTX 2080 Super sogar um 90 Prozent.

Unsere Vermutung: Durch die vielen Spieler und Zuschauer kommt die stark auf Gesichter ausgelegte KI-Technik hier besonders ins Schwitzen.

Das ist wichtig mit Blick auf die DLSS-5-Benchmarks von RTX-5000-Grafikkarten, die voraussichtlich morgen zum Release von NBA2K27 erscheinen.

Hier ist auf Basis unserer Erfahrung eher von Verlusten im Bereich von 60 bis 70 Prozent auszugehen als von den etwa 40 Prozent, die wir mit der RTX 4090 in Assassin's Creed Shadows & Co. erfasst haben.

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Fazit der Redaktion

Nils Raettig

Trotz aller Kritik an DLSS 5 im Zuge der Ankündigung vor einigen Monaten, die Nvidia durchaus hätte vermeiden können, bin ich im Praxiseinsatz beeindruckt von der Technik.

Klar, das optische Ergebnis kann stark variieren und ist ein Stück weit Geschmackssache. Außerdem liegt der Performance-Verlust selbst auf einer RTX 4090 hoch – von RTX 3000 und RTX 2000 ganz zu schweigen.

Doch wenn man bedenkt, dass wir erst am Anfang der Implementierung dieser Technik stehen, sehe ich persönlich da sehr, sehr großes Potenzial auf uns zukommen.

Nicht auszuschließen, dass sich das neuronale Rendern in Spielen auf Dauer als weniger imposant erweist, als ich es aktuell einschätze oder mehr Probleme macht, als derzeit abzusehen sind.

Doch so oder so hoffe ich sehr, dass Nvidia die Technik auch für RTX 4000 noch freischaltet und schnell Performance-Verbesserungen realisiert, soweit möglich.

Wenn ihr könnt, solltet ihr DLSS 5 meiner Meinung nach definitiv selbst einmal ausprobieren, um euch ein eigenes Bild davon zu machen, sei es per Mod oder – noch besser – über die kommenden offiziellen Varianten der Entwickler.


Kommentare(1)
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