2:28
Bevor sie Anno perfektionierten, entwickelten Releated Designs Age of Empires im Wilden Westen
Die 1850er und 2000er haben etwas gemeinsam: In beiden Zeiten ziehen die Menschen los, um das glänzende Gold zu jagen. Sind es in den 1850er noch echte Klumpen im kalifornischen Gewässer, ist es 150 Jahre später der Reichtum, den viele Entwickler in der Spielebranche finden wollen.
Zu diesem Zeitpunkt schießen nach dem von Command & Conquer losgetretenen Boom die Echtzeit-Strategiespiele aus dem Boden – so auch welche aus Deutschland. America: No Peace Beyond the Line stellt hier ein ganz besonderes Exemplar dar.
Während die meisten auf Mittelalter als Setting setzen, entscheidet sich das der spätere Anno-Entwickler Related Designs stattdessen für den Wilden Westen.
Bei seinem Erscheinen entpuppt sich das RTS als dreistes Katzengold. Aber die Zeit lässt das Spiel veredeln, 26 Jahre haben die Schwächen verwischt und die Stärken hervorgehoben. Eine kleine, aber leidenschaftliche Jagd ist unter den Fans losgebrochen, um diesen Schatz zu bergen. Doch das Finden ist nur eine von vielen Herausforderungen.
Der Wilde Westen des Gamings
»Es gab zuerst nur ’ne lausige Hütte und ein paar Jungs mit schnellen Colts«, erzählt der eingesperrte Desperado in der Kampagne von America. Das ähnelt auch stark den Anfängen von Related Designs, deren Gründer in den Neunzigern noch Spiele im Keller produzieren, um ihr Studium zu finanzieren.
Danach wird mit America das erste große Projekt angegangen. Als das Wildwest-Strategiespiel nach zweijähriger Entwicklung im Dezember 2000 erscheint, fallen die Reaktionen der Presse zwiespältig aus. Laut GameStar ist das Spiel ein uninspirierter Age of Empires-Klon, für Golem dagegen ein sperriges RTS mit wirklich interessanten Ideen.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.