Ich teste seit 3 Wochen das DJI Mic Mini 2 am iPhone – und es ist eines der besten Budget-Mikrofone für Hobby-Creator

99 Euro für ein komplettes Funkmikro-Set mit zwei Sendern und Ladecase. Das DJI Mic Mini 2 setzt den Einstiegspreis für guten Wireless-Ton neu – und klingt dabei richtig gut.

Das DJI Mic Mini 2 im Test: Starker Klang, starker Preis. Das DJI Mic Mini 2 im Test: Starker Klang, starker Preis.

Ich mache keine professionellen Filmproduktionen. Wenn ich filme – mal ein Kurzvideo für GameStar Tech oder private Projekte – dann mit meinem Handy.

Doch während die Kamera von meinem iPhone 13 mini noch brauchbare Aufnahmen liefert, klingt der Ton zum Weglaufen. Bereits ein externes Mikrofon für 20 Euro liefert deutlich bessere Ergebnisse.

Nicht ganz so günstig kommt das DJI Mic Mini 2 daher. Für 99 Euro bietet es ein Komplett-Set mit zwei Sendern, Receiver und Ladecase inklusive Windschutz. Wer nur einen Sender braucht, bekommt das Mini 2 aber schon für um die 50 Euro.

Die Besonderheit: austauschbare Front-Cover, um das Mic Mini 2 an eure persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Ob das bloße Spielerei ist, warum es zu den besten Budget-Mikrofonen gehört und wo DJI trotzdem nachbessern könnte, erfahrt ihr im Test.

Transparenzhinweis: Der Hersteller hat mir das DJI Mic Mini 2 für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. DJI hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt; es gab keine Vorgaben oder Vorabeinsichten.

DJI Mic Mini 2
DJI Mic Mini 2
Klarer Ton, kompakte Größe und tolle Anpassbarkeit: Für Hobby-Creator und iPhone-Filmer ist das DJI Mic Mini 2 ein starkes Paket zum fairen Preis. Wem eine interne Aufnahme wichtig ist, sollte auf das Mic Mini 2S warten oder zu Alternativen greifen.
  • Leichter, kompakter Sender (11 g)
  • Sehr guter, klarer Klang
  • Kompatibel mit div. Osmo-Kameras
  • Clipping-Schutz funktioniert hervorragend
  • Schickes, anpassbares Design
  • Kein Display am Receiver
  • Bluetooth-Verbindung klanglich deutlich schwächer
  • NC eliminiert Störgeräusche nicht vollständig
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Erster Eindruck: Schön bunt und schön leicht

Das Ladecase zeigt den verbleibenden Akkustand (unten) an und lädt Sender sowie Empfänger automatisch. Das Ladecase zeigt den verbleibenden Akkustand (unten) an und lädt Sender sowie Empfänger automatisch.

Das Alleinstellungsmerkmal am Mic Mini 2 gegenüber dem Vorgänger ist die austauschbare Frontabdeckung. Die ist magnetisch und lässt sich einfach mit dem Fingernagel abziehen. Auf diese Weise könnt ihr das Design euren Vorlieben anpassen.

Im Lieferumfang des großen Bundles, das ich zum Test erhalten habe, stecken neben zwei weißen und zwei schwarzen Covern auch eine kleine Box mit Farbpanels, die das gesamte Regenbogenspektrum abdecken.

Heute Orange, morgen Blau? Die Front-Cover lassen sich schnell austauschen. Heute Orange, morgen Blau? Die Front-Cover lassen sich schnell austauschen.

Dazu gibt es die »Time Series«-Artist-Kollektion, eine Zusammenarbeit mit der Illustratorin Victo Ngai, die vier besondere Motive umfasst, die optisch einiges hermachen.

Auch die Windpuschel, die die Mikrofone gegen Windgeräusche abschirmen und draußen auf jeden Fall Pflicht sind (später dazu mehr), gibt es in verschiedenen Farben. Wem die im Bundle enthaltenen Standard-Modelle in Grau zu langweilig sind, kann ein separates Bundle erwerben, in dem Puschel in Weiß, Oliv und sogar Hellrosa enthalten sind.

Diverse Frontcover und farbige Windpuschel sorgen für zahlreiche Kombinationen. Diverse Frontcover und farbige Windpuschel sorgen für zahlreiche Kombinationen.

