Eigentlich wollte ich nur ein paar Videos drehen. Aber die Realität im Home Office? Ein provisorischer Tisch, zwei Lampen und ein Charme wie im Schlachthaus.
»Jedes Mal das Wohnzimmer für ein Video umbauen? Keine Lust. Ich brauche eine bessere Lösung!«
Wie das mit wenig Budget geklappt hat, zeige ich euch.
Der Fliesen-Albtraum: So fing es an
Hier seht ihr das Elend: Überall Fliesen, mein kleiner Tisch und Licht – das sah eher nach Verhörraum aus.
Mein Ziel: ein echtes Studio für unter 300 Euro.
- Status: Verzweifelt
- Budget: Knapp
- Mission: Keller-Makeover!
Erste Baustelle: Kampf dem Hall
Die Werkstatt klang wie ein Badezimmer – kein Wunder bei der Menge an Fliesen!
Erste Geheimwaffe? Ein alter Teppich vom Dachboden meiner Eltern.
- Kosten: 0,00 Euro (Danke, Mama!)
- Effekt: Erstaunlich!
Zweite Geheimwaffe? Schaumstoffpaneele. Die habe ich günstig von eBay und damit eine größere Wandfläche abgeklebt.
Zusammen mit dem Teppich ein Gamechanger!
Ja – schön ist anders! Allerdings ist mir die Optik egal. Es ist ein unbeheizter Keller mit zwei Metern Deckenhöhe. Ich halte mich hier ohnehin nicht lange auf.
Zweite Baustelle: Der Fliesengraus im Hintergrund
Um die Schlachtkammer-Vibes ein für alle Mal zu beseitigen, habe ich mir Akustikpaneele aus Holz zugelegt.
Mein Ziel: kein Vermögen ausgeben, deshalb nur die Variante mit 120 x 60 Zentimeter.
- Kosten: 80 Euro
- Effekt: Mega!
Die Befestigung war simpel: Ich habe einfach zwei Latten an die Wand geschraubt und die Paneele dann an diesen angebracht.
Erster Test vor der Kamera: Schon ganz cool
Wie ihr seht, habe ich bei der Gelegenheit auch den alten Tisch ausgetauscht – zu wackelig, zu schmal.
Zum Glück hatte ich noch einen ungenutzten Ikea-Schreibtisch übrig.
Bis hierhin war ich schon wirklich zufrieden, aber es fehlten noch ...
Details, Details und nochmal Details
Aus dem Stoffladen habe ich noch mir dunklen Filz geholt und mit Sprühkleber auf den Tisch geklebt.
Das reflektiert nicht so und sieht gut aus: Win-Win!
Hinzu kamen außerdem zwei Tubelights, eine direkt ins Bild, die zweite für indirektes Licht.
Und ich brauchte natürlich noch eine Kunstpflanze – das Must-have fürs Video!
- Kosten: 65 Euro und jeden Cent wert!
- Effekt: seht selbst ...
Das Ergebnis: Gelungen!
Gebt es zu: Wenn ihr nicht wüsstet, dass ich gerade in einer unaufgeräumten Werkstatt im kalten Keller sitze – ihr hättet es niemals vermutet.
Klar: Es geht professioneller und besser. Meine großen Fotolampen sind nicht dimmbar, man kann auch die Farbtemperatur nicht ändern.
Aber ich muss sagen, dass ich dahingehend kein Perfektionist bin.
»Ich wollte ein schickes Video-Setting für wenig Geld und mit überschaubarem Aufwand. Ich denke, das ist mir gelungen!«
Hier seht ihr ein Beispielvideo aus meinem Videokeller:
9:50
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Was hat der ganze Spaß gekostet?
Die beiden Fotolampen hatte ich ja schon, im Set mit Leinwand und zwei Stativen.
Auch wenn sie vorhanden waren, rechne ich sie in die Gesamtübersicht mit rein.
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Teppich (vorhanden) | 0 € |
| 24 Akustikpanele (30x30x5 cm) | 28 € |
| Foto-/Videolicht-Set (2x Softbox, 2x Stative) | 84 € |
| 4× Wandpaneele (120x60 cm) | 81 € |
| Schreibtisch (vorhanden) | 0 € |
| Filz + Sprühkleber + Kunstpflanze | etwa 20 € |
| 2× Ulanzi VL119 Tubelights | 45 € |
| Gesamt | rund 260 € |
Das reine Setting hat mich also weniger als 300 Euro gekostet.
Das Aufnahme-Equipment lasse ich an der Stelle bewusst außen vor, denn hier habt ihr die freie Wahl.
Ich selbst filme mit einer Sony-Vollformat-Kamera, einem 50-Millimeter-Objektiv, Stativ und Funkmikrofon von DJI.
Ihr könnt aber genauso ein Smartphone mit guter Kamera und ein günstiges Kabelmikrofon dafür verwenden. Wichtig ist vor allem, dass ihr eine gute Ausleuchtung habt. Das ist das A und O.
Was haltet ihr von dem kleinen Umbau, vor allem aber: Was haltet ihr von diesem Artikelformat mit vielen Bildern und weniger Text - quasi eine kleine Fotostory? Würdet ihr das gerne öfter sehen oder mögt ihr lieber die klassischen Artikelformen? Teilt mir eure Meinung gerne in den Kommentaren mit.



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