Die Lebensdauer von Handys und Tablets hängt in hohem Maße auch von den Vorgaben des Herstellers ab. Vor allem die Bereitstellung von Updates, die Qualität des eingebauten Akkus sowie die Möglichkeit, das Gerät zu reparieren, spielen hierbei eine Rolle.
Die Bereitstellung von Updates hat sich in den letzten Jahren in eine positive Richtung entwickelt. Noch 2018 gab Google vor, dass Hersteller mindestens für zwei Jahre Updates anbieten müssen. Seit 2024 unterstützen Hersteller wie Google oder Samsung einige Handys für bis zu sieben Jahre.
Das ist passiert: Eine neue EU-Verordnung verlangt von Herstellern ab Juni 2025 die Einhaltung bestimmter Richtlinien in Bezug auf die Reparierbarkeit, Versorgung mit Updates sowie die verbaute Batterie.
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Ein neues Energielabel soll Klarheit verschaffen
Mit einem neuen Energielabel sollen Verbraucher wichtige Informationen auf einen Blick erkennen können. Das neue Label gibt neben einer Effizienzklasse auch Auskunft über die Akkulaufzeit, die Reparierbarkeit, die Schutzklasse, eine Fallschutzwertung sowie die Lebensdauer der Batterie.
Hersteller müssen die neuen Labels verpflichtend aufdrucken.
Das bedeuten die Punkte im Einzelnen:
- Energieeffizienzklasse von A bis G als Skala.
- Die Energieeffizienzklasse des Produkts.
- Die Batterielebensdauer pro Zyklus, in Stunden und Minuten pro voller Batterieladung.
- Die Zuverlässigkeitsklasse von A bis E für wiederholten freien Fall.
- Die Leistung der Batterie in Zyklen.
- Die Klasse der Reparierbarkeit von A bis E.
- Die Schutzklasse gegen Eindringen von Staub und Flüssigkeiten.
A ist hierbei jeweils die bestmögliche Klasse.
Neue Vorgaben für Hersteller von elektronischen Geräten
Für Hersteller gibt es eine ganze Reihe neuer Regulierungen, die ab dem 20. Juni 2025 für neue Handys und Tablets in der EU gelten.
- Reparierbarkeit: Kritische Ersatzteile müssen für mindestens sieben Jahre nach dem offiziellen Handelsende des Geräts innerhalb von fünf bis zehn Tagen bereitgestellt werden.
- Batterie: Jedes neue Gerät darf bei den ersten 800 Ladezyklen nicht mehr als 20 Prozent der Anfangsleistung des Akkus verlieren.
- Updates: Müssen für mindestens fünf Jahre nach dem Ende des Inverkehrbringens des letzten Geräts bereitgestellt werden.
- Professionelle Reparaturdienste: Dürfen von Herstellern weder per Software noch Firmware in ihrer Arbeit behindert werden.
EU erhofft sich längere Nutzungsdauer
Die Maßnahmen sollen laut der EU vor allem die Nutzungsdauer von Handys und Tablets erhöhen. Für Verbraucher sollen sie die folgenden positiven Effekte im Jahr 2030 haben:
- Energie: Jeder Haushalt in der EU spart 10 kWh pro Jahr, da Hersteller vermehrt in bessere Batterien investieren und die Energienutzung der Geräte optimieren werden.
- Kosten: Jeder Haushalt spart 98 Euro im Jahr, da Handys länger genutzt werden.
Die EU möchte im Jahr 2027 eine erste Analyse veröffentlichen, um die Effektivität der Maßnahmen besser beurteilen zu können.
Nun ist eure Meinung gefragt. Was haltet ihr von den Vorgaben? Ist etwas dabei, auf das ihr schon lange gewartet habt, oder glaubt ihr, dass die neue Verordnung auch negative Effekte haben kann? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.
02.06.2025: Wir haben diesen Artikel aktualisiert und hochgezogen.
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