Das Ende von DSL rückt näher: Bis 2030 sollen der Glasfaserausbau und die Ziele der Bundesregierung die deutsche Internetversorgung verändern

DSL soll nach Plänen der Bundesregierung in absehbarer Zeit abgeschaltet werden. Hier erfahrt ihr, was das für euch bedeutet.

Kupferleitungen sollen sukzessive durch Glasfaser ersetzt werden. (Bildquelle: Karsten, Adobe Stock) Kupferleitungen sollen sukzessive durch Glasfaser ersetzt werden. (Bildquelle: Karsten, Adobe Stock)

Glasfaser kommt: Lange mussten die Deutschen an ihren Kupferkabeln festhalten, doch Glasfaser ist die Technologie der Zukunft.

Die Bundesnetzagentur hat ein Impulspapier vorgelegt, das drei Phasen des Ausstiegs beschreibt. Hier erfahrt ihr, was ihr jetzt tun könnt.

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Darum ist der Umstieg von Kupfer- auf Glasfaserkabel notwendig

DSL steht für Digital Subscriber Line. Die Technologie ermöglicht es uns, bereits vorhandene Telefonleitungen aus Kupfer auch für die Datenübertragung zu nutzen.

Seit Ende der 90er Jahre hat DSL für signifikant schnelleres Internet gesorgt und Videoplattformen wie YouTube überhaupt erst möglich gemacht.

Dennoch gilt die Technik mittlerweile als veraltet – und hat besonders in Deutschland Schwächen offenbart:

  • DSL stößt zunehmend an seine Grenzen, was die erreichbaren Geschwindigkeiten angeht.
  • im Vergleich zu Glasfaser sind die Bandbreiten geringer.
  • die Geschwindigkeit des Internets nimmt mit der Entfernung des Verteilerkastens ab.

Das macht das Internet bei uns im Vergleich langsam und das obwohl es in Deutschland so teuer wie in keinem anderen EU-Land ist.

Auch wenn viele Deutsche noch zögerlich sind, hat die Bundesnetzagentur ein Impulspapier vorgelegt, wie der Umstieg ablaufen soll.

So soll der Umstieg von DSL auf Glasfaser ablaufen

Die Bundesnetzagentur legt keine festen Abschalttermine fest, unterscheidet aber drei Phasen beim Übergang von DSL zu Glasfaser:

  1. Freiwillige Migration: In dieser Phase entscheiden Kunden selbst, ob und wann sie auf Glasfaser umsteigen. Die Netzbetreiber bauen ihre Glasfasernetze aus und bieten entsprechende Tarife an.
  2. Forcierte Migration: Wenn die Kupfernetze in bestimmten Gebieten abgeschaltet werden sollen, stellt die Bundesnetzagentur regulatorische Rahmenbedingungen auf, die den Wechsel rechtlich und verbraucherfreundlich absichern sollen. Dazu gehören Kündigungsfristen, Verfügbarkeit von Alternativprodukten und Regelungen zur Kostenverteilung.
  3. Abschaltung: Die erfolgt nicht flächendeckend an einem Tag, sondern sukzessive in Regionen.

Der größte Teil von Deutschland befindet sich noch in der ersten Phase. Allerdings zeigte eine Umfrage Anfang des Jahres, dass viele Deutsche beim freiwilligen Umstieg noch zögerlich sind.

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Das bedeutet, dass der Glasfaser-Ausbau in vielen Regionen bis dahin abgeschlossen sein soll. Es gibt aber keinen bundesweit einheitlichen DSL-Abschalttermin.

Grundsätzlich wird in dem Impulspapier nur der regulatorische Rahmen vorgegeben, an dem sich die Netzbetreiber orientieren müssen. Allerdings: In Regionen ohne Glasfaseranschluss erfolgt keine Abschaltung bestehender DSL-Anschlüsse.

Die Netzbetreiber sind weiterhin verpflichtet, Verbraucher frühzeitig und transparent über anstehende Veränderungen zu informieren. Dennoch solltet ihr nicht passiv bleiben, sondern euch aktiv informieren.

DSL-Aus: Das könnt ihr jetzt tun

Die Abschaltung von DSL ist ein komplexer Prozess, der aber auch Chancen bietet. Wer jetzt aktiv wird, kann von schnellerem und zukunftssicherem Internet profitieren. Hier sind eure wichtigsten Aufgaben:

  • Verfügbarkeit prüfen: Findet heraus, ob Glasfaser an eurem Wohnort verfügbar ist.
    Nutzt die Online-Verfügbarkeitsprüfungen eures Anbieters.
  • Angebote vergleichen: Achtet nicht nur auf die Preise, sondern auch auf die Geschwindigkeit und Vertragslaufzeiten. Dafür eignen sich Vergleichsportale wie Verivox und Check24.
  • Handelt rechtzeitig: Wartet nicht bis zur letzten Minute, sondern plant den Wechsel frühzeitig.

Wenn ihr die Schritte befolgt, vermeidet ihr Stress und seid auf die künftige Umstellung gut vorbereitet.

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