Dreame A1 Pro Mähroboter im Test: Lohnt sich das Upgrade mit Offroad-Reifen & Dual-Map wirklich?

Bessere Reifen, Navigation und Kartenverwaltung: Ich habe den neuen Dreame A1 Pro-Mähroboter getestet: Lohnt sich das Upgrade gegenüber dem Vorgänger?

Der Dreame A1 Pro im Test: Mähroboter mit sinnvollen Upgrades. Der Dreame A1 Pro im Test: Mähroboter mit sinnvollen Upgrades.

Dreame brachte letztes Jahr mit dem A1 seinen ersten Mähroboter an den Start, der uns dank der einfachen Einrichtung und des ausgezeichneten Mähergebnisses überzeugen konnte.

Allerdings offenbarte unser Test zum Dreame A1 auch Schwächen: Probleme in engen Kurven, Steigungen und Software-Macken trübten den Gesamteindruck.

Nun legt der Hersteller den A1 Pro zu einer UVP von 1.599 Euro (Straßenpreis aktuell 1.399 Euro) nach. Der besitzt die gleiche einfache, kabellose LiDAR-Navigation, hat darüber hinaus aber neue Räder spendiert bekommen und kann sogar zwei separate Rasenkarten in der App verwalten.

Ich hatte den Roboter mehrere Wochen im Einsatz und erkläre euch, was neu ist, ob die Software-Probleme behoben sind – und wo selbst der A1 Pro an seine Grenzen kommt.

Dreame A1 Pro
Dreame A1 Pro
Der Dreame A1 Pro überzeugt als kabelloser Mähroboter mit einfacher Einrichtung und zuverlässiger LiDAR-Navigation. Seine entscheidenden Vorteile gegenüber dem Vorgänger A1 sind die griffigeren Offroad-Reifen und die praktische Dual-Map-Funktion für getrennte Rasenflächen. Er mäht systematisch und leise, schwächelt aber wie der A1 bei sehr kleinen Hindernissen und perfekten Rasenkanten. Für viele Nutzer, insbesondere mit komplexeren Gärten oder leichtem Gefälle, ist der A1 Pro die bessere Wahl.
  • Sehr gute Navigation ohne Draht
  • Gute Hindernis-Erkennung
  • Sauberes Mäh-Ergebnis
  • Einfache Installation
  • Übersichtliche, umfangreiche App
  • Kann zwei getrennte Rasenflächen verwalten
  • Reifen haben guten Grip
  • Lässt teils großen Abstand zu Hindernissen
  • Probleme mit engen Kurven
  • Braucht viel Platz für Rasenkanten
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Das Wichtigste in Kürze: A1 Pro vs. A1

Der A1 Pro baut auf der soliden Basis des A1 auf: kabellose Einrichtung dank LiDAR-Navigation, systematische U-förmige Mähbahnen und eine Flächenleistung bis 2.000 Quadratmeter.

Das ist neu: Die Pro-Version hebt sich durch Offroad-Reifen für besseren Grip und das duale Kartenmanagement für zwei getrennte Rasenflächen ab. Ihr könnt also etwa eine Karte für den normalen Rasen und eine separate Karte für den Vorgarten einrichten – jeweils inklusive mehrerer Zonen.

Der Dreame A1 Pro sieht beinahe eins zu beins so aus wie der Vorgänger. Der Dreame A1 Pro sieht beinahe eins zu beins so aus wie der Vorgänger.

Außerdem könnt ihr nun bestimmte Schnittmuster in der App festlegen, falls ihr Tannenbäume oder Herzchen in euren Rasen mähen wollt.

Da sich die Unterschiede in Grenzen halten, konzentriere ich mich im Test aufs Wesentliche. Mehr zum A1 erfahrt ihr im Test von meinem Kollegen Patrick:

Installation & Einrichtung: Einfacher geht es nicht

Wie schon beim Vorgänger A1 ist die Einrichtung des A1 Pro ein Kinderspiel. Ladestation platzieren, Strom anschließen, App koppeln – fertig. Kein lästiges Kabelverlegen, keine Antennenpositionierung.

