Raytracing-Update von Microsoft soll »bahnbrechende Leistungssteigerung« in Spielen bringen

Zur GDC 2025 hat Microsoft ein neues Update für DirectX Raytracing angekündigt. Mit DXR 1.2 versprechen die Entwickler ordentliche Performancegewinne - den mutmaßlichen Beweis gab es aber nur hinter verschlossenen Türen.

Raytracing-Showcases wie Control sollten mit DXR 1.2 flüssiger laufen - sobald das Update kommt. Raytracing-Showcases wie Control sollten mit DXR 1.2 flüssiger laufen - sobald das Update kommt.

Vom 17. bis zum 21. März 2025 findet die Game Developers Conference 2025 (GDC) in San Francisco, Kalifornien statt. In den vergangenen Tagen waren erneut zahlreiche Spieleentwickler und -größen auf der Veranstaltung unterwegs.

Darunter befindet sich auch Microsoft: Das Redmonder Unternehmen hat die GDC in diesem Jahr für die Vorstellung der nächsten Version von »DirectX Raytracing« (DXR) genutzt.

Bei DXR handelt es sich vereinfacht formuliert um die Microsoft-seitige Implementierung von Raytracing in Echtzeit, die 2018 im Zuge von DirectX 12 das Licht der Welt erblickte.

Seitdem gab es nur ein größeres Update in Form von DirectX Raytracing 1.1, das die Raytracing-Geschwindigkeit erhöhte. Die Anzahl an Strahlen pro Pixel lässt sich ebenso wie die Nachverfolgung und das Shading seither dynamisch festlegen.

Zwei neue Features für DirectX Raytracing

Mit dem zur GDC 2025 angekündigten DXR-Update 1.2 soll nicht weniger als eine »bahnbrechende Leistungssteigerung in Raytracing-Spielen« folgen. Möglich machen dies zwei Hauptfeatures, die die neue DXR-Version mit sich bringt:

  • »Opacity Micro-Maps« (OMM): Hiermit ist die Optimierung von alpha-gestützter Geometrie gemeint. Die Transparenzdaten von komplexen Objekten werden durch OMM besser verwaltet, sodass die Performance solcher Geometrie um den Faktor 2,3 verbessert werden kann.
  • »Shader Execution Reordering« (SER): Das zweite Puzzlestück ist hingegen für eine bessere GPU-Effizienz zuständig. Dies soll durch eine überarbeitete Gruppierung von Shadern gelingen – als Folge SER in nicht näher bestimmten Szenarien eine Verdopplung der Framerate ermöglichen.

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DXR 1.2: Erste Vorschau im April

Insbesondere SER ist in diesem Kontext ein alter Bekannter: Nvidia führt die Technologie schon seit Cyberpunk 2077 im Portfolio.

Entsprechend ist es nicht überraschend, dass der Geforce-Hersteller im Zuge der GDC-Vorstellung bereits die Unterstützung von DXR 1.2 zugesagt hat.

Bei AMD, Intel und Qualcomm hat Microsoft zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung lediglich angekündigt, dass die Unternehmen für die Implementierung von DXR 1.2 miteinander zusammenarbeiten.

  • Tatsächliche Benchmarks und Tests lassen ohnehin noch auf sich warten: Die ersten Vorschauversionen für das neue Update werden erst im April freigegeben.
  • Demzufolge ist auch mit ersten Spielen, die mit einer vollwertigen DXR-1.2-Implementierung ausgestattet sind, nicht vor nächstem Jahr zu rechnen.
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