Das neue Saugroboter-Flaggschiff von Ecovacs steht in den Startlöchern: Der Deebot X11 OmniCyclone soll mit einer UVP von 1.299 Euro ab dem 5. September neue Maßstäbe setzen.
Das größte Versprechen: eine vollautomatische Reinigungsstation, die ganz ohne Staubbeutel auskommt. Dazu gibt es eine ausfahrbare Walze zum Wischen sowie einen KI-Agentenmodus.
Ich konnte das Gerät bereits ausprobieren.
Auf der IFA 2025, die wir mit Find Your Next Tech auf GameStar.de und im Twitch-Stream begleiten, wird das neue Gerät präsentiert.
Ausgepackt & Erster Eindruck: Premium-Gefühl
- Haptik: Sowohl der Roboter als auch die OMNI-Station fühlen sich hochwertig und durchdacht an.
- Einrichtung: Die Installation über die ECOVACS Home App verläuft reibungslos und schnell. So ist man das von modernen Staubsaugrobotern inzwischen gewohnt.
- Design: Schick und passend für die meisten Wohnräume, wobei ich persönlich helle Roboter bevorzuge. Eine Version in Weiß ist derzeit nicht erhältlich.
Das Highlight im Fokus: Die beutellose OMNI-Station mit PureCyclone 2.0
Die größte Neuerung beim Deebot X11 OmniCyclone ist die Station, die auf eine beutellose Zyklon-Absaugtechnologie setzt.
Lautstark, aber effektiv saugt die Station den Staub aus dem Roboter in einen durchsichtigen Behälter der Station. Um ihn zu leeren, drückt man einfach einen Knopf und trägt das Teil zum Mülleimer.
Der Vorteil daran ist klar: Ihr müsst keine Staubbeutel nachkaufen, wie es bei vielen anderen Modellen der Fall ist. Es soll eine saubere und staubfreie Lösung sein, die die Umwelt und euren Geldbeutel schont.
Mit einem Power-Boost soll der Staubsaugroboter besonders schnell aufgeladen werden.
Was ist noch neu? Statt Wischmops nutzt der Deebot X11 OmniCyclone eine Wischwalze. Diese ist ausfahrbar und reinigt damit Ecken und Kanten.
Wie man es von anderen Geräten kennt, wird das Wischinstrument mit Heißwasser-Wäsche bei 75 °C gereinigt und anschließend mit Luft getrocknet. Ein Spender für Reinigungsmittel ist ebenfalls in der Station zu finden.
Die Reinigung im ersten Check: Ein Teppich-Monster mit kleinen Schwächen
Navigation und KI-Hinderniserkennung: Dieser Punkt hat mich positiv überrascht. Durch seine flache Bauweise passt der X11 OmniCyclone unter meine Toilette. Da haben manch andere Saugroboter mit Kamera-Turm ihre Probleme.
Selbst an meinen fiesen Esstischstühlen bleibt das Gerät nicht hängen und umfährt sogar Spielzeuge und Stromkabel zu 100 Prozent zuverlässig.
Starke Teppichleistung: Für einen Wow-Effekt sorgte bei mir die Teppichreinigung. Zum Test habe ich auf meinem mittelhohen Teppich Katzenstreu verteilt und das wurde fast restlos entfernt.
Tierhaare entfernt der Roboter ebenfalls mühelos und ganz ohne Verheddern. Ein großer Pluspunkt für Haushalte mit felligen Mitbewohnern.
Wie gut ist die Wischleistung? Gespannt war ich auf die Technologie der ausfahrbaren Wischwalze. Sogar feines Mehl wird beinahe restlos weggewischt. Flüssigkeiten werden per KI erkannt und separat gewischt. Allerdings ist der Boden nach dem Wischen nicht gleichmäßig feucht, wie man auf dem Foto erkennt.
An Kanten ist die ausfahrbare Wischwalze effektiv. Ecken erreicht sie nur halb, was zu erwarten war.
Schwächen beim Saugen: Zwar werden Trockenfutter und Haare restlos einverleibt, doch mit leichten Haferflocken hat das Gerät seine Probleme.
Sie werden an Kanten entlang teilweise von der Seitenbürste weggeschleudert, sodass in Ecken ein kleiner Rest liegen bleibt.
Einen potenziellen Nachteil sehe ich darin, dass die Wischwalze bei Saugfahrten nicht abgelegt werden kann. Das könnte zu einer Restfeuchtigkeit auf empfindlichen Teppichen führen.
In der App könnt ihr aber wie gewohnt Teppiche ignorieren beziehungsweise umfahren lassen. So mache ich das in meiner Wohnung, weil sich die Teppiche mangels Bodenhaftung verschieben würden, wenn der Roboter drüberfährt.
Apropos drüberfahren: Dank seiner Steigräder schaffte der Roboter bei mir mühelos Schwellen von bis zu 4 Zentimetern Höhe.
Das muss sich noch zeigen: Der KI-Agentenmodus soll die Wohnung und das Nutzungsverhalten über Zeit lernen. So soll das Gerät autonome Entscheidungen für eine effiziente Reinigung treffen. Ob und wie das funktioniert, kann ich erst nach einigen Wochen im Test beurteilen.
Aber: So eine KI-Funktion setze ich ab sofort bei allen Saugrobotern voraus. Denn die Geräte bekommen immer mehr Features und werden damit komplizierter. Wenn sie selbst entscheiden, wie sie effizient reinigen, nimmt das noch mehr Denkarbeit ab.
Erstes Fazit: Ein vielversprechender Start mit cleveren Ideen
- Starker Gesamteindruck: Die beutellose Station ist super, die Saugleistung auf Teppichen beeindruckend, die allgemeine Reinigungsleistung auf einem sehr hohen Niveau.
- KI-Potenzial: Der KI-Modus (Agenten-Modus) ist ein sinnvoller Schritt zur Vereinfachung, dessen Effektivität sich im Langzeittest zeigen muss.
- Zielgruppe: Ideal für Technik-Fans, die minimale Wartung schätzen, und besonders für Haustierbesitzer mit Teppichböden.
- Ausblick: Trotz kleiner Schwächen bei der Kanten-Saugleistung ein sehr vielversprechender Kandidat für die Oberklasse, saugen und wischen auf einem Top-Niveau. Ebenso die Schwellenüberwindung ist beeindruckend.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.