Ihr seht also schon: DJI geht beim Mic Mini 2 eher in eine kreative, farbenfrohe Richtung. Für mich ist das aber keine bloße Spielerei, sondern eine Möglichkeit, das Mikro an euren Geschmack oder auch eure Creator-Marke anzupassen

Das Case bietet dabei genügend Platz, um alles Wichtige dabei zu haben: Sender, Empfänger, USB-C- und wahlweise Lightning-Adapter, Windschutz und sogar ein Audio-Kabel für die Kamera.

Für unterwegs greife ich gern auf den beiliegenden Tragebeutel zurück, in dem zusätzliches Zubehör wie die Farbpaletten-Box Platz finden. Der Lieferumfang des 100-Euro-Bundles kann sich somit echt sehen lassen.

Im Tragebeutel könnt ihr Ladecase + Zubehör verstauen. Im Tragebeutel könnt ihr Ladecase + Zubehör verstauen.

Mir persönlich fehlte nur ein Lightning-Adapter für ältere iPhones. Ich weiß, das Format läuft zwar aus, aber wer noch ein entsprechendes Gerät nutzt, muss den Adapter separat kaufen.

Eine weitere Besonderheit des Mic Mini 2: Die Sender sind super leicht. Viele Ansteckmikros haben das Problem, dass sie aufgrund ihres Gewichts an leichten Stoffen wie T-Shirts Falten werfen. Das passiert bei den Sendern von Mic Mini 2 nicht, weil sie nur 11 Gramm wiegen.

Die Sender sind leicht genug, um nicht den halben T-Shirt-Kragen nach unten zu zerren. Die Sender sind leicht genug, um nicht den halben T-Shirt-Kragen nach unten zu zerren.

Technische Daten im Überblick
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EigenschaftSpezifikation
Gewicht Senderca. 11 g
Abmessungen Sender28,6 × 28 × 13,5 mm
Audioqualität24-bit, 48 kHz
Reichweitebis 400 m (Standard-RX)
Bluetooth5.3
RichtcharakteristikOmnidirektional
Max. Schallpegel120 dB SPL
Akkulaufzeit Senderca. 11,5 Stunden
Akkulaufzeit Receiverca. 10,5 Stunden
Gesamtlaufzeit mit Casebis 48 Stunden
Noise Cancelling2-stufig (via DJI Mimo App)
Voice Tone Presets3 (Standard, Hell, Warm)

So gut klingt das Mic Mini 2

Der Ton klingt im Vergleich zum eingebauten iPhone-Mikro deutlich sauberer, voller und natürlicher. Auch mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung klingt meine Stimme stets natürlich. Das war in meinen drei Testwochen konsistent so – egal ob drinnen beim Sprechen in die Kamera oder draußen auf der Straße.

Apropos: Das Noise Cancelling macht einen guten Job, auch wenn es keine Wunder vollbringt. In zwei Stufen einstellbar, lässt es sich je nach Situation anpassen. Drinnen auf Stufe 1 filtert es meinen laufenden Katzenbrunnen oder Straßenverkehr durchs Fenster leicht – der Unterschied ist hörbar, aber nicht dramatisch.

Auf Stufe 2 war der Effekt deutlich stärker und hilft vor allem draußen: vorbeifahrende Autos wurden merklich gedämpft. Ganz weg sind die Umgebungsgeräusche jedoch nie. Aber für den Preis ist das eine solide Leistung.

Video starten 2:24 Nur 11 Gramm: DJI stellt neues Mini-Funkmikro für Einsteiger und Creator vor

Sobald Wind ins Spiel kommt, nützt aber auch der NC-Modus nichts, dann muss der Windpuschel her. Ich habe ihn daher draußen immer angesteckt.

Er greift automatisch ein, wenn der Ton zu laut wird – zuverlässig und ohne hörbare Artefakte. Auch wenn ich mal ins Mikro brülle oder klatsche, verzerrt der Ton nie.

Ein Wort zur Bluetooth-Direktverbindung: Das Mic Mini 2 lässt sich auch ohne Receiver per Bluetooth mit dem iPhone koppeln. Das klingt praktisch, ist es aber nicht. Standard-Bluetooth nutzt das veraltete SBC-Protokoll, das Frequenzen brutal beschneidet und die Datenrate auf ein Minimum komprimiert.

