Beim Thema E-Mobilität liegt Norwegen im weltweiten Vergleich weit vorn. Mehr als 98 Prozent der Neuwagen sind elektrisch und der Wandel zeigt sich auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei einem E-Bus aus China wurden jetzt allerdings Sicherheitsprobleme entdeckt.
E-Bus kann aus China gesteuert werden
Über 1.350 Elektrobusse aus China sind laut dem rumänischen Magazin Piatauto (via Golem) in Norwegen im Einsatz. Etwa 850 davon stammen vom Hersteller Yutong. Dazu kommen auch noch Modelle von anderen Herstellern, etwa VDL aus den Niederlanden.
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Ruter, der öffentliche Verkehrstrieb der Stadt Oslo, hat kürzlich umfangreiche Sicherheitstests mit den Modellen von Yutong und VDL durchgeführt. In einer Pressemitteilung werden die Ergebnisse dieser Tests vorgestellt.
Das Problem: Die Busse von Yutong bieten dabei die Möglichkeit, Software-Updates direkt vom Hersteller zu beziehen. Der Zugriff und die Verteilung dieser Updates erfolgen über eine rumänische SIM-Karte, die in jedem Bus verbaut ist.
Über diese Verbindung hat Yutong allerdings nicht nur die Möglichkeit, Updates auszurollen und Diagnosen zu erstellen. Wie Ruter festgestellt hat, hat der Hersteller auch Zugriff auf das Batterie- und Stromversorgungsmanagementsystem des jeweiligen Busses.
Dadurch könnte der Bus aus der Ferne angehalten und unbrauchbar gemacht werden. In Zeiten von Hackerangriffen und digitalen Bedrohungen ist das natürlich ein großes Sicherheitsrisiko.
Mögliche Lösungen: Offenbar ist es einfach, die Verbindung zwischen dem Hersteller und den Bussen zu unterbrechen oder zu verzögern. Ruter plant daher, die Signale so zu verzögern, dass die gesendeten Daten überprüft werden können, bevor sie bei den Bussen landen.
Für zukünftige Beschaffungen sollen zudem die Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Speziell entwickelte Firewalls sollen darüber hinaus die lokale Kontrolle garantieren und vor Hackerangriffen schützen.
China ist eines der führenden Länder im Bereich der E-Mobilität. Im Vergleich zu vielen »traditionsreicheren« Marken sind chinesische Autos oft deutlich günstiger, ohne dabei aber eine mangelhafte Qualität zu bieten. Auch in Zukunft werden chinesische Hersteller daher etwa Aufträge aus Norwegen erhalten.
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