Die Kartierung erfolgt durch manuelles Abfahren per App, was schnell erledigt ist. Einzige Voraussetzung: stabiles WLAN im Garten. Automatisch abfahren wie der Ecovacs O800 RTK kann der A1 Pro indes nicht; das ist dem deutlich teureren Dreame A2 vorbehalten.

Die Karte fahrt ihr mittels virtueller Joysticks ab. Auf diese Weise könnt ihr auch Sperrzonen errichten. Die Karte fahrt ihr mittels virtueller Joysticks ab. Auf diese Weise könnt ihr auch Sperrzonen errichten.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich habe den Dreame A1 Pro über vier Wochen in einem Garten mit zwei Rasenflächen getestet (550 Quadratmeter und 150 Quadratmeter). Er fuhr viermal die Woche. Beide Gärten weisen leichte Steigungen und viele Hindernisse wie Bäume, Blumenbeete und Büsche auf.

Spezifikationen
  • Maße Roboter: 64 x 43 x 26 Zentimeter
  • Maße Ladestation: 77 x 49 x 30 Zentimeter
  • Gewicht Roboter: 12,6 kg
  • Gewicht Ladestation:  3,3 kg
  • Begrenzungen: Ohne Kabel und ohne RTK-Station
  • Arbeitsbereich:  Bis 2.000 m²
  • Effizienz: 1.000 m² in 24 Stunden (Standard), 2.000 m² in 24 Stunden (effizient)
  • Schnitthöhe: 3 bis 7 Zentimeter
  • Schnittbreite: 22 Zentimeter
  • Maximale Hangleistung 45 Prozent / 24 Grad
  • Akku: 5 Ah
  • Ladezeit: 65 Minuten
  • Wasserdicht: IPX6
  • Alarmton bei Diebstahl (Wenn der Roboter angehoben wird) - Eine Benachrichtigung erfolgt dann direkt über die App
  • Zum Reinigen einfach mit dem Schlauch abspülen
Preis und Verfügbarkeit

Die UVP liegt bei 1.500 Euro, den Dreame A1 Pro erhaltet ihr zum aktuellen Zeitpunkt aber bereits für etwa 1.400 Euro bei verschiedenen Händlern.

Navigation & Mähen: Die Pro-Unterschiede im Fokus

Ich war erstaunt, wie gut der Roboter mit seinem Rundum-Auge sieht. Mit einem Laser scannt der Mähroboter die Umgebung in 3D und 360 Grad – er weiß also jederzeit, was um ihn herum passiert.

Der A1 Pro bietet dabei mehr Weitsicht und soll Objekte laut Hersteller bis zu 70 Meter weit erkennen, weswegen er entsprechend planvoll reagieren soll. Ob er nun wirklich 70 Meter sieht, weiß ich nicht. Was ich aber sagen kann: Hindernisse erkennt der Mähroboter einwandfrei.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um fixe Objekte wie Bäume oder Pflanzenkübel oder bewegliche Hindernisse wie Katzen oder meinen vierjährigen Sohn handelt: Der A1 Pro stoppt stets zuverlässig beziehungsweise umfährt das Hindernis, solange es größer als 10 Zentimeter ist.

Kleines Manko: Je nach Objektgröße hält er einen großen Sicherheitsabstand und lässt entsprechend viel Rasen stehen. Ich empfehle daher, die Objekterkennung in den Einstellungen anzupassen oder zumindest sporadisch ganz zu deaktivieren und Hindernisse in der App lieber als Sperrzone festzulegen.

Davon abgesehen fährt der Roboter präzise Bahnen und ändert auf Wunsch sogar wöchentlich die Mährichtung. Das Mähergebnis ist beinahe anstandslos; der Betrieb angenehm leise. Das Schnittbild (22 cm Breite, 3-7 cm Höhe elektrisch verstellbar) ist dank der systematischen Fahrweise gleichmäßig.

Gleichmäige U-Bahnen sorgen für ein sehr sauberes Schnittbild. Gleichmäige U-Bahnen sorgen für ein sehr sauberes Schnittbild.