Das Ergebnis klingt dumpf und blechern – kaum wiederzuerkennen im Vergleich zur normalen Transmitter-Verbindung. Auch wenn der Receiver in meinem Bundle klobiger ist, als mir lieb ist, würde ich ihn immer der Bluetooth-Verbindung vorziehen.

Der Empfänger ist recht klobig und nimmt gegebenenfalls viel Platz am Handy weg. DJI bietet aber auch eine kompaktere Variante an (je nach Bundle). Der Empfänger ist recht klobig und nimmt gegebenenfalls viel Platz am Handy weg. DJI bietet aber auch eine kompaktere Variante an (je nach Bundle).

Schade nur, dass DJI dem großen Empfänger kein Display verpasst hat. Das würde es bei der Aufnahme unterwegs erleichtern, den Audio-Output zu prüfen. So muss ich in der DJI-App oder in meiner Kamera-App (Blackmagic Cam) nachschauen, ob alles passt.

Wer das umgehen will: Das Bundle mit dem Mobile Receiver bringt einen deutlich schlankeren Empfänger mit, der am iPhone weniger klobig wirkt und besser in den Alltag passt.

OsmoAudio: Der echte Mehrwert für DJI-Nutzer

Ganz anders funktioniert das, wenn ihr das Mic Mini 2 mit einer DJI-Kamera koppelt. DJI-Geräte erkennen sich gegenseitig und schalten dabei intern auf das proprietäre OsmoAudio-Protokoll um – obwohl physisch dieselben Bluetooth-Antennen zum Einsatz kommen.

Das Ergebnis: ein optimiertes Übertragungsverfahren mit deutlich höherer Bitrate und weniger Kompression. Der Unterschied ist im Vergleich zur Bluetooth-Nutzung am iPhone wie Tag und Nacht.

Das DJI Mic Mini 2 ist flugs mit meiner Osmo Nano gekoppelt. Das DJI Mic Mini 2 ist flugs mit meiner Osmo Nano gekoppelt.

Die Kopplung mit meiner Osmo Nano funktioniert dabei denkbar unkompliziert. In den Mikrofon-Einstellungen erkennt die Nano das Mic Mini 2 automatisch, wenn sie angeschaltet und in der Nähe sind. Ich muss lediglich eine Taste zum Pairen gedrückt halten. Kein Receiver nötig, kein Kabel – fertig. Wer also bereits im DJI-Kosmos unterwegs ist, kann sich den Empfänger sparen.

Was das Mic Mini 2 allerdings nicht kann: intern aufnehmen. Wer den Sender einfach anstecken und ohne Kamera losreden möchte, muss noch warten – diese Funktion kommt erst mit dem Mic Mini 2S, den DJI für Sommer 2026 angekündigt hat.

DJI Mic Mini 2
DJI Mic Mini 2
Funkmikrofon mit nur 11 Gramm Gewicht

Fazit & Kaufempfehlung

Für wen lohnt sich das DJI Mic Mini 2?

  • Hobby-Creator und Vlogger, die mit iPhone oder Osmo-Geräten filmen und endlich ordentlichen Ton wollen
  • Wer bereits DJI-Equipment hat und das OsmoAudio-Ökosystem nutzen möchte
  • Wer zwei Sender gleichzeitig braucht – z.B. für Interview-Situationen
  • Wer Wert auf Individualität legt: Farbcover und Artist-Collection-Panels machen das Mikro zum kleinen Accessoire

Für wen lohnt es sich nicht?

  • Wer internen Speicher für Solo-Recordings ohne Kamera braucht (kommt mit dem Mic Mini 2S, Sommer 2026)
  • Profis, die 32-bit Float und Timecode benötigen – dafür gibt es das DJI Mic 3
  • Wer ein DJI Mic Mini der ersten Generation besitzt: Der Klang ist identisch, das Upgrade lohnt sich nicht

Wer noch etwas vielseitiger unterwegs sein möchte, sollte sich das Boya Magic (im Test) anschauen.

Mein Urteil: Das DJI Mic Mini 2 macht genau das, was ein Einstiegs-Funkmikro machen soll zu einem fairen Preis. Für meine Art zu filmen, mit iPhone und Osmo Nano, ist es ein echter Gewinn. Wer das OsmoAudio-Ökosystem nutzt, bekommt hier unkomplizierten, sauberen Ton ohne viel Aufwand.

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