Ferraris erstes E-Auto: Entworfen vom iPhone-Schöpfer, bricht das Modell Luce bei einer Auktion für 40 Millionen Dollar alle Rekorde

Der ehemalige Apple-Chefdesigner hat es konzipiert: Der Ferrari Luxe ist das erste E-Auto des Herstellers.

Das Design des Ferrari Luce wird kontrovers diskutiert – eine spezielle Version wechselte nun für über 40 Mio. US-Dollar den Besitzer. (Bildquelle: Ferrari) Das Design des Ferrari Luce wird kontrovers diskutiert – eine spezielle Version wechselte nun für über 40 Mio. US-Dollar den Besitzer. (Bildquelle: Ferrari)

Ferrari ist eine der bekanntesten Automarken der Welt, berühmt für ihre wunderschönen und luxuriösen Sportwagen. Traditionell mit Verbrennungsmotoren assoziiert, setzte der italienische Hersteller in den letzten Jahren auf den Luce, sein erstes vollelektrisches Modell.

Und wie alle Fahrzeuge der Marke ist dieser natürlich alles andere als günstig. Das erste Exemplar des Fahrzeugs wurde für sage und schreibe 40 Millionen US-Dollar (ca. 37 Millionen Euro) bei einer Wohltätigkeitsauktion im Rahmen der Monterey Car Week in Kalifornien versteigert (via Reuters).

Dieser Betrag stellte einen neuen Rekord für einen als Neuwagen versteigerten Pkw auf und übertraf die 26 Millionen US-Dollar, die 2025 für einen personalisierten Ferrari Daytona SP3 gezahlt wurden.

Das als Chassis 0 gekennzeichnete Exemplar wurde maßgefertigt und entstand im Rahmen eines Projekts, an dem das Studio des britischen Designers Jony Ive beteiligt war, der vor allem für seine prägende Arbeit am Design des iPhones bekannt ist. Der gesamte Erlös kommt den Bildungsinitiativen der Ferrari-Stiftung zugute.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.

Luce markiert den Einstieg von Ferrari in den Elektroautomarkt

40 Millionen US-Dollar sind definitiv kein Pappenstiel. Diese Summe würde ausreichen, um sich eine ganze Flotte von Luxusautos anzuschaffen.

Doch wenn es um einen Ferrari geht, steht weit mehr auf dem Spiel als nur der nackte Preis: Exklusivität, Leistung und die Strahlkraft einer Marke, die ihre Modelle seit Jahrzehnten in absolute Traumobjekte verwandelt.

Der Luce bringt noch eine zusätzliche Prise Exklusivität mit, da er der erste vollelektrische Ferrari ist – eine Eigenschaft, die dem Modell schon vor der Auktion enorme Aufmerksamkeit sicherte.

Der im Mai vorgestellte Ferrari Luce steht für einen der größten Umbrüche in der Geschichte des italienischen Herstellers.

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Neben diesem tiefgreifenden Wandel hat sich Ferrari auch für einige Neuerungen im Innenraum entschieden und das Armaturenbrett in eine regelrechte Display-Zentrale verwandelt.

Das Konzept, das unter Mitwirkung von Jony Ives Studio LoveFrom entstand – dem ehemaligen Apple-Chefdesigner, der die visuelle Identität des iPhones maßgeblich prägte –, setzt auf eine durchdachte Kombination aus moderner Technologie und haptischen Elementen.

Zu den wichtigsten Merkmalen des Interieurs gehören:

  • Physische Bedienelemente und mechanische Tasten, statt alle Funktionen ausschließlich auf Touchscreens zu verlagern
  • Ein von Flugzeugen und klassischen Sportwagen inspiriertes Cockpit, das digitale Instrumente mit physischen Komponenten kombiniert
  • Das Lenkrad als Steuerzentrale, auf dem alle fahrrelevanten Funktionen gebündelt sind
  • Ein hochentwickeltes OLED-Display, das sich nahtlos in das minimalistische Innenraumkonzept einfügt
  • Präzise gefrästes, eloxiertes Aluminium, das für einen Großteil der Komponenten verwendet wird
  • Hochwertiges Glas und edle Metalle, bei nahezu vollständigem Verzicht auf sichtbaren Kunststoff
  • Eine Benutzeroberfläche, die darauf ausgelegt ist, Ablenkungen und Informationsüberflutung während der Fahrt zu minimieren.

Der erste Elektro-Ferrari kostet bereits Millionen, doch Chassis 0 bricht alle Rekorde

Trotz des enormen Fokus auf das Design stellt der Luce auch eine strategische Neuausrichtung für Ferrari dar. Das Modell startet zu einem Basispreis von rund 550.000 Euro in Europa, doch das Exemplar, das unter den Auktionshammer kam, war meilenweit von einer Standardkonfiguration entfernt.

Getauft auf den Namen »Chassis 0«, wurde dieses allererste Modell komplett nach Kundenwunsch maßgefertigt und mit einer Reihe exklusiver Besonderheiten ausgestattet. Die versteigerte Konfiguration umfasste unter anderem:

  • eine exklusive weiße Außenlackierung
  • speziell angefertigte Felgen
  • personalisierte Hochleistungsbremsen
  • einzigartige, nur für dieses Fahrzeug entwickelte Komponenten
  • eine vollumfängliche Bespoke-Konfiguration nach Maß
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Aufgrund dieser extremen Einzigartigkeit erzielte das Fahrzeug bei der Wohltätigkeitsauktion von RM Sotheby's im Rahmen der Monterey Car Week in Kalifornien den astronomischen Preis von 40 Millionen US-Dollar.

Die Identität des Käufers oder der Käuferin wurde nicht bekannt gegeben. Für diese Auktion wurde die Käuferprovision erlassen, sodass der gesamte in künftige Bildungsprogramme der Ferrari-Stiftung fließt.

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Dieses Vorgehen knüpft an eine ähnliche Auktion der Marke an: Im Jahr 2025 wurde ein personalisierter Ferrari Daytona SP3 für 26 Millionen US-Dollar versteigert, ebenfalls für wohltätige Bildungszwecke. Bis dato hielt dieses Modell den Rekord für den teuersten jemals bei einer Auktion verkauften Neuwagen.


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