Nur an den Kanten muss man systembedingt nacharbeiten. Der A1 Pro muss nämlich circa 15 Zentimeter über die Kanten fahren, um sie komplett zu erwischen. Bei sehr engen Kurven lässt der Mäher ebenfalls einige Halme stehen. Die Software-Macken, die uns damals noch gestört haben, sind dagegen nicht mehr aufgetreten.

Dank Regensensor fährt der Roboter bei Regen in seine Station und mäht danach weiter, wo er aufgehört hat. Taunasses Gras erkennt er aber nicht.

Die Offroad-Reifen des Pro-Modells sind ein klares Plus: Sie packen besser zu, gerade wenn es mal feuchter ist oder bergauf geht (bis zu 45 Prozent). Keine Rutschpartien mehr, kein herausgerissenes Gras aufgrund durchdrehender Räder. 

Die neuen Reifen bieten spürbar mehr Grip bei Nässe und im Matsch. Die neuen Reifen bieten spürbar mehr Grip bei Nässe und im Matsch.

Das zweite große Pro-Argument ist das duale Kartenmanagement. Wer einen separaten Vorgarten hat, kann diesen nun mit einer eigenen Karte und Zeitplanung verwalten. Ansonsten könnt ihr auch mehrere Rasenflächen in einer Karte speichern, insofern diese durch eine Passage verbunden sind. Hier habt ihr viele Möglichkeiten, weswegen sich der A1 Pro vor allem an Leute mit komplexeren Gärten richtet.

Die neuen Mähmuster sind dagegen ein reines Gimmick: Wer mag, kann sich Tannenbäume oder Herzchen in den Rasen schneiden lassen.

Die Kartenverwaltung ist übersichtlich und bietet viele Möglichkeiten. Ich habe zwei Rasenflächen mit einer Durchgangspassage auf einer Karte gespeichert. Die Kartenverwaltung ist übersichtlich und bietet viele Möglichkeiten. Ich habe zwei Rasenflächen mit einer Durchgangspassage auf einer Karte gespeichert.

Für wen lohnt sich der Dreame A1?

Der Dreame A1 Pro ist ein guter Rasenmähroboter für euch, wenn ihr:

  • Einen oder mehrere komplexe Gärten habt
  • Keine Lust auf Begrenzungskabel, RTK-Antennen oder Beacons in eurem Garten habt
  • Eine einfache Einrichtung und App-Bedienung wollt

Mögliche Alternativen zum Dreame A1 Pro:

  • Der Mammotion Luba 2 AWD für knappe 2.200 Euro, der mit seinem Allradantrieb auch auf unebenem Rasen performt (nutzt eine RTK-Antenne)
  • Der Navimow i105E für knappe 1.000 Euro, der zur Orientierung auf Antennen setzt
  • Der Ecovacs GOAT O800 RTK für ebenfalls knappe 1.000 Euro, für den ihr eine RTK-Antenne im Garten platziert.

Zwei zusammenhängende Gärten kann der Roboter problemlos abarbeiten, eine mindestens 70 Zentimeter breite Passage vorausgesetzt. Zwei zusammenhängende Gärten kann der Roboter problemlos abarbeiten, eine mindestens 70 Zentimeter breite Passage vorausgesetzt.

Fazit zum Dreame A1 Pro – Das lohnende Upgrade?

Der Dreame A1 Pro ist ein größeres Upgrade, als es auf den ersten Blick scheint. Wer getrennte Rasenflächen hat, kommt am dualen Kartenmanagement kaum vorbei. Die Offroad-Reifen sind ein spürbarer Vorteil für alle mit etwas anspruchsvollerem Gelände oder häufiger Nässe.

Hinzu kommen die einfache, kabellose Einrichtung und die zuverlässige Navigation samt einwandfreier Hinderniserkennung, die wir bereits vom A1 gewohnt sind.

Wenn ihr einen einfachen, zusammenhängenden Garten ohne besondere Herausforderungen habt, könnte der A1 (falls noch verfügbar und günstiger) reichen. In den meisten anderen Fällen, und besonders wenn der Preisunterschied gering ist, bietet der A1 Pro das klar bessere Gesamtpaket. Er ist deutlich flexibler und navigiert einen Tick besser.

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